Jugendliche verschaffen sich Eindruck über Logistik

16 Jugendliche aus unterschiedlichen Nationen besuchen die ITG in Schwaig, um sich einen Einblick zu verschaffen, welche beruflichen Möglichkeiten in der Logistik gegeben sind.

Durch den Landesverband Bayerischer Spediteure e.V. (LBS) vermittelt besuchten 16 Jugendliche, die beim gemeinnützigen Träger Joblinge gAG München (www.joblinge.de) durch intensives Coaching und Praktika für die Ausbildung fit gemacht werden, am 23. Februar die ITG an ihrem Hauptsitz in Schwaig (Nähe Flughafen München). Dass Logistik ein wichtiger Bestandteil für unser tägliches Leben ist, wussten viele der jugendlichen Besucher bereits. Was ein Logistikdienstleister aber tatsächlich macht und welche beruflichen Möglichkeiten sich in diesem Bereich bieten, das kennen zu lernen war Ziel dieser Exkursion.

Ein großer Teil der Gruppe war aus ihren Heimatländern, zum Beispiel Eritrea, Irak oder Syrien, nach Deutschland geflohen. Zusammen mit hier aufgewachsenen Jugendlichen ließen sie sich zunächst von Thomas Bogner, Leitung Kommunikation + Marketing bei der ITG, einen Überblick darüber geben, was Logistik umfasst, welche Ausbildungsmöglichkeiten es generell gibt und welche Leistungen die ITG erbringt. Im Anschluss bekamen sie bei einem Rundgang durch das Logistikcenter einen Einblick in verschiedene Bereiche. Wie zum Beispiel Kosmetika mit Hilfe der Pick-by-Light Technologie auftragsbezogen kommissioniert werden. Dabei wurden Struktur und Aufbau eines Lagers erklärt. Oder wie für eine bekannte Fashion-Marke aus Schwaig heraus alle Verkaufspunkte in Europa beliefert werden. Hier wurde den Jugendlichen die Abwicklung mit Hilfe eines Taschensorters erklärt: an Aufgabestationen wird jedes einzelne Teil gescannt und in eine Hängetasche abgelegt, die an Schienen geführt automatisiert zu Kommissioniermodulen geführt wird. Dort wird, ähnlich wie in einem Rangierbahnhof, in eine auftragsbezogene Reihenfolge sortiert. Von dort kommen die Taschen zu Packstationen, an denen die Teile entnommen und in Kartons gelegt werden. Über eine Förderstrecke gelangen die noch offenen Kartons an eine Maschine, wo das Paket geschlossen und mit Klebeband verklebt wird. Am Ende wird maschinell noch das Versandetikett angebracht: So kommen täglich bis zu 12.000 Pakete in den Versand.

Begleitet wurde die Besuchergruppe von Sarina Aberl, Unternehmenskoordination bei der Joblinge gAG München sowie Anke Nowicki, Leiterin der Akademie und Verantwortliche für Pressearbeit beim LBS. „Für uns ist es wichtig, Unternehmen unserer Branche und interessierte Jugendliche zusammenzubringen. Denn die Servicequalität in der Speditions- und Logistikbranche steht und fällt mit ihren motivierten Mitarbeitern“, erläutert Nowicki das Engagement des LBS.
Der Besuch machte deutlich, dass Logistik nicht nur Handarbeit ist, sondern heutzutage durch viel Technik und Automatisierung unterstützt wird. Es wurde klar, dass die Logistik als drittstärkster Wirtschaftszweig in Deutschland und als von der Weltbank zweimal hintereinander gekürter Logistik-Weltmeister vielfältige und interessante Berufsaussichten bietet. Einige der Jugendlichen erkundigten sich bereits beim Abschluss des Besuches nach einem Praktikum und wie man sich um Ausbildungsstellen bewirbt. Zum 1. September 2017 werden nach aktuellem Stand bereits drei jugendliche Flüchtlinge bei der ITG eine Ausbildung beginnen. Mal sehen, ob es nach diesem Besuch nicht noch mehr werden.

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