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Weiterer Ausbau der Infrastruktur bei der bayernhafen Gruppe

5. März 2018 08:44

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Auch im Jahr 2017 setzte die bayernhafen Gruppe an ihren Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg und Passau die Strategie fort, dem Gütertransport per Schiff und Bahn bestmögliche Rahmenbedingungen zu bieten. Dafür wurden Investitionen in Höhe von circa 30 Mio. Euro angestoßen.

Trotz der dreieinhalbwöchigen Einstellung der Schifffahrt auf dem Main-Donau-Kanal und der bayerischen Donau wegen der Eislage im ersten Quartal erreichte die bayernhafen Gruppe 2017 beim Schiffsgüterumschlag eine Steigerung von 5,9 Prozent gegenüber 2016 auf 3,195 Mio. Tonnen. Maßgeblich dafür war insbesondere die Entwicklung im bayernhafen Regensburg. Den größten Anteil an der Schiffstonnage machten landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Nahrungs- und Futtermittel aus; auch hochwertiges Schwergut wie in Bayern gefertigte Trafos oder Anlagentechnik wurde aufs Binnenschiff verladen und entlasteten so die Straßen.

Per Bahn wurden 5,872 Mio. Tonnen umgeschlagen, 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Ein Grund dafür ist die per 30. Juni 2016 durch die italienische Staatsbahn eingestellte Rollende Landstraße (RoLa) vom bayernhafen Regensburg nach Trento.

Über die Brenner-Route wird aktuell intensiv diskutiert, insbesondere auch wegen der gravierenden Autobahn-Rückstaus auf deutscher Seite aufgrund der Lkw-Blockabfertigungen in Tirol. Die bayernhafen Gruppe bringt sich hier aktiv ein. „Wir begrüßen die von Bundesverkehrsminister Christian Schmidt beim Brenner-Gipfel vorgeschlagenen Förderungen als eine wesentliche Maßnahme, wieder grenzüberschreitende RoLas marktattraktiv gestalten zu können“, sagt Geschäftführer Joachim Zimmermann, „wir stehen bereit, die RoLa wieder zu starten.“

Auf weiterhin stabilem Niveau bewegt sich der Containerumschlag an den bayernhafen Standorten Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg und Regensburg: Mit 450.944 TEU im Geschäftsjahr 2017 wurden die 459.794 TEU vom Vorjahr fast erreicht.

Für 2018 plant die bayernhafen Gruppe über all ihre Standorte Investitionen in Höhe von rund 32 Mio. Euro – zusätzlich zu den 2017 bereits angestoßenen 30 Mio. Euro. Dazu gehört die Vorbereitung von Ansiedlungsflächen sowie über mehrere Jahre laufende Optimierungsmaßnahmen an der schienen- und wasserbezogenen Infrastruktur. So wurde zum Beispiel 2017 im bayernhafen Bamberg mit der Umwandlung eines Schräg- in ein Senkrecht-Ufer begonnen, dadurch wird der  Umschlag von und aufs Binnenschiff optimiert. Für 2018 ist unter anderem eine Modernisierung des Kranparks vorgesehen.

„Der Politik kommt die zentrale Aufgabe zu, alle Verkehrsträger ganzheitlich in den Blick zu nehmen und multimodale Infrastruktur zu stärken“, sagt Joachim Zimmermann, „die neue Bundesregierung hat hier die Chance, den Masterplan Schienengüterverkehr um die Binnenschifffahrt zu erweitern. Wir brauchen hier ein Gesamtkonzept, um den Wirtschaftsstandort Deutschland dauerhaft zu stärken und das Potenzial von Bahn und Binnenschiff zu nutzen.“

Die bayernhafen Gruppe im Geschäftsjahr 2017:

  • Standorte: Aschaffenburg, Bamberg, Nürnberg, Roth, Regensburg, Passau: sechs Standorte an der Rhein-Main-Donau-Achse, Einbindung in das internationale Schienen- und Straßennetz
  • Gesamte Hafenfläche: 800 Hektar, davon ca. 560 Hektar Ansiedlungsfläche
  • Kaianlagen: ca. 20 Kilometer
  • Bahnanlagen: Gleislänge ca. 120 Kilometer
  • Umschlaganlagen: Krananlagen, KV-Terminals für verschiedene Containertypen und Ladeeinheiten, Roll-on/Roll-off-Verladeeinrichtungen, Terminal für die Rollende Landstraße (RoLa), Schwergutumschlagplätze
  • Güterumschlag: 32,114 Mio. Tonnen gesamt (+ 3,2 %);
  • davon 3,195 Mio. Tonnen per Schiff (+ 5,9 %),
    5,872 Mio. Tonnen per Bahn (- 1,9 %),
    23,047 Mio. Tonnen per Lkw (+ 4,2 %)
  • Wirtschaftskraft: über 400 ansässige Unternehmen mit mehr als 13.000 Beschäftigten
  • Beschäftigte: 210
  • Umsatz 2017: 44 Mio. Euro (Prognose)

www.bayernhafen.de

 

 

Quelle: oevz.com

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