Burgenland: Keine Lkw-Maut für den Regionalverkehr
Das Land Burgenland und die Wirtschaftskammer Burgenland setzen beim Thema Lkw-Maut einen Schulterschluss für mehr Lebensqualität, Verkehrssicherheit und den Schutz der Bevölkerung in den Gemeinden.
Um jeglichen Umgehungsverkehr auf Landes- und Gemeindestraßen auszuschließen, werden die bestehenden Tonnagebeschränkungen auf Ost-West-Querungen von bisher 7,5 Tonnen auf 3,5 Tonnen herabgesetzt und durch ergänzende Fahrverbote erweitert.
Gleichzeitig bleibt der Regionalverkehr von sämtlichen Maßnahmen unberührt und vollumfänglich abgesichert. Die entsprechenden Verordnungen sollen in den kommenden Wochen partnerschaftlich überarbeitet werden, mit dem Ziel, reine Burgenland-Durchfahrten auf Landes- und Gemeindestraßen zu verhindern.
Mit diesem Maßnahmenpaket zur Verkehrsverlagerung nimmt die Landesregierung Abstand von der geplanten Einführung einer landeseigenen Lkw-Maut auf dem Landestraßennetz. Begleitet wird diese Initiative durch eine deutliche Intensivierung der behördlichen Überwachung, bei der die landeseigene Verkehrskontrolle burgenlandweit regelmäßige Schwerpunktkontrollen durchführen wird.
„Wir haben uns in konstruktiven Gesprächen darauf verständigt, dass der überregionale Transit-Schwerverkehr konsequent dort gebündelt werden muss, wo er hingehört – auf dem dafür ausgebauten hochrangigen Straßennetz. Reine Maut-Ausweichverkehre durch Ortsgebiete und über das untergeordnete Straßennetz sollen unterbunden werden“, betont Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.
Für den internationalen Lkw-Transitverkehr wird das Burgenland künftig klar über drei leistungsfähige Korridore abgewickelt: Im Norden über die A4 im Bezirk Neusiedl am See, im Süden über die neu errichtete S7 Fürstenfelder Schnellstraße im Bezirk Jennersdorf. Im Landeszentrum soll als Korridor die B61a zwischen dem Grenzübergang Rattersdorf und der Schnellstraße S31 dienen, auf dem in Zukunft die Benützung über das Asfinag-Mautmodell berechnet werden soll.
Auch der Präsident der Wirtschaftsammer Burgenland, Andreas Wirth, unterstreicht: „Wir haben eine sehr gute Lösung für die regionale Wirtschaft gefunden, die gleichzeitig auch Entlastung für die vom Transitverkehr betroffenen Bürgerinnen und Bürger bringt. Jetzt gilt es weiter an einem erfolgreichen Wirtschaftsstandort Burgenland zu arbeiten, der Raum für bestehende Betriebe hat, aber auch attraktiv für Wachstum bleibt.“
Quelle: OEVZ




