IV-NÖ-Präs. Salzer: „Sicherheit, Fachkräfte und Innovationen sind Basis für Fortschritt“

9. November 2018 10:14

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„Damit Niederösterreich auch in Zukunft als Wirtschaftsstandort erfolgreich ist, brauchen wir politische Stabilität und Sicherheit, gut ausgebildete Fachkräfte und den Fokus auf Forschung und Innovationen“, so IV NÖ-Präsident Thomas Salzer bei der Ordentlichen Vollversammlung 2018 im Museum Niederösterreich. 

Ein Jahr nachdem die IV-NÖ das Kooperationsabkommen mit dem Land NÖ abgeschlossen hatte, zieht Salzer Bilanz: „Erste Maßnahmen – etwa im Bereich Bürokratieabbau oder digitale Einreichung – wurden bereits umgesetzt. Trotzdem müssen wir weiter daran arbeiten, dass unsere Verwaltung effizienter wird, wir müssen die Lehrlings- und Fachkräfteoffensive weiterverfolgen und Niederösterreich als Hightech-Standort weiterentwickeln.“

Aus diesem Grund stand die Vollversammlung der IV-NÖ unter dem Motto „Fortschritt? Aber sicher!“. „Ohne Fortschritt werden wir im internationalen Wettbewerb abgehängt. Damit Fortschritt möglich ist, brauchen Unternehmen jedoch Planungssicherheit, die besten Köpfe und die richtigen Rahmenbedingungen, um Innovationen umsetzen zu können“, so der IV-NÖ-Präsident.

ZT: LH Mikl-Leitner: „In unsicheren Zeiten ist Standortsicherheit umso wichtiger“

„Wir leben in einer Zeit der politischen Unsicherheit – wenn wir uns in Europa um-sehen, aber auch, wenn wir weiter in die Welt blicken. Gerade in solchen Zeiten wird Standortsicherheit für heimische Unternehmen umso wichtiger – und die Industriellenvereinigung Niederösterreich ist dabei für uns ein wichtiger Partner und Stabilitätsfaktor“, erklärte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit. „Für mich ist klar: Der Erfolg des Landes Niederösterreich ist wesentlich getragen vom Erfolg unserer Industriebetriebe“, so die Landeshauptfrau.

ZT: Landespolizeidirektor Kogler: „Cyberkriminalität bedroht unseren Wohlstand“

Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung nehme die Datensicherheit eine immer größere Bedeutung für den Wirtschaftsstandort ein, wie Landespolizeidirektor Konrad Kogler und Josef Riedinger, Leiter der Cybercrime Unit des Landeskriminalamts NÖ, in ihrem Gastreferat bei der Vollversammlung erklärten. Aus diesem Grund bietet etwa das Innenministerium Planspiele an, bei denen Hackerangriff auf Unternehmen simuliert werden, um Sicherheitslücken aufzudecken. „Dazu zählen etwa ein Passwortdiebstahl im großen Stil oder ungewollte Geldtransaktionen von Unternehmenskonten an Cyberkriminelle. Die Teams, die den Angriff abwehren sollen, bestehen aus Experten aus den Bereichen IT, Recht, Öffentlichkeitsarbeit und Krisenmanagement“, so Riedinger.

ZT: Mittermayer: „Energieversorgung ist in Niederösterreich gesichert“

Im dritten Referat des Abends sprach EVN-Vorstandsdirektor Franz Mittermayer über die Versorgungssicherheit bei elektrischer Energie. „Um die hohe Versorgungssicherheit in Niederösterreich zu gewährleisten, ist eine ständige Anpassung der Netz-Infrastruktur notwendig. Selbst, wenn es zu einem Blackout kommen sollte, ist die EVN in der Lage, mit eigenen Kraftwerken einen Netz-Wiederaufbau vorzunehmen. Der beste Schutz vor einem Blackout und seinen Folgen sind die regelmäßigen Krisenübungen der EVN gemeinsam mit dem Land NÖ, den Bezirkshauptmannschaften und den NÖ Einsatzorganisationen wie den Freiwilligen Feu-erwehren und der Exekutive“, so Mittermayer.

ZT: Salzer: „Bildungssystem muss zukunftsfit gemacht werden“

„In Niederösterreich funktioniert die Kooperation zwischen Industrie und Politik sehr gut“, erklärte Salzer und bedankte sich bei Landeshauptfrau Mikl-Leitner für die gute Zusammenarbeit im Rahmen des Industrieabkommens. „Auch die Bundesregierung hat erkannt, wie wichtig die Industrie für unseren Alltag und unseren Wohlstand ist und längst angekündigte Reformen umsetzt. Das neue Arbeitszeitgesetz war ein absolut notwendiger Schritt, um den Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht zu werden“, so der IV-NÖ-Präsident. Baustellen gebe es derzeit noch im Bildungsbereich. „Wir müssen hinterfragen, ob unser Bildungssystem für die Zukunft gerüstet ist. Bereits jetzt haben acht von zehn Industriebetrieben Probleme bei der Rekrutierung von Fachkräften im technischen Bereich. Außerdem gibt es immer noch viel zu wenig Maturantinnen und Maturanten, die sich für ein technisches Studium entscheiden.“

Industriellenvereinigung Niederösterreich.
Die Industriellenvereinigung Niederösterreich (IV-NÖ) ist eine politisch unabhängige und private Interessensvertretung auf freiwilliger Basis und hat aktuell rund 400 Mitgliedsbetriebe. Seit November 2015 ist Thomas Salzer, Geschäftsführer der Salzer Papier GmbH aus St. Pölten, Präsident der IV NÖ. Weitere Informationen: www.niederoesterreich.iv.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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