Virtuelles Logistikzentrum im Wirtschaftsbereich

Virtual Reality und Logistik: Es ist auf den ersten Blick schwierig, eine Verbindung zwischen diesen beiden Begriffen herzustellen. Das liegt aber in erster Linie nur daran, dass unsere Gehirne auf alte Muster programmiert sind und deshalb nicht sofort den Zusammenhang erkennen können. Denn wer sich ein wenig genauer mit dem Thema auseinandersetzt, wird schnell bemerken, dass die virtuelle Realität längst Einzug gehalten hat in die großen Logistikzentren des Landes, aber auch in viele andere Wirtschaftsbereiche.

Bei DB Schenker gibt es heute schon die Möglichkeit, mit VR-Brillen eine virtuelle Besichtigung des Logistikzentrums durchzuführen. Neue Mitarbeiter können so geschult werden, ohne den täglichen Arbeitsablauf zu stören. Pixabay.com © geralt CCO Public Domain

Werksbesichtigung mit VR-Brillen

Wer sich als Besucher ein wenig im Logistikzentrum von DB Schenker umsehen möchte, kann das jetzt einfach auf virtuelle Art und Weise machen. Das hat zahlreiche Vorteile, denn in so einem riesigen Lager gelten umfangreiche Sicherheitsvorschriften und die Mitarbeiter wollen ungestört ihre Arbeit erledigen, ohne dabei befürchten zu müssen, auf ortsunkundige Besucher zu treffen, wenn sie mit ihrem Gabelstapler um die Ecke biegen.

Durch die VR-Brillen hat DB Schenker mit dem sogenannten Schenker Casino die Möglichkeit geschaffen, seinen Besuchern die Lagerumgebung zu Schulungs- oder Demonstrationszwecken zu zeigen, ohne dabei mit dem laufenden Betrieb zu kollidieren. Die Besucher können dabei die Umgebung aus der eigenen Perspektive besonders realitätsnah erleben. Auf simulierten Rundgängen haben Besucher die Möglichkeit, Sicherheitsmängel und Beschädigungen im Lager aufzuspüren und diese im Bedarfsfall auch gleich zu beseitigen.

Darüber hinaus kann das Verpacken von Waren in einer virtuellen Umgebung spielerisch geübt werden. Wer möchte, kann sich zum Abschluss auch noch in einen Vogel verwandeln und sich die Halle einfach ein wenig aus der Vogelperspektive ansehen. Höhenangst sollte man dabei allerdings keine haben, denn bereits die Simulation sorgt für ein entsprechendes Kribbeln in der Magengegend.

Damit ist aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Laut Christina Kunze, Senior Projektmanagerin bei DB Schenker, sind die Erfahrungen der Kolleginnen und Kollegen aus dem operativen Einsatz so positiv, dass eine Ausweitung des Schenker Casinos auf andere Sparten angedacht ist. Zunächst einmal ist dabei die Luft- und Seefracht angedacht, mittelfristig soll schließlich eine virtuelle DB Schenker Logistikwelt daraus entstehen.

Vielleicht können die Mitarbeiter dort dann tatsächlich zum Zeitvertreib ein wenig Zeit im firmeneigenen VR-Casino verbringen. Was uns zu der Frage bringt: Gibt es eigentlich bereits VR-Casinos im Meta-Universum?

VR-Casinos im Meta-Universum: Bereits Realität oder doch nur Zukunftsvision

Um die Frage zu beantworten, muss zunächst einmal darauf eingegangen werden, worum es sich genau beim Meta-Universum handelt. Der Begriff ist in aller Munde, seit sich Mark Zuckerberg dazu entschlossen hat, sein Firmenimperium in „Meta“ umzubenennen.

Vereinfacht ausgedrückt ist das Meta-Universum, oder das Metaverse, wie der englischsprachige Begriff dafür lautet, ein zweiter menschlicher Raum parallel zur realen Welt. Zukünftig haben Menschen im Metaverse ihren eigenen autonomen Doppelgänger, der dort sein eigenes Leben abseits der „echten“ Welt führen und dort beispielsweise auch ein wenig im Casino zocken kann.

