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Nationalratswahl 2019: Handelsverband präsentiert Zukunftspaket „Jetzt gemeinsam Handel[n]“

2. September 2019 11:30
Nationalratswahl 2019: Handelsverband präsentiert Zukunftspaket „Jetzt gemeinsam Handel[n]“

Beitrag bequem vorlesen lassen:

Die bevorstehenden Nationalratswahlen Ende September nimmt der Handelsverband zum Anlass für einen Forderungskatalog, der sich an die nächste Bundesregierung richtet.

Die Nationalratswahlen am 29. September 2019 sind eine Richtungswahl für Standort, Wohlstand und Wachstum. Sie entscheiden, welchen Weg Österreich in den nächsten fünf Jahren gehen wird. Der Handelsverband konnte durch Bewusstseinsbildung, Interessensvertretung und persönliche Gespräche mit allen relevanten politischen Kräften des Landes bereits zahlreiche Erfolge für den Handel und seine Beschäftigten erzielen. Doch vieles bleibt noch zu tun, und das geht nur gemeinsam.

Der Handelsverband wendet sich deshalb mit einem 8-Punkte-Zukunftspaket an die Politik: Wir fordern die nächste Regierung auf, die Bremsen zu lösen und dem österreichischen Handel freie Fahrt in eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen.

Das vollständige Programm können Sie HIER downloaden.

Die 8 Empfehlungen des Handelsverbands:

1. MEHR FREIHEIT

Unternehmerische Freiheit

  • weil Regulierung das Funktionieren eines Marktes nicht unbedingt fördern
  • weil der stationäre Handel gegenüber dem eCommerce strukturell benachteiligt wird

Liberale Öffnungszeiten

  • weil die Wochenöffnungszeiten und Zuschlagsregeln im Handel zu starr und kompliziert sind
  • weil mehr als 60 Regelungen zur Sonntagsöffnung einfach zu viel sind

„Jenen, die den Mut zum Gestalten aufbringen, die einer Beschäftigung nachgehen und damit die Systeme des österreichischen Sozialstaats mittragen, soll auch etwas in der Tasche bleiben.“
Rainer Will, Geschäftsführer Handelsverband.

2. MEHR FAIRNESS

Fairer Welthandel

  • weil Spielregeln für alle gelten sollten – egal ob groß oder klein
  • weil wettbewerbsverzerrende Zollfreigrenzen und Plattformkonstruktionen den Import von Billigwaren fördern

Steuergerechtigkeit

  • weil sich die starke Besteuerung des Faktors Arbeit negativ auf die Beschäftigung auswirkt
  • weil legale Steuervorteile für globale Online-Händler den heimischen Handel gefährden

„Wir wollen einen fairen Welthandel, in dem sich Österreich als offene Volkswirtschaft positionieren kann, um gemeinsam Wohlstand zu schaffen. Dafür braucht es aber eine faire Besteuerung aller Marktteilnehmer.“
Harald Gutschi, Vizepräsident Handelsverband.

3. MEHR EFFIZIENZ

Bürokratieabbau

  • weil Überreglementierung ein Hemmnis für mehr Arbeitsplätze ist
  • weil jedes neue Gesetz neue Bürokratie für die Händler schafft und weniger oft mehr ist

Föderalismusreform

  • weil neun unterschiedliche Landesgesetzgebungen für den Handel eine riesige Last darstellen
  • weil Themen wie Raumordnung, Flächenwidmung oder Abfallwirtschaft österreichweit harmonisiert gehören

„Österreich ist ein Land mit überbordender Bürokratie und zu viel Föderalismus. Der heimische Handel muss sich heute in einem globalen Wettbewerb behaupten, daher braucht es eine zeitgemäße, effizientere Gesetzgebung.“
Frank Hensel, Vizepräsident Handelsverband.

