17 Jahre nach der Gründung startet Chaps & More ins Online-Geschäft

„Wie die Jungfrau zum Kinde“, so sei sie zum Arbeitsschutz gekommen, erinnert sich Angelika Thaler-Jung. Zwar sei sie in einer Unternehmerfamilie groß geworden, habe sich jedoch zunächst für eine Anstellung als Bekleidungstechnikerin entschieden.
„Ich war nach der Festanstellung schon 12 Jahre mit meiner Unternehmensberatung selbständig, als mich ein Bekannter angesprochen hat, ob ich einen Knieschutz für Estrichleger entwickeln könnte“, erzählt Thaler-Jung. Das Ergebnis des Freundschaftsdienstes kam so gut an, dass Thaler-Jung die Beinlinge erst als Patent anmeldete und dann gleich mit Chaps & More in Produktion ging. Das war vor 17 Jahren. Durch den engen Austausch mit den Handwerkern konnte Chaps & More in den Jahren viele weitere Innovationen entwickeln. Inzwischen stellt Thaler-Jung mit ihrem Unternehmen ein breites Angebot an Knieschonern, Armschützern, speziellen Beinlingen, Estrichhosen, Schürzen und Gamaschen her, das sie europaweit an Handwerksbetriebe und Händler vertreibt.

Einen neuen Schritt in ihrer Geschichte als Unternehmerin hat Angelika Thaler-Jung Ende letzten Jahres mit der Bewerbung für Unternehmerinnen der Zukunft getan. „Ich bin westfälische Landesvorsitzende des Verbands deutscher Unternehmerinnen (VdU), der gemeinsam mit Amazon Unternehmerinnen der Zukunft initiiert hat. So bin ich auf das Förderprogramm aufmerksam geworden.“ Ihre Idee sei es gewesen, über die Teilnahme an Unternehmerinnen der Zukunft Know-How im E-Commerce-Bereich zu gewinnen und sich so ein zusätzliches Kundenfeld zu erschließen. „Ich habe zwar schon seit vielen Jahren einen Onlineshop. Doch dabei handelt es sich hauptsächlich um eine Info-Seite für unsere Geschäftskunden“, berichtet Thaler-Jung.

Große Stärke: Die Begeisterung für das Produkt.
Auf ihrem Weg in den E-Commerce wird Thaler-Jung von Coach Sandra Olzick unterstützt. Das sei „wie ein Sechser im Lotto“ gewesen, schwärmt Thaler-Jung: „Wir ticken gleich, Sandra hat mit ihrem Shop ‚Medizinprodukte Berlin‘ selbst viel Erfahrung als Unternehmerin und versteht deshalb sehr gut, was mir wichtig ist.“ Olzick geht es zunächst darum, die erfahrene Offline-Unternehmerin Schritt für Schritt an das Online-Geschäft heranzuführen, sie mit den wichtigsten Tools vertraut zu machen und gemeinsame Ziele zu formulieren.

Der erste Erfolg sei es gewesen, Produkte von Chaps & More auf Amazon.de zu bringen und damit erste Verkäufe zu erzielen. Beim Erstellen der Produktbeschreibungen für die Amazon-Angebotsseiten, habe sich laut Coach Sandra Olzick die große Erfahrung von Angelika Thaler-Jung sofort bemerkbar gemacht: „Angelika liebt ihre Produkte. Sie kann die Eigenschaften und Vorzüge ihrer Artikel unheimlich gut beschreiben.“

Herausforderung Internationalisierung: Jedes Land tickt anders.
Ein zweites Ziel im Rahmen von Unternehmerinnen der Zukunft ist es, die Arbeitsschutzartikel von Chaps & More auch im Ausland zu verkaufen. „Schon heute gehen 20 Prozent unserer Produkte in den Export – praktisch in alle Länder Europas, außerdem in die USA, nach Kanada und Südkorea“, berichtet Angelika Thaler-Jung. „Durch den Online-Vertrieb erwarte ich, den Anteil zu erhöhen.“ Wir wissen sehr genau, in welchen Ländern man unsere Produkte einsetzen kann, wo beispielsweise Estriche verlegt werden oder das Steinmetzhandwerk sehr ausgeprägt ist. Nun gelte es herauszufinden welche speziellen Artikel in den jeweiligen Ländern online nachgefragt würden, so Thaler-Jung. Coach Sandra Olzick sieht in der Internationalisierung des Online-Geschäfts großes Potenzial für Chaps & More: „Vor allem Großbritannien und Frankreich sind riesige Märkte. Angelika ist dort inzwischen auf den Amazon-Marktplätzen vertreten und hat bereits gute Verkäufe erzielt.“

Außerdem haben Olzick und Thaler-Jung im Rahmen des Förderprogramms auch die Webseite mit dem B2B-Shop von Chaps & More überarbeitet. „Vor allem was die Qualität der Produktbilder betrifft, haben wir uns hier mittlerweile deutlich gesteigert“, berichtet die Unternehmerin. Die Teilnahme an Unternehmerinnen der Zukunft sei zwar mit viel Arbeit verbunden, „doch je länger ich im Programm bin, umso mehr Sinn macht inzwischen alles“, ist sich Thaler-Jung sicher. Das bestätigt auch Sandra Olzick: „Angelika lernt durch das Programm einen für sie ganz neuen Vertriebsweg kennen und das mit einer Unterstützung, die es sonst so nicht gäbe – das ist eine große Chance!“

Mit ihrer gemeinsamen Initiative „Unternehmerinnen der Zukunft“ fördern der Verband deutscher Unternehmerinnen, Global Digital Women – ein internationales Netzwerk von Gestalterinnen der Digitalbranche, Brigitte Academy und Amazon Inhaberinnen und Geschäftsführerinnen von Unternehmen, die ihr stationäres Geschäft mit dem Start in den Online-Handel erweitern oder ihre bestehende Online-Präsenz ausbauen wollen. Im Kern des Programms steht die individuelle Begleitung aller Teilnehmerinnen durch Experten-Coaches – allesamt erfahrene Unternehmensgründerinnen, E-Commerce Experten, Amazon Händlerinnen bzw. Händler oder Blogger. Weitere Informationen zum Programm gibt es unter www.amazon.de/unternehmerinnenderzukunft

 

Quelle: AMAZON

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