Lagerorganisation bei Alex Sweets: Klare Kennzeichnung als Schlüssel zum Erfolg
Mit neuem ERP-System und systematischer Stellplatzkennzeichnung reduziert der Süßwarengroßhändler Suchzeiten, Fehler und Bestandsdifferenzen im chaotischen Hochregallager.
Im November 2025 hat die Alex Sweets GmbH in Aachen ein neues ERP-System eingeführt, das eine umfassende Neuordnung ihres Lagers erforderte. Die Digitalisierung machte eine eindeutige Identifizierbarkeit jedes Lagerplatzes zur Voraussetzung – eine Aufgabe, die das Unternehmen an die ONK GmbH übertrug. Das Ergebnis: Deutlich geringere Suchzeiten, weniger Kommissionierfehler und minimierte Bestandsdifferenzen.
Vor der Umstellung war das Lager von historisch gewachsenen, manuellen Prozessen geprägt. Ein- und Auslagerungen erfolgten teils papierbasiert und über verschiedene Abteilungen, ohne zentrale Buchungen oder Echtzeitbestände. Zwar gab es eine Gangbeschilderung, doch fehlte eine klare Stellplatzkennzeichnung.
Das führte zu langen Suchzeiten, Fehlern bei der Kommissionierung und Differenzen im Bestand. Janick Hoffmann, Geschäftsführer Operations bei Alex Sweets, fasst zusammen: „Ziel war es, die Prozesssicherheit zu erhöhen, Bestände zu synchronisieren und Fehlerquellen systematisch zu beseitigen. Ohne eine strukturelle Neuordnung des Lagers wäre das nicht möglich gewesen.“
Das Lager umfasst 2.000 Palettenstellplätze in Hochregalen und arbeitet mit chaotischer Lagerhaltung, bei der jeder freie Platz systemgeführt belegt wird. Diese Flexibilität erfordert eine präzise Kennzeichnung aller Stellplätze als systemkritische Infrastruktur. ONK entwickelte und montierte Mitte Oktober neue Kennzeichnungslösungen: Gangschilder zur Orientierung und mehrstufige Etiketten mit vier nebeneinander angeordneten QR-Codes auf farblich differenziertem Hintergrund für jede Ebene. Die Stellplatzkoordinaten sind sowohl im Barcode als auch in Klarschrift vermerkt, was die Prozesssicherheit und Kontrolle im Alltag erhöht.

Besondere Anforderungen galten der Scanbarkeit der Codes aus kurzer Distanz unter realen Bedingungen mit Staub, wechselndem Licht und mechanischer Belastung. Materialqualität, Haftung und Widerstandsfähigkeit spielten dabei eine entscheidende Rolle.
Die Zusammenarbeit mit ONK überzeugte durch Spezialisierung und Projekterfahrung. Nach einer gemeinsamen Begehung des Lagers wurden Positionierung, Sichtachsen und Scanbedingungen vor Ort analysiert. Testmuster ermöglichten die Prüfung von Material, Größe und Scanbarkeit im Echtbetrieb. Planung, Abstimmung und Montage erfolgten termingerecht und strukturiert – ein wichtiger Faktor für den ERP-Start. Janick Hoffmann zieht ein positives Fazit: „Wir sind sehr zufrieden mit ONK und würden sie für ähnliche Projekte jederzeit wieder beauftragen.“ Heute sind alle 2.000 Palettenstellplätze digital im ERP-System erfasst und physisch klar gekennzeichnet. Die Ein- und Auslagerungen laufen systemgeführt, Suchzeiten und Kommissionierfehler sind deutlich gesunken, Bestandsdifferenzen wurden nachhaltig reduziert. So funktioniert die chaotische Lagerhaltung jetzt auf einer stabilen und transparenten Datenbasis. (RED)