4. MEHR INNOVATION

Infrastrukturoffensive

  • weil infrastrukturseitige State-of-the-Art-Technologien über die globale Wettbewerbsfähigkeit entscheiden
  • weil fehlende Infrastruktur am Land zu Landflucht führt (Brain Drain in die Städte)

Neue Innovationskultur

  • weil disruptive Technologien (AI, Blockchain, etc.) ganze Wirtschaftszweige revolutionieren
  • weil sich Unternehmergeist, Leistung und Eigeninitiative wieder lohnen sollen

„Österreich beherbergt in Relation zur Bevölkerung die meisten Weltmarktführer. Damit das so bleibt, brauchen wir eine neue Innovationskultur. Mut zum Gründen muss durch weniger Bürokratie und Regulierung belohnt werden.“
Alexander Frech, Vizepräsident Handelsverband.

5. MEHR BILDUNG

Lebenslanges Lernen

  • weil ein erweitertes Bildungssystem die Menschen fit für den digitalen Wandel macht
  • weil eine erstklassige Bildung die Befähigung für Freiheit, kritisches Denken und gesellschaftlichen Fortschritt liefert

Durchlässiges Schulsystem

  • weil nur eine praxisnahe Ausbildung die duale Grundlage für beruflichen Erfolg liefert
  • weil Österreich mehr Spitze und mehr Breite in der Bildungsqualität braucht – von der Elementarbildung bis zu den Hochschulen

„In einer hochtechnologisierten Welt sind schlaue Köpfe und geniale Ideen die wichtigste Währung. Wir brauche mehr Exzellenz und ein durchlässiges Schulsystem, um mutige, neugierige, kreative junge Menschen hervorzubringen – unabhängig von deren Herkunft.“
Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes.

6. MEHR SICHERHEIT

„Digitale“ Sicherheit

  • weil die fortschreitende Digitalisierung Unternehmen für Cyberattacken angreifbar macht
  • weil die Sicherung kritischer Infrastrukturen oberste Priorität hat

„Analoge“ Sicherheit

  • weil Bandenkriminalität, organisierte Bettelei und Ladendiebstahl zunehmen
  • weil sich die Sicherheitslage in europäischen Ballungszentren und Frequenzlagen verändert hat

„Einzelne Händler sind oft die unbeteiligten Leidtragenden bei Demonstrationen. Daher ist der Schutz wichtiger Einkaufsstraßen sowie eine verbesserte Planbarkeit bei Demos für den heimischen Wirtschaftsstandort wichtig.“
Norbert W. Scheele, Vizepräsident Handelsverband.

7. MEHR EUROPA

Europäische Heterogenität nutzen

  • weil wir die Regulierungswut reduzieren und Verordnungen effizient aufeinander abstimmen müssen
  • weil die EU der größte gemeinsame Markt der Welt ist und damit Relevanz und Verbundeffekte (Digitaler Binnenmarkt) verstärkt werden können

EU-Perspektive auf den Mittelstand

  • weil wir eine Handelspolitik brauchen, in der auch Klein- und Mittelbetriebe überleben können
  • weil der Steuerwettlauf zwischen den Mitgliedsstaaten kontraproduktiv ist

„Österreich liegt im Zentrum des größten Binnenmarktes der Welt und hat beste Voraussetzungen, in jeder Hinsicht Weltspitze zu sein. Nur durch Mut, über den eigenen Tellerrand zu blicken, können wir dieses Potenzial heben.“
Horst Leitner, Vizepräsident Handelsverband.

8. MEHR KLIMASCHUTZ

Ressourcenverbrauch optimieren

  • weil Umweltschutz kein Lippenbekenntnis bleiben
  • weil jene, die den Umweltschaden verursachen, auch dafür bezahlen sollen

Kreislaufwirtschaft verbessern

  • weil der Klimawandel die größte Herausforderung unserer Zeit ist
  • weil Freihandel und Klimaschutz Hand in Hand gehen müssen

„Österreich ist Vorzeigeland, was das Verpackungs-sammlungssystem angeht. Mit freiwilligen Vereinbarungen hat der Handel als Vorreiter bewiesen, dass es nicht für jede wirksame Umweltschutz-Maßnahme ein Gesetz benötigt.“
Stephan Mayer-Heinisch, Präsident des Handelsverbandes.

Rückfragen & Kontakt:
Handelsverband
Mag. Gerald Kuehberger, MA
Communications Manager
Tel.: +43 (1) 406 22 36 – 77
gerald.kuehberger@handelsverband.at
www.handelsverband.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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