Nürnberger Leasing steigt in Lokomotiven-Finanzierung ein

6. Dezember 2017 14:37

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Mit rund 100 Millionen Euro Finanzierungsvolumen pro Jahr gehört die Nürnberger Leasing zu den größten inhabergeführten Leasinggesellschaften bundesweit. Zum Jahreswechsel wollen die Nürnberger die ersten ein, zwei Gebraucht-Lokomotiven gekauft haben. Pro Jahr sollen es dann vier Zugmaschinen sein.

„Es gibt gut 100 private Betreiber bundesweit, die im Schnitt drei Lokomotiven haben“, sagt Lars Bergmann. Dass sich der Experte der Nürnberger Leasing (NL) mit diesem Markt befasst, hat mehrere Gründe: Die Gesellschaft finanziert bereits Mobilität und Logistik und sammelt aktuell Know-how mit e-Fahrzeugen. Und aus der Finanzierungsbranche für Lokomotiven kommt der Spezialist, der seit Herbst sein entsprechendes Fachwissen und Kontakte bei der NL einbringt.
Demnach laufen Diesel- wie E-Loks rund 30 Jahre, brauchen aber alle acht Jahre eine Inspektion, die zwei bis drei Monate dauert und auch mal 250.000 Euro kosten kann „Wir bieten nun Finanzierungen, die diese Extrakosten beinhalten, so dass der Kunde nur kontinuierliche Ausgaben hat,“ sagt Bergmann. Um das eigene Risiko zu minimieren, will die NL nur Loks finanzieren, bei denen, mit dem Kauf des Fahrzeugs diese Hauptuntersuchung (HU) mitfinanziert wird.

Das kann im Einzelfall bedeuten, dass eine HU vorgezogen wird. Ob diese der Verkäufer leistet oder die NL als Käufer ist Verhandlungssache und wird sich im Gesamtpreis niederschlagen. „Eine Lok, die ohne HU 350.000 Euro kosten würde, kann mit HU 600.000 Euro wert sein,“ gibt der Fachmann ein Beispiel für den Preiskorridor, in dem er sich bewegt und in dem er nun Erfahrungen sammeln will. Deshalb steigt die NL als konservatives Unternehmen erst mal im Gebrauchtsegment ein und ist an langfristigen Geschäftsbeziehungen interessiert.

Der Markt ist mit fünf Herstellern wie Alstom, Bombardier oder Vossloh überschaubar. Hinzu kommen rund zehn Händler und etwa 150 Werkstätten bundesweit, bei denen die Grenzen zwischen Handel und Service teils fließend sind. Auch die Abhängigkeiten von Herstellern. Schließlich ist auch die Abgrenzung zum Waggon-Handel und deren Reparatur fließend. Diese Zubehör-Finanzierung kann für die NL im zweiten Schritt ebenfalls interessant sein, zumal das ganze Thema Schienenverkehr eine gute Prognose hat im Kontext zugestauter Straßen, Feinstaubalarms und Klima-Verschärfung.

Bergmann, der aktuell mit zwei Kunden vor konkreten Abschlüssen steht: „Wir sammeln jetzt erst mal Erfahrung in diesem für uns neuen Markt und arbeiten an unserer Bekanntheit und Reputation in dieser Branche.“ Dabei will die NL von ihrem guten Ruf in anderen Branchen wie mobile Hallen, Landmaschinen oder Medizintechnik profitieren. „Im Mittelpunkt stehen immer kundenspezifische Lösungen, die diesem Sicherheit und Flexibilität ermöglichen.“
So würden Bauern teils nur zweimal jährlich eine Leasingrate zahlen, eben dann, wenn sie erntebedingt Einnahmen haben. Und Ärzte dürfen Leasingverträge vorzeitig kündigen, wenn sie neues Equipment kaufen wollen, um effizienter oder ergonomischer zu sein. „Uns kommt der Hersteller auch entgegen, wenn er durch unsere Flexibilität seinem Kunden etwas Neues verkaufen kann,“ deutet Bergmann die Komplexität und Vielschichtigkeit der Thematik an, bei der es seitens der Leasingnehmer auch um Aspekte wie Liquidität, Steuereffekte, Existenzgründung oder Wachstumsfinanzierung geht.

www.nuernberger-leasing.de

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Hendrik Stüwe
E-Mail: h.stuewe.work@gmail.com
Homepage: http://www.der-medienberater.de

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