Faktencheck: Wie groß ist Amazon?

Natürlich ist Amazon ein großes Unternehmen. Aber wir sind auf sehr großen, wettbewerbsintensiven und stark fragmentierten globalen Märkten unterwegs. Tatsächlich gibt es in jedem Land, in dem wir präsent sind, Mitbewerber im Handelsbereich, die größer sind.

Amazons Kundenfokus und unser Wachstum erfahren große Aufmerksamkeit. Seit der Gründung unseres Unternehmens vor 26 Jahren in den USA und dem Start unseres Deutschlandgeschäfts 1998, haben wir neue Geschäftszweige eröffnet – unter anderem im Bereich des Einzelhandels, aber auch andere Bereiche wie Cloud Computing, Devices oder Entertainment. Unser Wachstum wurde hierbei immer durch Amazons Fokus auf ein großes Sortiment, angenehme Einkaufsbedingungen, niedrige Preise, schnelle Lieferung und hervorragenden Kundenservice vorangetrieben. Wir sind dankbar für das Feedback unserer Kundinnen und Kunden und das Vertrauen, das sie in uns gesetzt haben. Und wir sind stolz auf die über 20.000 Arbeitsplätze, die Amazon direkt in Deutschland geschaffen hat – und weitere 110.000 Arbeitsplätze, die indirekt in kleinen und mittelständischen Unternehmen, die über Amazon.de verkaufen, entstanden sind.

Wir haben das Glück, auf einigen der größten globalen Märkte der Welt tätig zu sein – unter anderem auf dem globalen Einzelhandelsmarkt mit einem Volumen von fast 24 Billionen Dollar und dem globalen Markt für Unternehmenstechnologie mit einem Volumen von mehreren Billionen Dollar. Amazon ist deshalb ein wertvolles Unternehmen, weil wir in diesen großen Branchen erfolgreich sind – aber wir bleiben ein kleiner Teil in diesen großen und vielfältigen Märkten. Tatsächlich gibt es so viele Einzelhandelsoptionen, dass Amazon trotz seines Erfolgs nur 1 % des weltweiten Einzelhandelsumsatzes und weniger als 4 % des Einzelhandelsumsatzes in Deutschland ausmacht.

Wie ein neuer Bericht von GlobalData unterstreicht, ist der Einzelhandel ein großer und fragmentierter Markt. Zum Vergleich: In den USA repräsentieren die fünf größten Banken 39,1 % der Einlagen, die fünf größten Fluggesellschaften 71,7 % und die fünf größten Mobilfunkanbieter 95,6 % des Branchenumsatzes. Währenddessen machen die fünf größten Einzelhändler laut GlobalData nur 19,9 % des Umsatzes im Einzelhandel aus.

Die Studie von GlobalData widerlegt auch den Trugschluss, dass der stationäre und der Einzelhandel im Internet voneinander getrennte Märkte seien. Sie zeigt vielmehr, dass Verbraucherinnen und Verbraucher für verschiedene Einkäufe regelmäßig zwischen den Kanälen wechseln – sogar beim Kauf eines einzelnen Produkts. Zum Beispiel suchen sie ein Produkt im Geschäft, bezahlen es online und holen es dann in einem Geschäft ab. Das bedeutet, dass Einzelhändler über wechselnde stationäre und digitale Kanäle um Kundinnen und Kunden konkurrieren. Wie in fast jedem anderen Segment unserer Wirtschaft wird überall im Einzelhandel Technologie eingesetzt. Sie hat den Einzelhandel noch wettbewerbsfähiger gemacht, sei es online, in Geschäften oder in verschiedenen Kombinationen aus beidem, aus denen die meisten Shops heute bestehen. Alle Einzelhändler sind sich darüber im Klaren, dass wir schlussendlich um die gleichen Kundinnen und Kunden konkurrieren – unabhängig davon, wie die Vorteile von Online- und stationärem Handel kombiniert werden.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie haben viele Einzelhändlerinnen und Einzelhändler ihre Digital- und Multichannel-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahr gesteigert. Als Reaktion auf diesen Trend erweitern sie ihre Multichannel-Angebote, um der Nachfrage gerecht zu werden. GlobalData geht davon aus, dass die Verbraucher Multichannel-Dienstleistungen auch in Zukunft noch stärker nutzen werden. Die Studie stellt außerdem fest, dass Transaktionen über Online-Kanäle geringer sind, als viele Menschen denken. In Deutschland wurden auf dem Höhepunkt der Pandemie weit weniger als 20 % der Einzelhandelskäufe online abgewickelt – wobei etwa ein Drittel dieser Transaktionen über physische Kanäle wie Abholung am Straßenrand oder Rücksendungen im Geschäft getätigt oder unterstützt wurden. Die Verbraucher geben sogar an, dass sie in Zukunft viel häufiger Waren online bestellen und in Geschäften abholen werden (fast 54 %).

Im Gegensatz zu anderen Branchen, wo das „Winner take all“ Prinzip herrscht, ist der Einzelhandel ein gesunder Sektor mit vielen großen, etablierten Akteuren, die sowohl über stationäre als auch über Online-Kanäle erfolgreich sind. Allein in den USA erwirtschaften mehr als 80 Einzelhändler einen Jahresumsatz von über 1 Milliarde Dollar. Trotz des Wachstums von Amazon und der Investitionen zur Kundengewinnung und -bindung konkurriert Amazon mit einer Vielzahl von Unternehmen. Wir sind hierbei auch nicht der größte deutsche Einzelhändler, wenn man uns beispielsweise mit Supermarktketten vergleicht.

Der Wettbewerb im Einzelhandel wird auch dadurch angekurbelt, dass immer mehr große Einzelhändler Drittanbieter in ihren Geschäften willkommen heißen – und diese unabhängigen Unternehmen bringen den Verbrauchern zusätzliche Auswahl und niedrige Preise. Unabhängige kleine und mittlere Unternehmen verkaufen ihre Produkte neben Amazon nun auch in anderen Online-Shops. Sowohl Käuferinnen und Käufer als auch Verkäuferinnen und Verkäufer haben mehr Auswahlmöglichkeiten als je zuvor. Bei Amazon begrüßen wir diesen Wettbewerb. Er schärft unseren Fokus. Er steigert unsere Kreativität. Und er beflügelt uns zu weiteren Innovationen für unsere Kundinnen und Kunden.

 

Quelle: AMAZON

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