China will von deutschen Logistikern lernen

Um das Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte zu sichern, wollen sich Chinas Logistiker stärker an innovativen Logistikkonzepten aus Deutschland orientieren. Eine Delegation der Handelsvereinigung China Federation of Logistics and Purchasing (CFLP) machte bei der Schäflein AG in Schwerte Station. Der Schweinfurter Logistiker betreibt dort ein Logistikzentrum für die Bosch Rexroth AG, weltweit führender Hersteller von Antriebs- und Steuerungstechnik.
 
Chinas Wirtschaft nimmt wieder Fahrt auf. Das meldete die CFLP vergangen Woche in Peking. Danach ist der viel beachtete Einkaufsmanagerindex für die Industrie wieder über die Wachstumsschwelle von 50 Punkten gestiegen. Damit es für die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt weiter aufwärts geht, wollen Chinas Logistiker von innovativen Logistikkonzepten „Made in Germany“ lernen.
 
„Das starke Wirtschaftswachstum in der Volksrepublik China erfordert eine ständig wachsende Leistungsverbesserung der dortigen Logistikunternehmen und den Einsatz ressourcenschonender Konzepte“, sagte ein Vertreter der 25-köpfigen Delegation, die auf ihrer Deutschlandreise bei dem Logistiker Schäflein AG in Schwerte Station machte. 
 
Besonderes Interesse zeigten die chinesischen Logistik-Experten an Konzepten, die über traditionelle Funktionen in Transport, Umschlag und Lagerung hinausgehen. „Der Fokus unserer chinesischen Branchenkollegen liegt auf industrienahen Logistiklösungen, die den Unternehmen im Reich der Mitte helfen sollen, schlanker, schneller, aber auch umweltfreundlicher zu produzieren“, berichtet der Vorstandsvorsitzende der Schäflein AG, Achim Schäflein.
 
Der Besuch des Schweinfurter Logistikunternehmens fand im Rahmen einer 14-tägigen Deutschlandreise zum Thema „Mehrwertleistungen in der Logistik“ statt, die das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und das Bremer Beratungsunternehmen ITECO Consulting organisiert hatten.
 
Ziel der Reise war nicht nur, einen Informationsaustausch zwischen den Logistik-Fachleuten beider Nationen zu ermöglichen, sondern aus den Erstkontakten tragfähige Beziehungen für eine spätere Zusammenarbeit zu entwickeln. „Im Zuge der weiterhin wachsenden Internationalisierung werden Netzwerke mit deutschen und europäischen Partnern angestrebt“, so ein CFLP-Sprecher.

Quelle: 3F
 

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