Auswirkungen des hochautomatisierten Fahrens auf die Fahrzeugsicherheit der Zukunft

11. Januar 2019 13:44

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Gedanken zu neuen Schutzsystemen, Interieurkonzepten und Fahrzeugarchitekturen

von Professor Dr.-Ing. Rodolfo SCHÖNEBURG, Direktor Mercedes-Benz Cars / Development Safety, Durability, Corrosion Protection, Daimler AG, Sindelfingen.

Durch automatisiertes Fahren, Elektromobilität und zunehmende Vernetzung werden unsere Fahrzeuge den Straßenverkehr und damit auch das Thema Sicherheit stark beeinflussen. Infolge des gestiegenen Individualverkehrs gab es 1972 in Deutschland über 21.000 Verkehrstote. Heute, gut 45 Jahre später, zeigt sich, dass trotz weiterer Zunahme des Verkehrs dennoch die Zahl der Verkehrstoten aufgrund der gestiegenen Fahrzeugsicherheit gesunken ist. Seit 2010 verzeichnen wir allerdings eine Stagnation, welche sich in fast allen westlichen Ländern in den letzten Jahren eingestellt hat. Im Rahmen einer Untersuchung wurde aufgezeigt, dass dem jeweils größeren, schwereren Unfallpartner (also dem PKW und dem NFZ) eine besondere Rolle beim Unfall zukommt.

Die aktuelle Entwicklung der Fahrerassistenz, bis hin zu mehr Automatisierung, zeigt, dass es große Potenziale und Möglichkeiten gibt, dem Verkehrsunfall den Kampf anzusagen.

Die Integrale Sicherheit ist auch in Zukunft die Leitlinie für eine zielführende Sicherheitsauslegung von Kraftfahrzeugen. Um sicher zu fahren, ist ein rundum Insassen- und Partnerschutz weiterhin unerlässlich. Ein außerordentlich wichtiger Baustein dafür sind die Fahrerassistenz und die zunehmende Automatisierung. Zukünftig kommt dabei der Kommunikation der Verkehrsteilnehmer untereinander und mit der Umgebung eine ganz besondere Bedeutung zu.

Die klassischen Sicherheitsmaßnahmen wie hohe Struktursicherheit, trotz wachsender Bedeutung von Leichtbau, sowie effektiver Insassenschutz durch frühe Insassenankoppelung bleiben bis auf weiteres bestehen. Ergänzt werden diese klassischen Elemente durch völlig neue PRE-SAFE® Funktionalitäten, die uns die zunehmende Performance der Umfeldsensierung bietet. Das Vorgehen ist dabei immer gleich: Energie aus der Unfallsituation nehmen bzw. die Insassen schon vor dem Unfall zu beschleunigen.

Das Thema Automatisierung wird uns alle noch lange beschäftigen und es ist noch vieles zu diskutieren und zu klären. Einige Aspekte im Zusammenhang mit der Fahrzeugsicherheit werden in dem Vortrag angesprochen.

 

Vortrag des ÖVK (Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik)
Datum: 22.01.2019, 18:15 – 20:00 Uhr
Ort: Haus der Industrie, Großer Festsaal
Schwarzenbergplatz 4, 1030 Wien, Österreich
Url: http://www.oevk.at

 

Rückfragen & Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. B. Geringer (Vorsitzender)
Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK)
A-1010 Wien, Elisabethstraße 26
Tel.: +43/1/585 27 41-0
Fax: +43/1/585 27 41-99
E-Mail: info@oevk.at
www.oevk.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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