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Lieferpartner für Amazon: So findet das Paket den Kunden

7. Januar 2019 15:40
Lieferpartner für Amazon: So findet das Paket den Kunden

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Es sind vor allem die regionalen Logistikunternehmen, mit denen Amazon Logistics für die letzte Meile zusammenarbeitet. So nennt man den letzten Lieferabschnitt zum Kunden. Seit 2015 erfolgt die Zustellung von Amazon Logistics über Lieferpartner.

Der Lieferservice besteht komplementär zu den bereits bestehenden Partnerschaften, die Amazon für die Zustellung unterhält. „Wir bieten hier zusätzliche Lieferkapazitäten für die letzte Meile. Auf diese Weise können wir den wachsenden Kundenwünschen für Lieferungen am selben oder am nächsten Tag gerecht werden“, sagt Bernd Gschaider, Deutschlanddirektor von Amazon Logistics.

Die Pakete kommen aus europäischen Amazon Logistik- oder Sortierstandorten zu den Verteilzentren. Sie werden entladen, auf die Zustellfahrzeuge sortiert und durch Lieferpartner an die Kunden ausgeliefert. Deren Fahrer setzen eine eigens von Amazon entwickelte App für die Zustellung ein. Für Amazon erhöht sich dadurch die Nähe zum Kunden: Lieferung und Zustellung lassen sich so besser planen und klar dokumentieren. Kunden erhalten schnellere und flexiblere Lieferoptionen. Für die Lieferpartner bietet sich die Möglichkeit, mit Amazon zu wachsen.

Foto von System-Logistik: Tom Däxl von System-Logistik, einem Lieferpartner von Amazon

System-Logistik aus München ist ein solcher Lieferpartner. Rund 300 Mitarbeiter arbeiten für den Logistikdienstleister. Vor mehr als 30 Jahren startete das Unternehmen zunächst als reiner Kurierdienst. „Heute ist unser Schwerpunkt ganz klar auf Letzte-Meile-Lieferungen ausgerichtet“, sagt Geschäftsführer Tom Däxl. Daran habe Amazon Logistics einen entscheidenden Anteil: Seit 2015 ist System-Logistik Partner von Amazon Logistics: „Wir sind mit Amazon deutlich gewachsen in den letzten Jahren.“ Neben dem Großraum München stellt sein Unternehmen seit 2018 auch in Mannheim und Frankfurt für Amazon Bestellungen zu. „Wir haben die neuen Standorte parallel zu Amazon eröffnet. Für uns ist das eine Möglichkeit, weiter zu expandieren und die Kundenbasis zu erhöhen“, fasst Tom Däxl zusammen.

Für die letzte Meile sieht der Geschäftsführer ein großes Wachstumspotenzial in der Logistik: „Die Einkaufsgewohnheiten ändern sich. Viele Menschen wünschen sich mehr Flexibilität für den eigenen Einkauf. Das Online-Shoppen kommt ihnen und ihrem Lebensstil entgegen“, glaubt Tom Däxl. Angst vor der großen Konkurrenz bundesweiter Logistikdienstleister hat er nicht: „Unser Vorteil ist, dass wir keine starren Systeme haben und flexibel auf die Wünsche unserer Kunden eingehen können.“ Zudem gäbe es genügend Potenzial für alle Anbieter.

Die Paketzusteller werden vor dem ersten Einsatz geschult. „Uns geht es darum, sie mit den Transporter-Fahrzeugen und der Arbeitsweise als Zusteller vertraut zu machen“, sagt Ron Eckstein, Teamleiter Last-Mile-Delivery bei System Logistik. Zur Fahrzeugkunde und Tipps zum sicheren Fahrer kommt die praktische Unterweisung: „Jeder neue Zusteller wird mindestens eine Woche lang von einem erfahrenen Kollegen bei den Auslieferungstouren begleitet, wenn nötig, auch länger.“ Braucht ein Mitarbeiter vor Ort Hilfe, egal ob technischer Natur oder für die Zustellung, bekommt er von einem der „Rescue Driver“ Unterstützung.

 

Viele Menschen wünschen sich mehr Flexibilität für den eigenen Einkauf. Das Online-Shoppen kommt ihnen und ihrem Lebensstil entgegen.

 

Raoul Ciobanu ist ein solcher Helfer. Wenn ein Kollege die Kundenadresse nicht findet oder die Zustellung sich verzögert, hilft er beim Suchen oder übernimmt einen Teil der Route. „Bei großen Wohnblöcken, Hintergebäuden oder ungenauer Adresse kann es schon mal herausfordernd werden“, erklärt er. Für System Logistik ein Grund für zusätzliche Personalressourcen für die letzte Meile, die sicherstellen, dass die Bestellungen termingerecht bei den Amazon Kunden sind. Raoul Ciobanu ist einer von rund 90 Mitarbeitern, die von System Logistik für das Amazon Verteilzentrum in Daglfing bei München eingesetzt werden. „Nachmittags und abends sind bei den privaten Kunden ganz gute Zustellzeiten, weil sie dann häufig zuhause sind“, sagt Raoul. Falls das nicht der Fall ist, können Kunden in München auch die Zustellung an einen Amazon Locker wählen: Raoul und seine Kollegen liefern dann das Paket direkt an eine der Abholstationen, die sich oft an Tankstellen, bei Einzelhändlern oder direkt am Arbeitsort in Unternehmen befinden.

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Quelle: AMAZON

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