Rhenus und Geiger: 5 Mio. Euro Investition im Hafen Kehl

Teerhaltige Stoffe aus dem Straßenbau und Rückstände im Erdreich einer Tankstelle: Solche Bauabfälle bedürfen einer speziellen Behandlung unter strengen Auflagen, bevor sie entsorgt oder wiederverwendet werden können. Für diesen Zweck haben Rhenus und Geiger eine neue Abfallumschlags- und Behandlungsanlage am Kehler Hafen eröffnet. Bei einer Investitionssumme von mehr als 5 Mio. Euro und mit hochmoderner technischer Ausstattung erfüllt sie die höchsten geltenden Standards und ist damit in Deutschland nahezu einzigartig. 

Die vornehmlich aus der Region stammenden Abfälle kommen im Kehler Hafenbecken an, werden in der Anlage bearbeitet – etwa gesiebt, gebrochen und homogenisiert – und anschließend per Lkw, Bahn oder Binnenschiff weitertransportiert. Damit keine Stoffe in die Umgebung freigesetzt werden, ist die Anlage vollständig geschlossen – vom speziellen Bodenbelag über die Reifenwaschanlage bis hin zum Hallendach. Beim Transport der Abfälle über ein gekapseltes Förderband wird ständig Luft abgesaugt. Ins Schiff werden die Materialien zudem sanft über eine Kaskade abgesetzt, so dass auch dort keinerlei Staubentwicklung auftreten kann.

Rhenus Port Logistics Rhein-Neckar übernimmt alle umschlag- und wassernahen Dienstleistungen für Geiger. Dazu gehört die gesamte Logistik vor Ort. Geschäftsführer Uwe Veith beschreibt die Relevanz des Projekts: „Wir eröffnen in Kehl eine der modernsten Abfallumschlags- und behandlungsanlagen trimodaler Art in Deutschland. Wir sind damit auf dem neusten Stand der Technik und in einer Vorreiterrolle: Das wird künftig der neue Standard sein.“

Als alleiniger Betreiber der Anlage verantwortet Geiger die Abfallbehandlung und die wegen der komplizierten Genehmigungssituation geforderte umfassende Dokumentation samt Anfertigung von Rückstellproben. „Für die strategische Ausrichtung der Geiger-Gruppe ist der Standort Kehl mit Anbindung an den Rhein sehr bedeutend. Dadurch können wir die Abfalltransporte weg von der Straße ziehen und so deutlich CO2 einsparen“, so Martin Haberstock, technischer Geschäftsfeldleiter Entsorgung bei Geiger.

Nach siebenjährigem Planungs- und Genehmigungsverfahren nimmt die Anlage nun den Betrieb auf. Rhenus und Geiger planen perspektivisch, eine Menge von jährlich 150.000 bis 200.000 Tonnen Abfälle in der Anlage umzuschlagen.

www.geigergruppe.de; www.rhenus.group

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