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GLS: Preiserhöhungen ab 2019 – und Zusatzkosten für Haustürzustellung

12. Oktober 2018 08:08

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Ab Januar wird auch GLS seine Paketpreise erhöhen. Grund sind wie bei der Konkurrenz steigende Kosten und die Maut. Laut GLS-Chef Martin Seidenberg entwickelt sich der Fahrermangel zu einem ernsten Problem.

Auch GLS-Kunden bleiben von steigenden Preisen nicht verschont: Unternehmenschef Martin Seidenberg hat angekündigt, dass man 2019 die Paketpreise erhöhen werde. „Wir als GLS werden die Preise zum 1. Januar im Schnitt um sieben bis acht Prozent erhöhen“, so Seidenberg gegenüber Eurotransport. Grund dafür seien „außerordentliche Kostensteigerungen“. Konkret seien etwa aufgrund des Fahrermangels in der KEP-Branche die Kosten für Fahrer gestiegen. „Heute müssen wir zum Teil aufgrund vieler Staus zwei Fahrer einsetzen, früher losfahren und für die Restmengen noch einen Lkw hinterherschicken. Wir halten Züge bereit, die wir früher nicht hatten“, erläutert Seidenberg.

Haustürzuschlag schon zu Weihnachten.
Zudem wirke sich die Maut, die seit Juli auch auf Bundesstraßen gilt, bereits jetzt aus und im Januar werden die Mautsätze nochmals erhöht, was die Kosten für KEP-Dienstleister zusätzlich erhöht. Neben den Paketpreisen betrachtet GLS weitere Stellschrauben. Die Haustürzustellung ist für Seidenberg eine „Premiumdienstleistung“ und aufwendiger als die gewerbliche Zustellung. Man habe ein „entsprechend dichtes Netzwerk an Paketshops“ und beginne nun damit, die Zustellung an die Privatadresse mit 50 Cent extra zu bepreisen, „sodass das zum Weihnachtsgeschäft greift“.

Für das anstehende Weihnachtsgeschäft erwartet Seidenberg, dass man „wieder Rekordmengen bewegen“ werde, allein GLS erwarte Mengensteigerungen bis zu 50 Prozent. Man wolle bis zu 3.000 neue Mitarbeiter einstellen und 700 zusätzliche Fahrzeuge bereitstellen. Es werde aber schwierig, die notwendige Anzahl an Saisonkräften zu bekommen, so Seidenberg, denn „wir haben in Deutschland eine Arbeitslosenquote von rund fünf Prozent. In den einzelnen Regionen steht da mitunter eine Zwei vor dem Komma. Das ist also richtig schwer.“ Es gehe darum, den Arbeitsplatz attraktiv zu gestalten. In Regionen, in denen keine Arbeitskräfte verfügbar sind, weiche man auf Zeitarbeitskräfte oder Mitarbeiter aus dem EU-Ausland aus. „Flüchtlinge können ebenfalls bei uns arbeiten, sofern die erforderlichen Arbeitsgenehmigungen vorliegen.“

Schon Ende September hatte GLS Austria angekündigt, die Paketpreise um durchschnittlich fünf Prozent zu erhöhen, DHL Paket kündigte ebenfalls Preiserhöhungen für Geschäftskunden ab 2019 an.

@ General Logistics Systems

Quelle: Logistik-watchblog

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