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Preisverleihung beim 34. Logistik Dialog der BVL Österreich in Wien

12. April 2018 20:30
Preisverleihung beim 34. Logistik Dialog der BVL Österreich in Wien

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Digitale Lösung für die letzte Meile: Start-up Pakadoo erhält den Nachhaltigkeitspreis Logistik 2018.

Eine Innovation des Logistikdienstleisters LGI Logistics Group International GmbH aus Herrenberg (Baden-Württemberg) hat in diesem Jahr die Jury überzeugt. Pakadoo machte das Rennen unter acht Einreichungen für den gemeinsamen Nachhaltigkeitspreis Logistik der Bundesvereinigungen Logistik in Österreich und Deutschland. Platz zwei ging an Aldi Süd, Platz drei an Dräxlmaier.

Platz zwei ging an Aldi Süd, Platz drei an Dräxlmaier – vlnr: DI Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich, Vertreter von Dräxelmaier und Aldi Süd mit Prof. Dr. Robert Blackburn, Vorsitzender des Vorstands der BVL Bundesvereinigung Logistik Deutschland, Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL Bundesvereinigung Logistik Deutschland, und DI Dr. Christian Plas von Denkstatt Wien.

 

Pakadoo gewinnt den 7. Nachhaltigkeitspreis Logistik 2018 der BVL – vlnr: Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL Bundesvereinigung Logistik Deutschland, Prof. Dr. Robert Blackburn, Vorsitzender des Vorstands der BVL Bundesvereinigung Logistik Deutschland, Markus Ziegler, Geschäftsbereichsleiter Pakadoo bei der LGI Logistics Group International GmbH, DI Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich, und Juryvorsitzenden DI Dr. Christian Plas von der denkstatt GmbH.

 

Mit Pakadoo wird erstmals ein Corporate Start-up mit dem Nachhaltigkeitspreis Logistik ausgezeichnet. Leitidee der innovativen Lösung für die Anlieferung privater Pakete: eine Win-Win-Situation zu schaffen für den privaten Empfänger eines Pakets, für seinen Arbeitgeber und für die mit der Anlieferung befassten KEP-Dienstleister. „Damit haben sich die Entwickler von Pakadoo nicht nur in die Schuhe der berufstätigen Endkunden, sondern in die Schuhe aller Beteiligten gestellt und bieten eine für den gesamten Vorgang optimierte Lösung an“, erläuterte der Juryvorsitzende DI Dr. Christian Plas das Modell in seiner Laudatio. „Der Preis geht darüber hinaus erstmals an ein Projekt, das durch die intelligente Nutzung der neuen digitalen Möglichkeiten erhebliche nachhaltige Effekte erzielt“, so Plas weiter.

Das Geschäftsmodell nutzt vorhandene Infrastrukturen und macht die Poststelle des Arbeitgebers zur Paketstation, zum Pakadoo-Point. Es ist damit die Antwort auf die regelmäßig problematische Zustellung von Paketen in den privaten Haushalten. Denn es entsteht häufig gerade bei Berufstätigen ein erheblicher zeitlicher und organisatorischer Aufwand, um Empfänger und Paket zusammenzubringen, sei es zuhause, im Postamt oder an der Abholstation. Hinzu kommen die Kosten und die CO2-Emissionen, die mit mehrfachen vergeblichen Auslieferungsfahrten oder der Eigenabholung der Lieferung verbunden sind.

Voraussetzung für das Pakadoo-Modell ist die Bereitschaft des Arbeitgebers, die Anlieferung von Privatpaketen im Unternehmen als Mitarbeiterbenefit anzubieten. Das hat auch für ihn Vorteile, denn er entlastet seine Mitarbeiter von zeitfressenden Wegen und lästigen Terminen. Koordiniert über die Pakadoo-Software und die Pakadoo-Service-Plattform für die Endkunden werden die Lieferungen so gesteuert, dass sie – als privat gekennzeichnet und leicht dem jeweiligen Mitarbeiter-Empfänger zuzuordnen – am betrieblichen Pakadoo-Point angeliefert werden. Dort kann der Empfänger, der von Pakadoo online informiert wird, seine Ware abholen.

 

Die Jury hob folgende nachhaltige Wirkungen des Pakadoo-Systems besonders hervor:

Ökologie:     Pakadoo vermeidet Lieferverkehre und reduziert Emissionen. Der Service leistet einen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen urbaner Logistik. Dies umfasst die Anlieferung und die Retouren, die ebenfalls über den Pakadoo-Point erledigt werden können.

Ein spezieller Kalkulator, den Pakadoo online zur Verfügung stellt, ermöglicht die Berechnung der jährlichen CO2-Einsparung pro Zustellung oder pro Unternehmen.

Ökonomie:   Die Nutzung von Pakadoo vereinfacht und entspannt Abläufe und senkt damit die Kosten bei allen Beteiligten, also bei den Endkunden, bei deren Arbeitgebern und bei den KEP-Diensten.

Soziales:      Die Anlieferung privater Pakete im Unternehmen in einem geordneten logistischen Verfahren ist eine freiwillige soziale Leistung, die zur Work-Life-Balance der Mitarbeiter beiträgt.

