Letzte Meile: Sind GPS-gesteuerte Roboter die Zukunft?

5. März 2018 08:20

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Noch sorgen sie bei Passanten vor allem für Überraschung, die Zustellroboter von Starship Technologies. Rund 70 Zentimeter lang, 55 Zentimeter breit und mit sechs Rädern versehen, findet „6D9“ dank GPS-Steuerung eigenständig seinen Weg. Ampeln, Schlaglöcher und entgegenkommenden Passanten weicht der Lieferroboter zuverlässig aus. „Der Roboter nutzt eine anspruchsvolle Sensor-Suite, um autonom zu fahren und Hindernisse zu vermeiden. Dazu gehören Computer Vision, Elemente des maschinellen Lernens, Radar, Ultraschall-Sensoren sowie Stereo- und TOF-Kameras“, erklärt Henry Harris-Burland, Marketingleiter von Starship Technologies.

Vielfältige Informationen zur Mensch-Roboter-Interaktion dank Pilotprojekt
Bald könnten Zustellroboter ganz natürlich zum Stadtbild gehören, ist Harris-Burland überzeugt. Denn sowohl Unternehmen als auch Kundenkreis wachsen. Gerade ist Starship – gegründet 2014 im estnischen Tallinn von dem Skype-Mitgründer Ahti Heinla und seit April 2017 auch in Hamburg ansässig – aus dem Betahaus in ein eigenes Domizil in Eimsbüttel umgezogen, hat weitere Mitarbeiter eingestellt und wirbt um neue Kooperationspartner. Ein erstes, sechsmonatiges Pilotprojekt mit dem Paketdienst Hermes sei erfolgreich verlaufen. „Die Kunden waren sehr zufrieden und wir haben eine Menge über Mensch-Roboter-Interaktionen gelernt – und wie man effizient einen weltweit führenden Lieferroboterservice aufbaut“, sagt Harris-Burland.

Auch für Hamburg war das Projekt interessant, denn die Stadt prüft intelligente Lösungen für die „Letzte Meile“, also den finalen Weg der Ware zur Haustür des Kunden. Vor gut einem Jahr ging dazu SMILE (kurz für „Smart Last Mile Logistics“) an den Start, ein gemeinsames Projekt der Logistik-Initiative Hamburg und der Behörde für Wirtschaft und Verkehr mit dem Ziel, die Stadt Hamburg zu einer Modellregion für eine umweltverträgliche Belieferung auf der Letzten Meile zu machen.

Lokale Unternehmen können Service nutzen
Aktuell transportiert der kleine Lieferroboter Pizza und Burger, denn Starship kooperiert mit Foodora und Domino’s Pizza. „Aber wir können mit jedem lokalen Unternehmen zusammenarbeiten, das einen Lieferdienst anbieten möchte – vom Metzger bis zur Wäscherei“, betont Harris-Burland. Auch Weinhändler, Bäcker oder Apotheken wären gut geeignet als Kooperationspartner für den autonomen Lieferservice. Doch ganz autonom dürfen die Zustellroboter noch nicht agieren, bislang brauchen sie menschliche Begleiter. Starship hofft aktuell auf eine bundesweite Verordnung, die den Roboter als ganz normalen Verkehrsteilnehmer anerkennt. „Das würde es uns ermöglichen, unser Geschäft zu erweitern und die Anzahl der Roboter auf den Gehsteigen zu erhöhen.“

Für potenzielle Kunden sei es ganz einfach, den Lieferdienst zu testen, verspricht Harris-Burland. Dazu habe das Unternehmen gerade einen neuen Service eingerichtet: „Sie müssen nur Abhol- und Lieferadresse sowie Namen und Telefonnummer des Kunden eingeben. Sobald sie auf “Anfrage” klicken, ist der Lieferroboter innerhalb von Minuten bei ihnen.“

Hamburg als wichtiger Standort
Die Hansestadt sei ein sehr wichtiger Standort für Starship, betont Harris-Burland. „Hamburg ist eine sehr innovative Stadt, ein First-Mover und eine Stadt, die Technologie willkommen heißt. Hier haben wir Tausende und Abertausende von Kilometern an Tests und Lieferungen auf den Gehsteigen absolviert.“ Aber auch Deutschland als Ganzes sei für das Unternehmen interessant und spiele eine zentrale Rolle in den europäischen Aktivitäten. Denn gerade jetzt entwickle sich der Markt rasant. „Es gibt inzwischen viele Unternehmen auf der ganzen Welt, die Lieferroboter bauen, und diese aufstrebende Industrie wird immer spannender.“
ys/kk

Weitere Informationen unter: www.starship.xyz

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