Industrielehre: Fachkräfte für die großen Herausforderungen unserer Zeit

Die rasant voranschreitende Digitalisierung durchdringt mehr und mehr all unsere gesellschaftlichen Lebensbereiche. Egal ob leistungsfähige Infrastruktur, smarte Städte, energieeffiziente Technologien oder intelligenter Verkehr: die Lösungen für die großen Herausforderungen unserer Zeit, allen voran den globalen Klimawandel, basieren auf digitalen Technologien, die von der Elektro- und Elektronikindustrie entwickelt werden. Die innovative Branche wird so nicht nur zum Enabler der Digitalisierung, sondern auch der Zukunft. Diese wichtige Schlüsselrolle könnte ohne die gut ausgebildeten Fachkräfte der Branche nicht erfüllt werden.

Der Lehrberuf der Mechatroniker/in für IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik.
Ein Beispiel für die wichtige Lehrlingsausbildung in der Industrie, findet man bei Siemens Österreich. Dort werden Julia Moosbrugger und Eric Marburger als zwei der rund 67.000 Beschäftigten der innovativsten und forschungsintensivsten Branche Österreichs im Bereich Mechatronik für IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik ausgebildet. Nach einem von vier erfolgreich absolvierten Lehrjahr an den Siemens-Standorten Bregenz und Innsbruck, ziehen die beiden zufrieden Bilanz und erzählen, warum sie sich für diesen Lehrberuf entschieden haben: „Meine fachspezifische Abschlussarbeit in Wirtschaftsinformatik an der HAK Bregenz habe ich bereits in Kooperation mit Siemens geschrieben – so habe ich das Unternehmen bereits vorher ein wenig kennen lernen können“, erklärt Julia. Eric ergänzt: „Die Ausbildung ist sehr abwechslungsreich und für mich die perfekte Mischung aus Theorie und Praxis. Derzeit bin ich mit Siemens Technikern oft im Krankenhaus unterwegs und kann dort vor Ort mein Gelerntes anwenden.“

In ihrer täglichen Arbeit sind Julia und Eric bei Siemens für die Herstellung von mechatronischen Bauteilen, Baugruppen und Komponenten für Büro- und IT-Systeme zuständig. Dazu gehören unter anderem betriebliche Serveranlagen und Netzwerke, Betriebssysteme, Computer aber auch Geräte wie Drucker, Scanner und Telefonanlagen. Diese Teile werden von den beiden zusammengebaut, Geräte werden von ihnen gewartet und repariert. Als MechatronikerInnen für IT-, Digitalsystem und Netzwerktechnik richten sie ebenso Leitungen ein, verlegen Kabel, schließen die Systeme und Anlagen an und nehmen sie in Betrieb. Sie programmieren Steuerungen und Funktionen und passen diese an die unterschiedlichen Bedürfnisse der NutzerInnen an. Neben den technischen Aufgaben, gehören aber auch organisatorische Tätigkeiten zu Julias und Erics Beruf. So legen sie anhand der technischen Unterlagen Arbeitsschritte, Arbeitsmittel und die Arbeitsmethoden fest, planen die Arbeitsabläufe und kümmern sich um die Einhaltung der Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards.

Mit breitem Ausbildungsprogramm gegen den Fachkräftemangel.
Bei Siemens ist man stolz mit einer Vielzahl an Lehrberufen jungen Menschen die Tür zu einer Karriere in der vielseitigen und faszinierenden Zukunftsbranche der Elektro- und Elektronikindustrie zu öffnen. Gleichzeitig ist es für das breit aufgestellte Unternehmen, das in vielen Geschäftsbereichen die Position eines Weltmarktführers innehat, wichtig, Fachkräfte die die Branche so dringend benötigt um auch in Zukunft konkurrenzfähig bleiben zu können, praxisnah auszubilden. „Die Industrie von morgen wird durch die Digitalisierung bestimmt – deshalb ist es umso wichtiger, dass unsere künftigen Fachkräfte mit aktuellen Lehrinhalten und einer zeitgemäßen Ausbildung immer up-to-date sind“, erklärt Gerhard Zummer, Head of Siemens Professional Education.

Zahlen, Daten und Fakten zur Lehre Mechatroniker/in für IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik.
In Österreichs Elektro- und Elektronikindustrie werden zurzeit 1.022 Lehrlinge ausgebildet, 175 davon im Modullehrberuf Mechatronik, 5 davon haben sich für die Spezialisierung IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik entschieden. Österreichweit über alle Branchen verteilt erlernen derzeit 2.970 Jugendliche den Modullehrberuf Mechatronik, 12 davon mit Spezialisierung auf IT-, Digitalsystem- und Netzwerktechnik. Die Lehre dauert 3 ½ Jahre.

Unter „Industrielehre“ erfahren Sie nächste Woche wie Prozesstechniker/innen in Österreich ausgebildet werden.

Weiterführende Links:
www.feei.at
www.siemens.at/ausbildung
https://jobroom.ams.or.at/jobsuche/Suche.jsp
https://www.bic.at/berufsinformation.php?beruf=informationstechnologie-systemtechnik_lehrberuf&brfid=2696

Rückfragen & Kontakt:
Mag. Katharina Holzinger
Leitung FEEI Kommunikation
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www.feei.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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