Industrielle Wearables sind Wegbereiter für kollaborative Automatisierung

Eine internationale Studie unter Führungskräften in der Lager- und Logistikbranche zeigt, dass 56 % der Befragten derzeit Wearables einsetzen.

Beitrag: Redaktion

Mehr als die Hälfte (56 Prozent) der Führungskräfte in der Lager- und Logistikbranche nutzen derzeit Wearables, um die Effizienz im Lager zu verbessern, so eine neue Studie von ProGlove. Die Studie des Wearable-Tech-Pioniers zeigt auch, dass 42 Prozent der Befragten sicher sind, dass sie in den nächsten fünf Jahren in industrielle Wearables investieren werden, um ihre Lagerabläufe zu verbessern. Weniger als ein Viertel der Befragten nutzt derzeit eine vollständige Automatisierung.

Im Rahmen der Studie wurden mehr als 1.000 Manager, Geschäftsführer und C-Suite-Fachkräfte aus dem Lager- und Logistikbereich in den USA, Großbritannien, Deutschland, Italien, Spanien, Frankreich und den nordischen Ländern befragt. Obwohl KI in den letzten Monaten die Nachrichtenagenda dominiert hat, setzt derzeit weniger als ein Fünftel der Befragten diese Technologie in ihrem Lager ein. Es ist klar, dass Investitionen in KI im Gange sind, aber nicht in dem Maße, wie man vielleicht erwarten würde.

Für die Zukunft planen

Die Umfrage untersuchte, wie Lager- und Logistikmanager in den nächsten fünf Jahren investieren wollen, um die Lagereffizienz weiter zu verbessern. Halb- oder teilautomatisierte Systeme wurden von 49,4 % der Befragten als oberste Priorität genannt, dicht gefolgt von KI-Technologien mit 46,9 %. Wearables für die Industrie bleiben für die Befragten ein wichtiger Investitionsschwerpunkt. 42 % planen die weitere Einführung von Wearables in der Industrie. Vollautomatisierung ist nur für 30,6 % eine Priorität.

„Das Potenzial für die Zusammenarbeit von Mensch und Maschine ist enorm“, kommentiert Stefan Lampa, Robotik-Pionier und CEO von ProGlove. „Die Zahl der Unternehmen, die auf Automatisierung setzen, wird in den kommenden Jahren zweifellos steigen. Das ist ein gewaltiges Unterfangen, das die Arbeit der Menschen stark verändern wird. Aber im Gesamtbetrieb eines Lagers gibt es viele verschiedene Anforderungen, die erfüllt werden müssen. Deshalb werden auch in den kommenden Jahren die kognitiven Stärken, die physische Beweglichkeit und die Problemlösungskompetenz der menschlichen Arbeitskraft eine wichtige Rolle spielen. Die Kombination dieser menschlichen Qualitäten mit der Leistungsfähigkeit der Automatisierungstechnik wird im nächsten Jahrzehnt ein entscheidender Erfolgsfaktor sein”.

Neben dem Einsatz von Industrie Wearables wurde auch die Nutzung von teil- und vollautomatisierten Systemen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass 34,5 % der Unternehmen derzeit halb- oder teilautomatisierte Systeme einsetzen und nur 22 % eine vollständige Automatisierung eingeführt haben.

Stefan Lampa weiter: „Die Ergebnisse zeigen deutlich die wichtige Rolle von industriellen Wearables und halbautomatischen Technologien. In diesem Bereich liegt ein enormes Potenzial. Mit dem Eintritt in eine neue Ära der operativen Exzellenz werden sie zweifellos eine noch entscheidendere Rolle dabei spielen, die Zusammenarbeit zwischen Menschen und Maschinen zu erleichtern, damit diese nahtlos zusammenarbeiten können.“ (RED)

Quelle: LOGISTIK express Ausgabe 5/2023

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