 

„Pakadoo ist ein hervorragendes Beispiel für Nachhaltigkeit durch logistische Effizienz“, so der Juryvorsitzende DI Dr. Christian Plas. „Über das Dreieck von Endkunde, dessen Arbeitgeber und den jeweiligen KEP-Dienstleister hinaus profitiert die Allgemeinheit von einer erheblichen Reduzierung der Lieferverkehre.

Den Nachhaltigkeitspreis Logistik nahm Markus Ziegler, Geschäftsbereichsleiter Pakadoo bei der LGI Logistics Group International GmbH, in Wien entgegen. Überreicht wurden Urkunde und Preisplastik von DI Roman Stiftner für die BVL Österreich und von Prof. Robert Blackburn für die BVL Deutschland. „Ich freue mich, dass mit Pakadoo erstmals ein Start-up mit dem internationalen Nachhaltigkeitspreis Logistik ausgezeichnet wurde. Ein junges, kreatives Unternehmen, das zeigt, dass durch den Einsatz innovativer Technologien bedeutende nachhaltige Ergebnisse erzielt werden können“, so Roman Stiftner, Präsident der BVL Österreich.

Pakadoo ist als Corporate Start-up ein Geschäftsbereich der LGI Logistics Group International GmbH. 1995 aus Hewlett-Packard (HP) entstanden, gehört LGI mit fast 5000 Mitarbeitern an mehr als 45 Standorten weltweit zu den führenden Unternehmen in der europäischen Kontraktlogistik. LGI ist Teil der schwedischen Elanders Group, einem globalen Anbieter für Supply Chain Management, Print & Packaging und E-Commerce. Seit über 20 Jahren arbeitet die LGI als Anbieter von branchenspezifischen Logistiklösungen für renommierte Kunden aus den Sparten Automotive, Electronics, Fashion & Lifestyle, Health Care & Life Science und Industrial. LGI bietet außerdem Transportlösungen an, die die komplette Supply Chain abdecken: von der Auslieferung der Ware, über die Installation vor Ort bis hin zur Rückholung.

Die speziell für den Nachhaltigkeitspreis geschaffene Preisskulptur „open end“, die zusammen mit der Urkunde überreicht wurde, ist ein Werk des Cuxhavener Künstlers Andreas Green. Die Skulptur besteht aus den Naturmaterialien Holz, Leim, Sand und Pigment – ganz im Sinne des Gedankens der Nachhaltigkeit.

 

Zum Hintergrund:
Für den Nachhaltigkeitspreis Logistik sind Unternehmen aus Industrie, Handel und Dienstleistung sowie realisierte kooperative Forschungsprojekte zugelassen. Es können Arbeiten und Lösungen prämiert werden, die dem ganzheitlichen logistischen Grundsatz entsprechen und in allen drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie, gesellschaftliche Verantwortung – relevante Ergebnisse ausweisen.

Die bisherigen Preisträger sind
2012 Audi AG, Ingolstadt (D); 2013 Tchibo GmbH, Hamburg (D); 2014 Schachinger Logistik GmbH, Hörsching (A); 2015 Flughafen Stuttgart GmbH, Stuttgart (D); 2016 Österreichische Post, Wien (A); 2017 memo AG, Greußenheim (D)

Der Jury für den Nachhaltigkeitspreis Logistik 2018, für deren ehrenamtliches Engagement sich die beiden Logistikvereinigungen bedanken, gehörten an:

  • DI Dr. Christian Plas, Vorsitzender der Jury, Gründer und Geschäftsführender Gesellschafter, denkstatt GmbH, Wien
  • Univ. Prof. Mag. Dr. Manfred Gronalt, Institutsleiter, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik, Universität für Bodenkultur, Wien
  • Heitzer, Leiterin Logistik Konzern, Rewe Group, Köln
  • Katrin Hinne-Mohrmann, Leiterin Forschungs- und Innovationsmanagement, Strategie Transport und Logistik, DB Mobility Logistics AG, Frankfurt
  • DI Dr. Georg Pölzl, Vorstandsvorsitzender, Generaldirektor (CEO), Österreichische
    Post AG, Wien, Preisträger 2016
  • Mag. Stefan Krauter, Chairman, CEO, cargo-partner GmbH, Fischamend
  • Frank Schmähling, Vorstand Logistik, memo AG, Greußenheim, Preisträger 2017
  • Walter Schoefer, Geschäftsführer, Flughafen Stuttgart GmbH, Preisträger 2015

Rückfragen bitte an
Sabine Lukas, Bundesvereinigung Logistik Österreich
Tel.: +43 664 1593 494
Mail: sabine.lukas@lukas-pr.com; Internet: www.bvl.at

Ulrike Grünrock-Kern, Bundesvereinigung Logistik Deutschland
Tel.: +49 421 173 84 21
Mail: gruenrock-kern@bvl.de; Internet: www.bvl.de

Ulrike Morlock, pakadoo Work-Life-Logistics
Tel.: +49 161 926 1829
Mail: presse@pakadoo.de; Internet: www.pakadoo.de 

 

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