IV-Präsident Knill: Wichtiger Meilenstein für Umsetzung des Chips Act in Österreich gelungen

3 Mrd. Euro für Investitionen am Standort Österreich bis 2031 vorgesehen – Starkes Signal für Innovationsstandort sowie Sicherung und Schaffung tausender Arbeitsplätze

Die Industriellenvereinigung (IV) begrüßt die von der Bundesregierung durch Bundesminister Kocher und Staatssekretär Tursky angekündigten Investitions- und Standortförderungen in den Zukunftsbereich der Mikroelektronik. Denn „Chips sind unverzichtbar und ermöglichen breite Anwendermärkte: Nahezu alle Anwendungsfelder des täglichen Lebens werden durch Halbleiter ermöglicht. Sie schaffen die Basis für Innovationen, auch die Dekarbonisierung hängt von der Verfügbarkeit von Halbleitern ab. Österreich hat sich in diesem Bereich eine Spitzenposition erarbeitet, die es nun zu halten und weiter auszubauen gilt. Die heutige Ankündigung ist daher ein großer Schritt für die heimische Industrie und Meilenstein für die Umsetzung des Chips Act in Österreich“, zeigt sich Georg Knill, Präsident der Industriellenvereinigung (IV) erfreut.

„Österreich verfügt über eine außerordentlich starke Mikroelektronikindustrie mit hoher Dichte an Unternehmen, die entlang der Wertschöpfungskette hervorragend zusammenarbeiten. Sie sorgen für hohe Wertschöpfung in Österreich und sind mit europäischen Partnern und Forschungseinrichtungen gut vernetzt. Damit nehmen diese Unternehmen eine herausragende volkswirtschaftliche Rolle ein und sind in zentralen Bereichen, wie der Digitalisierung und Ökologisierung wichtige Weltmarktführer“, so Knill und meint weiter: „Sehr erfreulich ist daher, dass die Bundesregierung die Umsetzung des EU Chips Act in Österreich ermöglicht. Insgesamt ist für die Jahre bis 2031 eine Summe von bis zu 3 Mrd. Euro für die nationale Umsetzung des Chips Act budgetiert. Dadurch können Investitionen von mehr als 7 Mrd. Euro im österreichischen Halbleiterbereich ausgelöst werden.“

So können strategisch wichtige Forschungs- und Entwicklungsprojekte, ebenso wie signifikante Investitionen in Produktionsstätten der Schlüsseltechnologie Mikroelektronik in Österreich realisiert werden und tausende Arbeitsplätze gesichert und ausgebaut werden. Die nationale Dotierung stärkt damit klar den strategisch wichtigen Schlüsseltechnologiebereich Mikroelektronik und trägt maßgeblich dazu bei, die heutige Spitzenposition des Standorts Österreich und damit hohe Wertschöpfung auszubauen.

Besonders wichtig ist, dass die Finanzierung zur Umsetzung des Chips Act vollumfänglich sichergestellt wird. Die IV begrüßt, die gesetzliche Ermächtigung für den Bundesminister für Arbeit und Wirtschaft, die es ermöglicht, für die Umsetzung insgesamt bis zu 2,8 Mrd. Euro für die Jahre bis 2031 zu investieren. Davon sind 150 Mio. Euro allein im Jahr 2024 eingeplant. Für Forschung und Entwicklung im Bereich der Mikroelektronik sind zudem vom Klimaschutzministerium für die Teilnahme österreichische Unternehmen an den europäischen Kooperations-Projekten im Chips-JU, den Pilotlinien sowie an Kompetenzzentren und den Design-Plattformen von 2024 bis 2027 zunächst Investitionen in Höhe von 90 Mio. Euro vorgesehen.

Zudem ist das IPCEI Mikroelektronik 2 (ME/CT) eine wichtige Voraussetzung für den Chips Act im Sinn von hochinnovativer Forschung & Entwicklung sowie des „First Industrial Deployments“. Die seitens des Wirtschaftsministeriums beschlossene Aufstockung der Budgetmitteln in der Höhe von 50 Millionen Euro wird daher ausdrücklich begrüßt. Damit stehen für IPCEI Mikroelektronik 2 insgesamt 225 Millionen Euro zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:
Industriellenvereinigung
Marlena Mayer
Pressesprecherin
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