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Strom-Autos: Chefs von AVL und Magna sehen Umbrüche, Jobchancen – und Konkurrenten

2. Februar 2018 11:13

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Günther Apfalter und Helmut List erörtern mit Energie Steiermark Zukunft der E-Mobility. Steiermark führt österreichweit bei Neuzulassungen von E-Autos.

Eine hochkarätige Expertenrunde der Automobilindustrie diskutierte in Graz auf Einladung der Energie Steiermark und des Wirtschafts-Club Steiermark die Zukunfts-Entwicklung der Elektro-Mobilität und ihre Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort Steiermark. Initiator war Hans Roth (Saubermacher).

Neben Magna-Europachef Günther Apfalter und AVL-Chef Helmut List ließ auch der E-Mobility Projektleiter von Volkswagen, Adrian Koch, hinter die Strategiekulissen seines Konzernes blicken. Er kündigte einen bevorstehenden, massiven Preissturz beim E-Golf an: „Der Wagen wird dann nahezu gleich viel kosten wie die Diesel-Variante“.

Resümee: Elektro-Autos haben technisch gesehen große Potenziale und sind auf der Überholspur, müssen sich aber in den nächsten Jahren gegen wachsende Konkurrenz behaupten: Dazu könnten neben Wasserstoff-, auch abgasfreie Dieselfahrzeuge zählen.

Der Wunsch nach Nachhaltigkeit, das Feinstaubproblem und der Trend, nicht alles „besitzen zu müssen“ werde das Mobilitätsverhalten in den Städten jedenfalls massiv verändern. „Hier sehen wir den Bedarf nach einer stärkeren Verknüpfung mit dem öffentlichen Verkehr“, so Apfalter an die Adresse von Holding Graz-Vorstand Wolfgang Malik. Denn auch Strom-Autos stünden letztlich im Stau, wenn auch ohne Abgase. Jobs seien durch die Umstellung auf Strom-Autos jedenfalls bei Magna und auch bei den Zulieferern nicht gefährdet, „eher im Gegenteil“, meint Apfalter.

„Gleichzeitig wächst das Angebot der E-Fahrzeuge am Markt stetig“, so der Sprecher des Bundesgremiums Fahrzeughandel, Klaus Edelsbrunner. Und auch die Infrastruktur wird massiv aufgerüstet, derzeit investiert das weiß-grüne Landesenergieunternehmen über 3 Millionen Euro in das Projekt: „Der flächendeckende Ausbau der E-Tankstellen in der Steiermark wird Mitte des Jahres in einer ersten Etappe abgeschlossen sein“, so die Vorstände der Energie Steiermark, Christian Purrer und Martin Graf. Dann wird es landesweit insgesamt rund 780 Ladestellen geben. „Die Versorgung der Auto-Batterien mit 100 Prozent Öko-Strom ist jedenfalls durch zahlreiche Windpark-Projekte und das Murkraftwerk Graz gesichert“.

In Österreich waren 2016 1,2 Prozent aller Neuzulassungen E-Autos. 2017 wurden bundesweit sogar drei Mal mehr Elektro-PKW als Hybrid-Fahrzeuge neu zugelassen. Und: Derzeit sind auf steirischen Straßen rund 2000 Strom-Autos unterwegs. Die Zahl der Neuanmeldungen ist von 2016 auf 2017 um fast 60 Prozent gestiegen.

Rückfragen & Kontakt:
Energie Steiermark AG
Mag. (FH) Urs Harnik-Lauris
Leiter Konzernkommunikation
+43 (316) 9000 5926, Mobil: +43 (664) 180 1780
urs.harnik@e-steiermark.com
Fax: +43 (316) 9000 20829
8010 Graz, Leonhardgürtel 10

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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