MAN drängt auf 50.000 Megawattladepunkte

Ende Oktober startet der Verkauf des neuen schweren MAN eTruck. Dieser soll nach Plänen des Lkw-Herstellers im Jahr 2030 bereits rund 50 Prozent der Neufahrzeugzulassungen von MAN in der EU ausmachen. Doch damit die grüne Antriebswende im Transportgewerbe gelingt, fordern MAN und deutscher Bundesverband Güterverkehr und Logistik (BGL) gemeinsam den beschleunigten Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur.

„Damit unsere Kunden vom Diesel- auf einen batterieelektrischen Truck umsteigen, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur Grundvoraussetzung. Und hier brauchen wir dringend einen deutlich beschleunigten Ausbau auf mindestens 4.000 Megawattladepunkte in Deutschland und 50.000 Hochleistungs- und Megawattladepunkte in Europa bis 2030“, sagt Dr. Frederik Zohm, Vorstand für Forschung und Entwicklung der MAN Truck & Bus SE.

BGL-Vorstandssprecher Prof. Dr. Dirk Engelhardt ergänzt: „Die Klimaziele im Straßengüterverkehr können nur erreicht werden, wenn die Rahmenbedingungen und die Betriebswirtschaftlichkeit passen. Neben der Verfügbarkeit von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, sind das die flächendeckende Verfügbarkeit von Lade- und vor allem auch Stromnetzinfrastruktur, aber auch Planungs- und Investitionssicherheit bei Förderprogrammen zum Umstieg auf die Elektromobilität“. 

Um die Kunden kompetent bei der Anschaffung eines Elektro-Lkw beraten und alle dazugehörigen Fragen beantworten zu können, macht MAN derzeit seine 1.200 europäischen Verkäufer fit für den anlaufenden Marktstart des neuen eTruck. Dieser erreiche durch seine Vorbereitung für den künftigen Megawattladestandard fernverkehrstaugliche Tagesreichweiten zwischen 600 und 800 Kilometer, schreibt der Hersteller.

www.mantruckandbus.com; www.bgl-ev.de

Quelle: OEVZ

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