„Es braucht Automatisierung, um auch morgen und übermorgen erfolgreich zu sein.“

Die Werte, die TGW lebt und der Umgang miteinander haben uns genauso wie die Investitionen in Zukunftstechnologien überzeugt. Sie spiegeln auch die Unternehmenskultur und Werte von Thermoplan wider. Es geht darum, gemeinsam Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben zu finden. Diese Partnerschaft ist uns sehr wichtig, um gemeinsam zu wachsen. Und die Automatisierungs-Reise wird weitergehen, davon bin ich überzeugt.

Herr Steiner, welche Herausforderungen bringt das B2B-Geschäft für Thermoplan mit sich – und was bedeutet das für Ihre Intralogistik?
Adrian Steiner: Das Wichtigste für uns ist: Wir glauben an den Produktionsstandort Schweiz. Damit wir hier auch morgen und übermorgen erfolgreich sein können, braucht es Investitionen in die Automatisierung des Materialflusses. Das bringt natürlich auch eine Effizienzsteigerung mit sich.

Was waren die Gründe für die Umstellung von einem manuellen Lager auf ein Shuttle-Lager?
Adrian Steiner: Bei der Entscheidung hat unter anderem das wachsende Marktvolumen eine Rolle gespielt, der tägliche Kaffeekonsum steigt seit Jahren. Unsere Kunden profitieren von dieser Entwicklung – und Thermoplan wächst mit ihnen. Die Kaffeemaschinen müssen zuverlässig funktionieren, daran werden wir von unseren Kunden letztlich gemessen. Um diesen Anspruch an das Qualitätsmanagement weltweit erfüllen zu können, muss auch die Intralogistik perfekt funktionieren. Zum Beispiel, um die Rückverfolgbarkeit der Komponenten und Produkte sicherzustellen.

Von früher manuell auf heute vollautomatisiert: was bedeutet das für Thermoplan?
Adrian Steiner: Vor dreieinhalb Jahren haben wir uns für die Automatisierung der Intralogistik entschieden und mit einem externen Berater einen Masterplan entwickelt. Wir sind schrittweise vorgegangen, und haben zuerst eine neue Software eingeführt, mit der wir den Materialfluss steuern. Das hat auch die Art, wie wir arbeiten, verändert. Der nächste Schritt war daher die intensive Weiterbildung unserer Mitarbeiter.

Als dritter Schritt folgt jetzt die eigentliche Automatisierung mit einem Shuttle-Lager von TGW. Als kleines Familienunternehmen ist das eine anspruchsvolle Investition für Thermoplan – und eine Herausforderung. Bei einem solchen Projekt braucht man fachliches Know-How und einen Partner, auf den man sich verlassen kann. Das war einer der Gründe, warum wir TGW ausgewählt haben.

Was waren die Herausforderungen bei der Planung bzw. der Anbindung des Shuttle-Lagers an die bestehenden Gebäude?
Adrian Steiner: Wir wollten eigentlich einen Bau errichten, in den auch das Shuttle-Lager integriert werden sollte. Bei der benötigten Größe des Systems mussten wir aber schnell feststellen, dass sich das auf der vorhandenen Fläche nicht umsetzen ließ. Daher haben wir das Shuttle als separates Gebäude errichtet, und es mit einer Passerelle an das bestehende Werk angebunden.

Welche Rolle hat die spezielle Bodenbeschaffenheit dabei gespielt?
Adrian Steiner: Das Areal, auf dem wir bauen, heißt „Weiher“ – das sagt eigentlich schon alles (lacht). Geologisch gesehen ist es ein Gebiet, in das zwar auch Ausläufer eines Felsmassivs hereinragen, das aber trotzdem sehr viel Wasser enthält. Für die optimale Stabilität mussten wir 162 Pfähle in die Erde bohren – würde man sie aneinanderreihen, ergäbe das eine Länge von 2.185 Meter. Das Fundament muss ja nicht nur das Gewicht der Konstruktion tragen, sondern auch die Bewegungsenergie der Shuttles aufnehmen.

Können Sie uns die Highlights des Anlagenkonzepts beschreiben?
Adrian Steiner: Wir werden über 40.000 Tablare im Shuttle haben, die Halle selbst hat ein Volumen von 27.000 m³ – das alleine ist schon beeindruckend. Die 100 Stingray Shuttles im kommenden Jahr automatisch hin- und herfahren zu sehen, wird großartig: darauf freue ich mich schon sehr.

Das ist eine Reise, die wir gemeinsam mit TGW machen. Uns war ein Partner wichtig, der in neue Technologien bzw. Innovationen investiert und gemeinsam mit uns Lösungen entwickelt. Das hat TGW von Anfang an toll gemacht.

Welche Rolle hat die Ergonomie bei den TGW Kommissionier-Arbeitsplätzen gespielt?
Adrian Steiner: Wir legen traditionell großen Wert darauf, dass unsere Mitarbeiter gesund bleiben: das ist das Wichtigste für uns. Dementsprechend bemühen wir uns um eine ergonomische Arbeitsumgebung: das geht von der Akustik über die Lichtverhältnisse und die Arbeitshöhe bis hin zur ergonomischen Gestaltung der höhenverstellbaren Kommissionier-Arbeitsplätze von TGW.

Warum haben Sie sich für TGW als Intralogistik-Spezialist entschieden?
Adrian Steiner: Die Werte, die TGW lebt und der Umgang miteinander haben uns genauso wie die Investitionen in Zukunftstechnologien überzeugt. Sie spiegeln auch die Unternehmenskultur und Werte von Thermoplan wider. Es geht darum, gemeinsam Lösungen für anspruchsvolle Aufgaben zu finden. Diese Partnerschaft ist uns sehr wichtig, um gemeinsam zu wachsen. Und die Automatisierungs-Reise wird weitergehen, davon bin ich überzeugt.

Herr Steiner, vielen Dank für das Gespräch.

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