Fleisch teurer zu machen erhöht Konzerngewinne, aber löst keine Probleme, Frau Ministerin!

Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger sorgt für große Aufregung mit ihrer Aussage, dass Fleisch um ein Drittel teurer sein müsste. Seither fragen sich viele Menschen nicht nur, ob die ÖVP tatsächlich eine radikale Verteuerung von Fleisch plant, sondern auch, ob Ministerin Köstinger eigentlich verstanden hat, was ihre politische Aufgabe wäre. Offenbar ist ihr nicht bewusst, welche gewaltigen Einflussmöglichkeiten der Staat hat das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage zu beeinflussen.

„Statt den Konsumenten indirekt auszurichten, dass ihr Konsumverhalten „pervers“ sei, sollte sie lieber für Lebensmitteltransparenz, eine faire Fördergeldverteilung für Landwirte und die Nutzung des Hebels öffentliche Beschaffung sorgen. Hier versagt sie seit Jahren als Ministerin völlig, davon können auch populistische Äußerungen nicht ablenken. Wir verwehren uns gegen eine einseitige Anhebung des Verkaufspreises von Fleisch, denn davon profitieren in erster Linie die Handelskonzerne, aber weder die Bauern noch die Natur und schon gar nicht die Tiere. Wenn sie was Positives beitragen will, dann soll sie die vielen Bekenntnisse aus dem Regierungsprogramm abarbeiten, statt sich zynisch und abwertend öffentlich zu äußern. Erster Schritt: Her mit der verpflichtenden Herkunftskennzeichnung, auch in der Gastronomie“ so Sebastian Bohrn Mena, Bundeskoordinator der Bürgerinitiative oekoreich, Nachfolgerin des Tierschutzvolksbegehrens und damit Sprecher von über 416.000 Unterzeichnenden.

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Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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