Auch im Hafen Rotterdam sinkt der Containerumschlag

Der Gesamtumschlag im Rotterdamer Hafen lag im ersten Halbjahr mit 233,5 Mio. Tonnen um 0,8 Prozent höher als im selben Zeitraum 2021. Finanziell gesehen erlebte der Hafenbetrieb eine positive erste Jahreshälfte. Der Umsatz stieg um 6,3 Prozent auf 412,2 Mio. Euro.

Für viele Gütersegmente hat der Krieg in der Ukraine einschneidende Folgen. So stiegen die LNG- und Kohlelieferungen als Alternative zum verminderten europäischen Import von russischem Gas per Rohrleitung enorm an. Der Umschlag von Rohöl nahm zu, während er bei den Ölprodukten sank. Eisenerz, Agrarmassengüter und Container wurden weniger umgeschlagen als im selben Vorjahreszeitraum.

„Der Containertransport von und nach Russland kam zum Erliegen. Anhaltende Engpässe in der weltweiten Containerlogistik sorgten für eine Verlagerung von Frachten aus den großen in kleinere Containerhäfen“, teilt der Hafenbetrieb Rotterdam mit.

Dadurch sank der Containerumschlag im Hafen Rotterdam um 4,4 Prozent auf 7,28 Mio. TEU. Nach Gewicht gemessen betrug der Rückgang 8,9 Prozent. Die Differenz zwischen den beiden Werten erklärt sich durch eine Zunahme der Zahl der Leercontainer.

Der Roll-on/Roll-off-Verkehr nahm um 16,8 Prozent zu. Diese Zahl ist durch das Ende des Übergangszeitraums für den Brexit am 1. Jänner 2021 beeinflusst, was seinerzeit zu zusätzlichen Transporten Ende 2020 und einem Einbruch des RoRo-Transports Anfang 2021 führte.

Der Bereich „Sonstiges Stückgut“ verzeichnete einen starken Anstieg um 17,7 Prozent. Eine wichtige Ursache hierfür ist der Import von Stahl und Nichteisenmetallen, vor allem aus Asien. Darüber hinaus führten die hohen Containerpreise dazu, dass mehr Ladung als Stückgut verschifft wird.

www.portofrotterdam.com

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