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Neu Denkansätze für die City-Logistik

9. April 2019 11:31
Neu Denkansätze für die City-Logistik

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Beim thinkport Vienna laufen die Fäden für neue Innovationen in der City-Logistik für Wien zusammen. Die Denkansätze sind vielversprechend.

BEITRAG: Redaktion

Vor knapp eineinhalb Jahren wurde vom Wiener Hafen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und dem Fahrradbotendienst Heavy Pedals der thinkport Vienna ins Leben gerufen. Seitdem wurden eine Reihe von Projekten angestoßen mit dem Ziel die Logistik auf der letzten Meile, also die Zustellung von Waren an den Endempfänger mit Blick auf Effizienz und Nachhaltigkeit in Wien zu optimieren. „Wien ist eine sehr vornehm zurückhaltende, innovative Stadt, in der Logistik neu gedacht wird“, sagt Martin Posset und er weiß wovon er spricht: Er ist der für Innovationen beim thinkport zuständige Experte und hat bislang mit seinem Team verschiedene Projekte initiiert und ausprobiert mit dem Ziel den Güterverkehr in Wien in noch besser strukturierte Bahnen zu lenken.

Dass KEP-Dienstleister, Logistiker oder Spediteure jeweils getrennt Pakete zu den städtischen Empfängern zustellen kann nicht der logistischen Weisheit letzter Schluss sein. So wird derzeit im Rahmen des thinkport ein Hub-System entwickelt, über das künftig Fracht von den Logistikzentren in Stadtrandnähe in der Stadt koordiniert verteilt werden soll. Nähere Details wie das System aussehen wird, kann Posset noch nicht verraten. Dazu braucht es noch einige Detailarbeit. So viel steht aber schon fest: Mit dem Hub soll ein neues Geschäftsmodell entstehen. „Um die City-Logistik effizienter zu gestalten müssen wir mit allen in Frage kommenden Akteuren bilateral reden und die Vorgangsweise koordinieren“, ist Posset überzeugt.or knapp eineinhalb Jahren wurde vom Wiener Hafen gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT), Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) und dem Fahrradbotendienst Heavy Pedals der thinkport Vienna ins Leben gerufen. Seitdem wurden eine Reihe von Projekten angestoßen mit dem Ziel die Logistik auf der letzten Meile, also die Zustellung von Waren an den Endempfänger mit Blick auf Effizienz und Nachhaltigkeit in Wien zu optimieren. „Wien ist eine sehr vornehm zurückhaltende, innovative Stadt, in der Logistik neu gedacht wird“, sagt Martin Posset und er weiß wovon er spricht: Er ist der für Innovationen beim thinkport zuständige Experte und hat bislang mit seinem Team verschiedene Projekte initiiert und ausprobiert mit dem Ziel den Güterverkehr in Wien in noch besser strukturierte Bahnen zu lenken.

Im Miteinander der Dienstleister, Stadtverwaltung und Bürger/Empfänger könne der Güterverkehr auf der letzten Meile so am besten optimiert werden“. Die vier Dimensionen bei der nachhaltigen Steuerung des städtischen Güterverkehrs machen die Logistikunternehmen und Stadtverwaltung sowie Bürger und die Wissenschaft aus. Deren Ansprüche auf eine gemeinsame Kooperationsebene zu bringen ist das erklärte Ziel. Die Voraussetzung dafür ist freilich, dass sich alle Akteure mit ihren Vorstellungen beweglich zeigen und sich engagiert bei diesem Projekt einbringen.

Städtische Güter-Hubs sollen in definierten Zielgebieten innerhalb der Stadt geschaffen werden, von hier erfolgt die Zustellung zu den Empfängern beispielsweise mit Lastenrädern oder umweltfreundlichen Elektro-Fahrzeugen. In anderen Städten in Europa geht der Trend bereits in diese Richtung. Mit Erfolg, wie sich herausstellt. Die Wiener Stadtverwaltung hat die Steuerung der Logistik längst als besonders wichtiges Thema erkannt und zeigt sich denn auch aufgeschlossen für die Entwicklung innovativer Lösungsansätze, wie sie im thinkport entwickelt werden. Dieser „Denk-Hafen“ ist offen für neue Ideen, Anregungen und Input von außen. „Interessierte Unternehmen können jederzeit mit ihren Ideen zu uns kommen und wir unterstützen sie in Fragen potenzieller Förderungen, Vernetzung mit Partnern, Institutionen und anderen Akteuren“, betont Posset. Solche Lösungsansätze nennen sich beispielsweise Güterhof, Hafenbrücke, Cargo- Parkaus, Inner-City-Hub, Paketraum, digitale Zustelladresse oder digitaler Führerschein.

Der Mangel an Abstellplätzen, Fahrverbote, zeitliche Einfahrtbeschränkungen in der Stadt stellen Logistiker vor immer größere Herausforderungen. In Graz läuft derzeit das Projekt SoWAS. Hinter diesem Kürzel steht ein skalierbares, offenes Waren-Austausch-System, mit dem in der steirischen Landeshauptstadt die Güterströme auf der letzten Meile in geordnete Bahnen gelenkt werden sollen. Das Ziel ist klar: Die Abhol- und Zustellwege zu Empfängern im städtischen Bereich sollen reduziert, der Güterverkehr soll nachthaltig gestaltet und die lokalen Nutzer sollen mit neuen, zusätzlichen Dienstleistungen beglückt werden. Gelingen soll das mit neu kreierten Boxen mit unterschiedlich großen Fächern, die an zentralen Standorten in Graz aufgestellt werden, idealerweise in Wohnsiedlungen oder anderen neuralgischen, hochfrequenten Punkten. Die Fächer in diesen Boxen können KEP-Dienstleister oder Gewerbebetriebe mieten und dort die Pakete für die verschiedenen Empfänger in der Umgebung einlegen. Die Empfänger bekommen ein digitales Sendungsaviso und können je nach Belieben aus dieser Box-Fach ihre Sendung abholen.

Die KEP-Dienstleister ersparen sich damit mehrmalige Zustellversuche bei den einzelnen Empfänger-Adressen, was den Auslieferungsprozess effizienter macht, Kosten spart und die Umwelt schont, erklärt Professor Norbert Hafner vom Institut für technische Logistik an der TU Graz und zugleich Leiter des Projekts SoWas. Das Interesse der KEP-Dienstleister an SoWAS sei groß, weiß Hafner. Die erste Box als Pilotversuch wird im sogenannten Brau-Quartier, eine Wohnsiedlung im Südwesten von Graz im Frühjahr dieses Jahres aufgestellt und dann soll sich weisen, wie SoWas funktioniert, ob es von der angesprochenen Zielgruppe akzeptiert wird. Vermietet und verwaltet werden die Boxen von einem neutralen Betreiber, „das ist bei diesem System ganz wichtig“, betont Hafner.  Die Stellflächen für die modular konstruierte Box werden von der öffentlichen Hand zur Verfügung gestellt und pro Box gibt es 38 bis 80 Fächer in flexiblen Größen.

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 1/2019

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