Wiener Motorensymposium 2020: Das Gipfeltreffen der Experten findet heuer erstmals online statt

Jedes Jahr folgen mehr als 1000 Experten dem Ruf des Internationalen Wiener Motorensymposiums in der Wiener Hofburg als hochkarätiges Gipfeltreffen von Antriebs- und Fahrzeugsspezialisten aus aller Welt. Heuer war die 41. Ausgabe vom 22. bis 24. April geplant. Die Corona-Pandemie zwang jedoch den ÖVK, den Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik, als Organisator zur Absage der realen Veranstaltung.

Als Ersatz wurde die Idee einer virtuellen Tagung mit Videokonferenzen geboren, sagt Univ.-Prof. Dr. Bernhard Geringer, Vorsitzender des ÖVK. Rund die Hälfte der ursprünglich vorgesehenen mehr als 60 Vortragenden erklärte sich bereit, ihren Vortrag auch als Videopräsentation zur Verfügung zu stellen. Diese Videos ergänzen heuer die Tagungsbände mit 66 hochinteressanten Vorträgen und vier Posterpräsentationen in gedruckter und elektronischer Form als Dokumentation. Die virtuelle Konferenz startet am 23. April. Informationen für Journalisten: siehe unten. Die Videos werden für angemeldete Teilnehmer und Teilnehmerinnen mehrere Monate abrufbar bleiben.

Die Themenschwerpunkte des diesjährigen Motorensymposiums spiegeln die enorme Vielfalt aktueller Antriebsentwicklungen wieder. Sie reichen von neuen Benzin- und Dieselmotoren bis zu Elektro-Hochleistungs-SUV, Brennstoffzellen-Antrieben sowie automatisiertem Fahren. Neu ist, dass Wasserstoff in Verbrennungsmotoren wieder interessant wird. Es zeigt sich, so Geringer, „dass sich in den letzten Jahren der Hauptentwicklungsfokus von Leistung, Kraftstoffverbrauch sowie Komfort und Emotionen deutlich hin zu Klimaschutz, Emissionen und Treibhausgasausstoß verlagert hat. Heuer entfallen erstmals zwei Drittel der Vorträge auf die Elektrifizierung von Antrieben.“

Als neue, dritte Session, kommen beim diesjährigen Symposium Themen über „Unternehmensübergreifende Kooperationen“ sowie „Innovative Prüfstandssysteme und neue Entwicklungsmethoden“ dazu.

Einen Schwerpunkt neben „Zero Emission“ (abgasfreien) Fahrzeugen bilden „Zero Impact“ (umweltneutrale) Lösungen. Sie sind eine kostengünstige Alternative zur vollen Elektrifizierung, da sie mit Verbrennungsmotoren erreichbar sind, wenn diese CO2-neutrale Kraftstoffe verwenden. Diese sind auch als synthetische Kraftstoffe oder E-Fuels bekannt. So genannte Lebenszyklusanalysen, die die Ökobilanz des Fahrzeugs von der Erzeugung bis zum Recycling samt der Energieerzeugung umfassen, gewähren einen Vergleich von Umweltnutzen, Kosten und somit Leistbarkeit der unterschiedlichen Lösungen. Diese notwendige Gesamtsystembetrachtung zeigt nicht automatisch Vorteile der reinen Elektrofahrzeuge: Grüner Strom und treibhausgasarme Produktion etwa der Batterien sind entscheidend.

Die meisten Vortragenden gehen davon aus, dass es weltweit je nach Region auch 2050 noch unterschiedliche Antriebslösungen geben wird. Univ.-Prof. Dr. Geringer: „Die nächsten Jahre wird das Antriebsportfolio breiter, ohne dass aus derzeitiger Einschätzung Antriebsformen wegfallen. Wir brauchen alle!“

Das Internationale Wiener Motorensymposium wird vom Österreichischen Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK) und dem Institut für Fahrzeugantriebe und Automobiltechnik der Technischen Universität Wien veranstaltet. Geleitet wird die Tagung vom ÖVK-Vorsitzenden Univ.-Prof. Dr. Bernhard Geringer und dem Ehrenvorsitzenden des ÖVK Univ.-Prof. Dr. Hans Peter Lenz.

Rückfragen & Kontakt:
Internationales Wiener Motorensymposium

Informationen und Anmeldemöglichkeiten für die virtuelle Tagung für Journalisten:
Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK)
Telefon: +43/1/585 27 41-0
E-Mail: presse.motorensymposium@oevk.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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