Was uns wieder zurück zu der Frage bringt, ob es solche Anwendungen bereits gibt. In jener Umgebung, die Marc Zuckerberg als sein Metaverse bezeichnet, gibt es das noch nicht, allerdings an einem anderen Ort: Im Decentraland.

Was ist das Decentraland?

Beim Decentraland handelt es sich um eine virtuelle Blockchain-Welt. Nutzer können sich dafür einen eigenen Avatar erstellen und diese Meta-Umgebung kostenlos betreten. Die Inhalte in dieser Welt werden ausschließlich von der Community erzeugt. Daher hat die Plattform auch ihren Namen: Es wird großer Wert auf Dezentralität gelegt. So haben User auch die Möglichkeit, Minispiele zu programmieren und den anderen Usern im Decentraland zur Verfügung zu stellen.

Das ist aber nicht gleichbedeutend damit, dass es sich dabei auch um einen wirtschaftsfreien Raum handelt. Ganz im Gegenteil: Der Handel spielt eine sehr wichtige Rolle im Decentraland. Etwa, wenn es darum geht, seinen Avatar einzukleiden oder ihm ein passendes Grundstück zu kaufen.

Wohin die Reise dabei langfristig gehen könnte, scheint vorprogrammiert zu sein: Die Märkte werden auf den Trend wohl so reagieren, dass selbst Glücksspiel Unternehmen wie https://besteonlinecasinos.com/, Künstler sowie diverse Händler wie Adidas und Co. neue Chancen in diesem digitalen Markt suchen werden. Kreative Immobilienmakler haben ebenfalls die Möglichkeit, ihre Geschäftstätigkeit in die virtuelle Welt zu verlagern. Wer sich frühzeitig die besten Grundstücke sichert, hat wohl die besten Chancen, um hier erfolgreich zu sein.

Im Decentraland können User schon heute ein VR-Casino besuchen. Pixabay.com © kalhh CCO Public Domain

Welches Meta-Universum wird sich langfristig durchsetzen?

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich eine bestimmte Plattform im Meta-Universum durchsetzen wird. Die große Frage, die sich dabei stellt, ist jedoch, ob es sich dabei tatsächlich um Decentraland handeln wird.

Dafür spricht jedenfalls der First Mover Advantage. Also die Tatsache, dass Decentraland der erste Player am Markt war. Auch die offene Blockchain-Umgebung ist ein klarer Vorteil. Argumente dagegen sind jedoch die Bekanntheit sowie der aktuelle Durchdringungsgrad. Derzeit nützt nur eine sehr geringe Anzahl an Usern Decentraland und es handelt sich dabei keineswegs um ein Massenphänomen.

Die Chance für Decentraland besteht unter Umständen darin, von einem der großen Player wie eben Marc Zuckerberg oder dem Alphabet-Konzern (Google) entdeckt und weiterentwickelt zu werden, um sich den Aufwand für komplizierte Eigenentwicklungen zu sparen.

Eines ist dabei jedoch zu berücksichtigen: Bevor Apple das Smartphone erfunden hat, konnte niemand ahnen, dass diese Erfindung unser aller Leben völlig umkrempeln wird. Genauso wenig ist aus heutiger Sicht vorauszusehen, welche Erfindungen es im Zusammenhang mit virtuellen Umgebungen in der Zukunft geben wird.

Virtual Reality kann Menschenleben retten

Wozu die virtuelle Realität insgesamt in der Lage ist, zeigt heute schon ein Projekt des DRK Herford. Mit VR-Brillen können dort Sanitäter in der Ausbildung in unterschiedliche Szenarien eintauchen und so das Geschehen über die Brille hautnah miterleben.

Dadurch lassen sich Erste-Hilfe-Fälle wie etwa Autounfälle besonders realitätsnah üben. Kommt es dann zum ersten Einsatz in der Praxis, sind die Helfer wesentlich besser auf die jeweilige Situation vorbereitet. Im Ernstfall kann genau das den Unterschied machen, ob eine Person überlebt oder nicht. Richtig eingesetzt ist das Meta-Universum also durchaus dazu in der Lage, Menschenleben zu retten.

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