Linienreedereien bündeln Kräfte für den Klimaschutz

Die Vorstandsvorsitzenden weltweit führender Linienreedereien haben auf der COP 28 eine gemeinsame Erklärung abgegeben, in der sie ein Enddatum für Schiffsneubauten fordern, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden. Darin wird an die International Maritime Organization (IMO) appelliert, die rechtlichen Voraussetzungen für einen beschleunigten Übergang zu nachhaltigeren Kraftstoffen zu schaffen..

Als Vorreiter bei der Einführung von Schiffen mit geringeren Treibhausgasemissionen unterstreichen die CEOs ihr Bekenntnis zu den IMO-Zielen zur Treibhausgasreduzierung für 2030, 2040 und 2050. Sie sind überzeugt, dass eine noch engere Zusammenarbeit mit der IMO zu wirksamen und konkreten politischen Maßnahmen führen wird, die erforderlich sind, um die Dekarbonisierung mit der nötigen Geschwindigkeit voranzutreiben. Ihre gemeinsame Erklärung fordert die Festlegung von vier regulatorischen Säulen:

Ein Enddatum für den Neubau von Schiffen, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden, und ein klarer Zeitplan für den Treibhausgasintensitätsstandard, um Investitionssicherheit für neue Schiffe und die zur Beschleunigung der Energiewende erforderliche Infrastruktur für die Kraftstoffversorgung zu schaffen.

Ein wirksamer Mechanismus zur Bepreisung von Treibhausgasemissionen, damit nachhaltigere Kraftstoffe während der Übergangsphase, in der beide zum Einsatz kommen, mit herkömmlichen Kraftstoffen konkurrieren können. Dies kann erreicht werden, indem die Aufschläge für nachhaltigere Kraftstoffe auf alle verwendeten fossilen Kraftstoffe umgelegt werden. Bei anfänglich geringen Mengen nachhaltigerer Kraftstoffe werden mögliche Inflationseffekte minimiert.

Der Mechanismus muss auch einen verstärkten regulatorischen Anreiz zur Erreichung umfassenderer Emissionsminderungen bieten. Darüber hinaus sollten die Einnahmen aus dem Mechanismus über die Deckung der „grünen Bilanzgebühr“ hinaus in einen Fonds für Forschung und Entwicklung sowie für Investitionen in Entwicklungsländern fließen, um einen gerechten Übergang zu gewährleisten.

Eine Option für das Pooling von Schiffen zur Einhaltung von Treibhausgasvorschriften, bei der die Leistung einer Gruppe von Schiffen und nicht nur die eines einzelnen Schiffes berücksichtigt wird. Dies würde sicherstellen, dass Investitionen dort getätigt werden, wo sie die größten Treibhausgaseinsparungen bewirken, und so die Dekarbonisierung der weltweiten Flotte insgesamt beschleunigen.

Ein „Well-to-Wake“- oder Lebenszyklusansatz für die Regulierung von Treibhausgasemissionen, um Investitionsentscheidungen mit Klimainteressen in Einklang zu bringen und das Risiko von Fehlinvestitionen zu verringern.

Damit bringen wichtige Vertreter der Schifffahrtsindustrie ihre gemeinsame Überzeugung zum Ausdruck, dass die Regulierung eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung der Energiewendekosten und des Einflusses extremer Wetterereignisse spielen kann. Angesichts der Tatsache, dass die Kosten des Klimawandels die Kosten der Energiewende weit übersteigen, erhoffen sich die beteiligten Vorstandsvorsitzenden, dass sich ihnen weitere Unternehmen anschließen.

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