Zoll: Deutlich mehr Anmeldungen im Güterverkehr

Die knapp 1.600 österreichischen Zöllnerinnen und Zöllner haben im vergangenen Jahr rund 700.000 Einsätze und Kontrollen durch. Alleine im Bereich des Güterverkehrs bewältigen sie mehr als 7 Mio. Anmeldungen (2020: 4,2 Mio.). Gegenüber dem ersten Pandemiejahr 2020 bedeutet das eine Steigerung der Anmeldungen von rund 68 Prozent.

Heike Fetka-Blüthner, Vorständin des Zollamts Österreich: „Die Kolleginnen und Kollegen haben ihre Flexibilität und ihr Engagement vor allem in den vergangenen beiden Jahren unter Beweis gestellt. Dass seit 1. Jänner 2021 die Aufgaben und Prozesse des österreichischen Zolls im Zollamt Österreich gebündelt sind, hilft in der täglichen Arbeit, sichere Rahmenbedingungen für Wirtschaft und Konsumenten zu gewährleisten.“

Zu den Kompetenzen des Zolls gehört auch, die korrekte Erhebung von Verbrauchsteuern zu kontrollieren und zu gewährleisten. Insgesamt hat der österreichische Zoll im Vorjahr rund 7,1 Mrd. Euro im Rahmen seiner Aufgaben an Steuern eingehoben (2020: 6,7 Mrd. Euro). Den größten Anteil an den Einnahmen 2021 hatte mit rund 4,12 Mrd. Euro die Mineralölsteuer (2020: 3,8 Mrd. Euro), gefolgt von der Tabaksteuer mit rund 2,14 Mrd. Euro (2020: 2 Mrd. Euro).

Auch für die Erhebung der Einfuhrumsatzsteuer ist grundsätzlich die Zollbehörde zuständig. Im Jahr 2021 betrug diese 335 Mio. Euro (2020: 299 Mio. Euro). Dabei kam es im Vorjahr zu einer weitreichenden gesetzlichen Änderung: Seit 1. Juli 2021 werden alle Online-Bestellungen aus Staaten außerhalb der EU ab dem ersten Cent gleich besteuert – und damit der Situation im nationalen Bereich und im Verkehr zwischen den Mitgliedstaaten der EU gleichgestellt.

„Mit dem Entfall der Einfuhrumsatzsteuer-Freigrenze für Importe helfen wir dem heimischen Handel in schwierigen Zeiten und sorgen für mehr Fairness besonders für unsere österreichischen KMU. So schützen wir die heimische Wirtschaft vor unfairem und betrügerischem Vorgehen“, so Finanzminister Magnus Brunner.“

Davor war auf Paketsendungen unter dem Wert von 22 Euro keine Einfuhrumsatzsteuer erhoben worden, was zu massiven Umgehungsversuchen geführt hat: Versender gaben bewusst einen niedrigeren Warenwert an, um keine Einfuhrumsatzsteuer abführen zu müssen. Seit dem Entfall der Steuer-Freigrenze ist laut Post ein deutlicher Rückgang von 50 Prozent an Sendungen aus Drittstaaten wie zum Beispiel China zu bemerken.

www.bmf.gv.at

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