Budgetrede: Handelsverband begrüßt budgetäre Bedeckung der ökosozialen Steuerreform & fordert Lohnnebenkostensenkung

Der Handelsverband begrüßt die heute von Finanzminister Blümel präsentierte budgetäre Bedeckung der angekündigten Reformen, vor allem der ökosozialen Steuerreform, die auch ein 18 Milliarden Euro schweres Entlastungspaket umfasst. Neben den Schwerpunkten die auf Digitalisierung und Klimaschutz setzen, ist auch die Stärkung von Forschung und Bildung sehr positiv zu bewerten.

Wesentlich wäre aus Sicht des Handelsverbandes jedoch auch die Abschaffung der kalten Progression allerspätestens mit Ende der Legislaturperiode sowie eine Reduktion der Lohnnebenkosten für Betriebe.

Rainer Will Handelsverband

„Die Lohn- und Einkommensteuersenkung sind wichtige Schritte, damit den arbeitenden Menschen in Österreich am Ende des Monats mehr Geld im Börsel bleibt. Was es noch dringend braucht ist eine Lohnnebenkostensenkung, denn Österreich weist hierbei nach Schweden und Frankreich die höchste Kostenbelastung im EU-Vergleich auf, die zunehmend negativ auf die Beschäftigung und Standortentscheidung für betriebliche Expansionen wirkt“, so Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will in einer ersten Stellungnahme.

Senkung der Lohnnebenkosten hat für den Mittelstand oberste Priorität.
Nachdem keine breitflächige Lohnnebenkosten-Senkung budgetiert wurde, erhoffen die Betriebe ein gesondertes Paket in diesem Bereich. Die Lohn- und Abgabenquote drückt insbesondere auf den Mittelstand und ganz besonders auf beschäftigungsintensive Unternehmen mit Betriebsstätte in Österreich.

„Der Mittelstand und die kleinen Betriebe sind das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Daher empfehlen wir eine 30-prozentige Lohnnebenkosten-Senkung für mindestens 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in jedem Unternehmen. Die Kosten hierbei würden 900 Millionen Euro betragen und hunderttausende Betriebe entlasten. Gerade im Handel, der als Jobmotor mit fast 600.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern für Beschäftigung sorgt, sind die Lohnnebenkosten ein hoher Kostenfaktor, denn sie machen in Österreich je nach Bundesland mittlerweile rund ein Drittel des Bruttolohnes aus. Es ist höchste Zeit, den Faktor Arbeit zu entlasten, um die Kaufkraft der Bevölkerung nachhaltig zu stärken“, sagt Branchensprecher Rainer Will.

Freie Verbände starten Online-Petition #LNK30minus30.
Die freien Verbände – Gewerbeverein, Hoteliervereinigung, Handelsverband, Lobby der Mitte und Senat der Wirtschaft – haben deshalb heute eine gemeinsame Online-Petition für mehr Steuer-Gerechtigkeit für den Mittelstand gestartet.

Mehr zur Initiative #LNK30minus30 finden Sie hier: https://petition.gewerbeverein.at/30×30.php

Rückfragen & Kontakt:
Handelsverband
Mag. Gerald Kuehberger, MA
Pressesprecher
Tel.: +43 (1) 406 22 36 – 77
gerald.kuehberger@handelsverband.at
www.handelsverband.at

Julia Gerber, MA
Communications Managerin
Tel.: +43 (1) 406 22 36 – 80
julia.gerber@handelsverband.at
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Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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