BBT SE: 75 % der Empfehlungen aus der „Follow-up-Überprüfung“ vom Juli 2019 des österreichischen Rechnungshofs bis dato umgesetzt

Die Brenner Basistunnelgesellschaft (BBT SE) wertet den nun vorliegenden Follow-up-Bericht „Bahnprojekt: Brenner Basistunnel“ des österreichischen Rechnungshofs (RH) als durchaus positiv. Als öffentlich finanziertes Unternehmen ist die BBT SE bestrebt, konstruktiv mit dem RH zusammenzuarbeiten und die Empfehlungen sowie auch Beanstandungen im laufenden Projektbetrieb einzubeziehen und hat bis dato bereits 75% der Empfehlungen realisiert.

So wird vom RH zufrieden bemerkt, dass 9 der insgesamt 15 Empfehlungen von der BBT SE umgesetzt wurden, 1 Empfehlung nur teilweise und 5 noch nicht ausgeführt wurden. Die sogenannte „Follow-up-Überprüfung“, die im Juli 2019 durchgeführt wurde, ist eine Folgeüberprüfung des Rechnungshofs, in der kontrolliert wird, ob die vorangegangenen Empfehlungen des Rechnungshofs umgesetzt wurden. Die vorhergehende Prüfung des Bahnprojekts Brenner Basistunnel, im Zuge derer diese Empfehlungen des österreichischen Rechnungshofs abgegeben wurden, fand im Jahr 2017 statt. Als lobenswert erachtet der Rechnungshof in seinem Bericht zudem, dass wie von ihm empfohlen, durch Wissens- und Personaltransfer sowie Erfahrungsaustausch, die veranschlagten Rohbaukosten gesenkt werden konnten.

Aktueller Baufortschritt Mai 2020.
Mit Stand Mai 2020 wurden bereits 125 Kilometer des insgesamt 230 km langen Tunnelnetzes vorgetrieben. In den nächsten Wochen wird der Durchschlag des Erkundungsstollens auf österreichischem Projektgebiet gelingen. Im Sommer 2020 wird ein weiteres Baulos in Österreich (Sillschlucht) starten. Die BBT SE peilt auch weiterhin einen zügigen Baufortschritt an.

Evaluierung Bauzeitplan BBT bis Sommer 2020.
Der letzte im Aufsichtsrat beschlossene Fertigstellungstermin war 2028. Im Jänner 2019 wurde dieser Termin letztmalig aktualisiert und durch den Beschluss des Aufsichtsrates des BBT genehmigt. Darin sind die Bauabläufe der Rohbauwerke, die Zeitaufwendungen für die Projektierungen und den Einbau der bahntechnischen Ausrüstung enthalten.  Im vom Aufsichtsrat der BBT SE beschlossenen Bauzeitplan sind weiter mögliche Verzögerungen aufgrund des Eintretens der für die einzelnen Baulose ermittelten Risiken dargestellt. Es ist, auch infolge der jüngsten Ereignisse und der aktuellen Situation eine vertiefende Risikoanalyse im Gange: so wird sich beispielsweise die Corona-Virus-Pandemie ebenfalls auf den Bauzeitplan des Brenner Basistunnels auswirken, da nicht bekannt ist, welche Maßnahmen wann zur Eindämmung der Pandemie beschlossen und zur Anwendung kommen werden. Die Inbetriebnahme des Brenner Basistunnels könnte sich somit im Vergleich zur bisherigen Planung verschieben. Die Ausschreibung zur bahntechnischen Ausrüstung wird derzeit vorbereitet. Zu diesem Zweck wurde bei der BBT SE Ende 2019 die Abteilung Bahntechnik / Betrieb neu organisiert. Die Abstimmungen zwischen den Infrastrukturbetreibern betreut die BBT SE, um in möglichst kurzer Zeit, zu einer gemeinsamen Festlegung der Grundanforderungen zu gelangen und die Planungsausschreibung zu veröffentlichen. Der gesamte Projektablauf wird derzeit durch den neuen BBT-Vorstand evaluiert. Eine aktualisierte Information über den Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist im Sommer 2020 geplant.

Kostentransparenz.
Der Brenner Basistunnel hat bis dato von der Europäischen Kommission stets die höchstmögliche Finanzierungsquote zugesprochen bekommen. Die Anfang 2019 genehmigten, prognostizierten Gesamtkosten des BBT betragen einschließlich nicht identifizierter Risiken und inklusive Vorvalorisierung bzw. Wertanpassung derzeit rund 9,3 Milliarden Euro. Die EU übernimmt die Finanzierung von 40% der Bauarbeiten und 50% der Studien. Der verbleibende Anteil wird zu gleichen Teilen zwischen den Regierungen Österreichs und Italiens aufgeteilt. Der BBT ist und bleibt ein europäisches Vorzeigeprojekt und wird als internationales Vorhaben abgewickelt.

Brenner Basistunnel Meilensteine 2020:

  • Inbetriebnahme Unterwerk – Baulos Tulfes-Pfons
  • Durchschlag des Erkundungsstollens zw. den beiden Baulosen H33 und H51
  • Sanierung „Iris“ – großer Überbruch mit einem Hohlraum von 5000 m³
  • Start des Bauloses Sillschlucht bei Innsbruck
  • Diverse Ausgleichsmaßnahmen im Umweltbereich wie Renaturierung Navisbach
  • Eisackunterquerung: Vereisung und Unterquerung des Flusses bzw. Autobahn
  • Freienfeld: Bauende und Einhausung der Bahnstrecke

Rückfragen & Kontakt:
Brenner Basistunnel BBT SE / Galleria di Base del Brennero
Pressereferent
Mag. Andreas Ambrosi
Mobil +43 664 8216728
Email: andreas.ambrosi@bbt-se.com
https://www.bbt-se.com/

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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