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GS1 Austria launcht neues Rückverfolgbarkeitsservice GS1 Trace

13. März 2019 23:53

Beitrag bequem vorlesen lassen:

Diverse Lebensmittelskandale – durch soziale Medien heute präsenter denn je – haben beim Konsumenten für Verunsicherung und Vertrauensverlust gesorgt. Dem Kunden ist es nicht mehr egal, woher seine Lebensmittel kommen. Nein, er will sogar weit mehr wissen als das – vor allem dann, wenn es sich um tierische Lebensmittel wie Fisch und Fleisch handelt. So zum Beispiel: Was genau ist mit dem Tier passiert? Wie und wo wurde es geboren, gehalten, geschlachtet, verarbeitet oder verpackt? Dieses Konsumentenbedürfnis gepaart mit vielen neuen gesetzlichen Regelungen zwingt die Lebensmittelindustrie, Lösungen zu finden. GS1 Austria bietet ab sofort eine Lösung dafür an: GS1 Trace.

GS1 Trace setzt neue Maßstäbe in der Rückverfolgbarkeit.
Das Rückverfolgbarkeitsservice GS1 Trace ermöglicht die chargengenaue Rückverfolgbarkeit eines Produkts entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Diese stellt den Kernnutzen für jeden Anwender – unabhängig davon, ob Produzent, Händler oder Konsument – dar. Im B2B-ereich ermöglicht das einen effizienten, chargengenauen Datenaustausch zwischen Unternehmen, die in einer Geschäftsbeziehung zueinanderstehen. Im B2G-Bereich, also in der Kommunikation mit Behörden wiederum, sorgt GS1 Trace für die elektronische Abbildung rechtlich relevanter bzw. durch EU-Verordnungen geforderter Rückverfolgbarkeitsdaten. Wenn es um den Konsumenten geht (B2C) wird durch die offene und transparente Darstellung der Wertschöpfungskette das Konsumentenvertrauen erhöht – und das weit über das Thema Herkunft hinaus. „Das heißt, der Konsument weiß nicht nur, woher sein Produkt kommt, sondern insbesondere auch, welchen Weg es gegangen ist“ unterstreicht Mag. Gregor Herzog, Geschäftsführer von GS1 Austria, die Besonderheit von GS1 Trace.

Fisch und Fleisch im Fokus.
GS1 Trace ist grundsätzlich für alle Branchen anwendbar, wobei der aktuelle Schwerpunkt klar auf der Lebensmittelindustrie und hier vor allem auf Fleisch und Fisch liegt. Zu den derzeit typischen Anwendern in Österreich zählen Produktionsunternehmen aus dem Frischfleisch- und Fleischwarenbereich. Auch die vorgelagerten Stufen wie Schlacht- und Zerlegebetriebe sind dazu angehalten, Daten in diesem System zu pflegen, um damit die Wertschöpfungskette so transparent wie möglich zu gestalten. Ebenso attraktiv erweist sich GS1 Trace für Rohstofflieferanten, Produzenten, Händler und Markeninhaber. Der Großhändler METRO, der sich bereits in der Vergangenheit bei Fisch mit fTRACE vertraut gemacht hat, ist gerade dabei, dieses Rückverfolgbarkeitssystem nun auch auf den Fleischbereich auszuweiten. Aus diesem Grund ist METRO im Rahmen eines bereits erfolgreich abgeschlossenen Pilotprojekts mit dem Fleischwarenhersteller Berger auch einer der ersten Nutzer von GS1 Trace in Österreich. „Es ist erstaunlich, wie transparent man eine Wertschöpfungskette tatsächlich gestalten kann“, ist Bernhard Höslinger, Senior Department Manager Quality Assurance bei METRO Österreich, begeistert. Auch Rudolf Berger, Geschäftsführer der Berger Fleischwaren GmbH, äußert sich sehr positiv zu den ersten Erfahrungen mit GS1 Trace: „Man erhält sämtliche Informationen zum Produkt – von der Aufzucht der Tiere über die Schlachtung bis hin zur Verarbeitung. Durch diese Einsicht in die Wertschöpfungskette entwickelt der Konsument mehr Vertrauen in die Produkte“. Christian Lauer, als Leiter von GS1 Trace für dessen Einführung in Österreich verantwortlich, ist überzeugt, „dass die Themen Rückverfolgbarkeit und Transparenz im Lebensmittelbereich in den nächsten Jahren insbesondere im B2B-Bereich noch einmal deutlich an Bedeutung gewinnen werden. Ich empfehle daher allen betroffenen Unternehmen, sich so früh wie möglich damit zu beschäftigen, um den Anschluss nicht zu verpassen!“

Wie funktioniert GS1 Trace?
Die Basis dafür bilde GS1 Identifikationsnummern wie GLN (Global Location Number) und GTIN (Global Item Number). Diese dienen dazu, sogenannte Ereignisse – im Fall von GS1 Trace „Events“ genannt – aufzeichnen zu können: wo (GLN), was (GTIN + Charge), wann (Zeit), warum (Geschäftskontext). Das hier zugrundeliegende Konzept heißt EPCIS. Der EPC Information Service (EPCIS) ist ein offener Schnittstellenstandard, an den sich alle Systeme, die dieses Konzept verwenden, anschließen können. Als technologische Basis nutzt GS1 Trace das in Deutschland bereits seit Jahren etablierte, cloudbasierte fTRACE-System. Auch hierzulande haben einige Lieferanten bereits auf fTRACE zugegriffen, wenn es um die Belieferung des deutschen Markts ging. Ab sofort heißt aber auch für den Einsatz im deutschen Markt die richtige Adresse: GS1 Trace. Der große Vorteil von GS1 Trace liegt für seine Nutzer nämlich vor allem darin, dass es in die (Full-) Servicelandschaft von GS1 Austria eingebettet ist und man nicht nur auf das System, sondern auch auf die Service- und Beratungsleistungen seitens GS1 Austria zurückgreifen kann.

Weitere detaillierte Informationen zu GS1 Trace

Kontakt mit dem Autor aufnehmen

GS1 Austria, Anja Jung
E-Mail: jung@gs1.at
Homepage: http://www.gs1.at

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