Leopold Schäfer: Weniger Lieferanten, mehr Leistung

Der CargoLine-Gesellschafter Leopold Schäfer GmbH nutzt die Umstellung von Windows Mobile auf Android für weitgehende Prozessvereinfachungen und setzt künftig in den Bereichen Lagerumschlag, Nah- und Fernverkehr auf Soft- und Hardwarelösungen von TIS.

Der 10. Dezember 2019 war für viele Transporteure eine Zäsur. An diesem Tag endete der technische Support des Betriebssystems Windows Mobile. Die Software bildete das Rückgrat unzähliger mobiler Endgeräte für die Fahrer-Telematik. Ohne Support gibt es keine Sicherheits-Updates oder sonstige Anpassungen. Vor diesem Hintergrund entschied sich der CargoLine-Partner Leopold Schäfer schon frühzeitig für den Umstieg auf Android. Neben der Hardware musste dafür auch die Software für das mobile Auftragsmanagement ausgetauscht werden.

Weniger Lieferanten.
Der Spediteur aus dem Siegerland wollte die Gelegenheit nutzen, um die Zahl seiner Lieferanten zu reduzieren. „Früher nutzten wir für Lagerumschlag und das mobile Auftragsmanagement im Nahverkehr die Lösungen unterschiedlicher Anbieter, was den Verwaltungsaufwand spürbar erhöhte“, erinnert sich IT-Administrator Valentin Rötten. Hinzu kamen große Unterschiede in der Zusammenarbeit und der Servicequalität, „wobei der Benchmark eindeutig von TIS gesetzt wurde“, so Rötten.

Die Bocholter Telematik-Experten sind für Leopold Schäfer schon seit vielen Jahren an allen vier Standorten der IT-Partner im Lagerumschlag. „Wir sind mit dem sehr kundenorientierten, schnellen und sympathischen Service von TIS äußerst zufrieden“, stellt Rötten fest. Zudem werde die Software für den Lagerumschlag permanent weiterentwickelt und biete zum Beispiel die für Stückgutsysteme wichtige Schadensdokumentation. Sichtbare Schäden an Sendungen können damit in der von CargoLine geforderten Qualität fotografiert und automatisch mit der Sendungsnummer verknüpft werden.

Sichere Führung.
Im Zuge der Umstellung von Windows auf Android lag es nahe, auch für das mobile Auftragsmanagement auf eine Lösung von TIS zu setzen. Hier kam die Telematik Software TISLOG mobile Enterprise in Betracht. „Zu den herausragenden Merkmalen von TISLOG gehört, dass sich die Lösung sehr leicht an unsere Prozesse anpassen lässt“, betont Geschäftsführer Markus Schwope. „Mit Hilfe des Live Konfigurators können wir individuelle Workflows definieren und in TISLOG abbilden. Dadurch werden unsere Nahverkehrs-Fahrer in konkreten Schritten sicher durch ihren Arbeitsalltag geführt,“ so Schwope weiter. Zudem bietet TISLOG das Potenzial, künftig auch das im Fernverkehr eingesetzte Telematiksystem eines weiteren Lieferanten abzulösen. Die ersten Test mit Samsung-Tablets als Endgerät laufen bereits.

Im Nah- und Systemverkehr hat sich Leopold Schäfer für mobile Computer vom Typ Honeywell ScanPal EDA51 entschieden, die ebenfalls von TIS konfiguriert und geliefert wurden. Der mobile Computer mit Touchscreen im Smartphone-Format verfügt über einen integrierten Scanner und passt in jede Hosentasche. Besonders die Handlichkeit, das geringes Gewicht und die Robustheit des EDA51 konnten die Fahrer im praktischen Einsatz überzeugen.

Vereinfachte Verwaltung.
Um die Investitionskosten auf einen längeren Zeitraum zu verteilen, werden die alten Windows-Geräte Schritt für Schritt abgelöst, wenn diese ihr technisches Lebensende erreicht haben. Mittlerweile wurden bereits 45 Scanner ausgetauscht. 10 weitere Geräte sollen noch folgen. „Mit jedem neuen Gerät erleichtert sich für uns die Verwaltung, denn TIS bietet mit TISLOG MDM ein sehr komfortables mobiles Device-Management“, berichtet IT-Administrator Valentin Rötten. „Sämtliche Updates funktionieren per MDN zentral für alle Geräte per Knopfdruck“, beschreibt Rötten.

Das MDM vereinfacht nicht nur die Geräteverwaltung, sondern beschleunigt auch die akute Fehlersuche und -behebung im täglichen Einsatz. „Wenn unsere Fahrer ein Problem mit ihrem Scanner melden, können wir den Fall sofort analysieren und in der Regel per Fernwartung lösen“, so Rötten. Wartezeiten und Verspätungen in der Auslieferung werden dadurch reduziert und der Stress-Level sinkt. Allein deshalb kommt TISLOG auch bei den Fahrern sehr gut an.

Kontaktlose Zustellung.
Diese werden mit der von TIS entwickelten Telematik-App von der Navigation bis hin zur papierlosen Ablieferquittung durch den gesamten Abhol- und Lieferprozess geführt. Außerdem bietet die bedienfreundliche Software viele neue Funktionen, die bei der Leopold Schäfer GmbH in die eigenen Prozesse integriert wurden. Dazu zählt zum Beispiel die Fotofunktion zum Dokumentieren der schadensfreien und kontaktlosen Zustellung von Stückgut am vereinbarten Ort. Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hatten viele Kunden eine Abstellgenehmigung erteilt, wobei die mit dem Scanner erstellen Bilder als digitaler Ablieferbeleg gelten.

Für die Disponenten verlief die Umstellung auf TISLOG fast unmerklich. Dafür sorgt eine Schnittstelle zu der bei Leopold Schäfer eingesetzten Speditionssoftware Komalog von Ecovium. Durch die Integration können die Mitarbeiter die aktuellen Informationen zu Sendungsstatus und Tourverlauf direkt über Komalog abrufen. Diese Schnittstelle sorgt zugleich für eine optimierte Beladung, denn die Daten der Ladelisten werden jetzt nahezu in Echtzeit an die Scanner der Fahrer gesendet.

Minimierte Schnittstellen.
Fazit: Mit der Umstellung von Windows mobile auf Android hat Leopold Schäfer zugleich neue Funktionen eingeführt und die eigenen Prozesse vereinfacht. Außerdem reduziert das Unternehmen die Zahl seiner Lieferanten. Wenn künftig auch noch der Fernverkehr mit TISLOG gesteuert wird, hat sich für den CargoLine-Partner die Anzahl der Schnittstellen von drei auf eins minimiert.

Hintergrund: Leopold Schäfer GmbH:
Die Leopold Schäfer GmbH hat sich auf Straßentransporte und das Erbringen von Lagerdienstleistungen spezialisiert. Im Verbund und als Gesellschafterin der Mittelstandskooperation CargoLine werden systemgeführte just-in-time Stückgutverkehre in Deutschland und Europa unterhalten. Die Geschichte des Unternehmens reicht bis auf das Jahr 1939 zurück. Seit 1990/1991 ist die Leopold Schäfer GmbH Teil der damals gegründeten Marke Schäfer & SIS Interlogistik. Unter der Gesamtmarke S-Group ist das Unternehmen im globalen Transport- und Logistikmarkt aktiv. Rund 450 Beschäftigte erwirtschaften einen Gruppenumsatz von mehr als 130 Millionen EUR. Die Gruppe disponiert täglich rund 150 LKW und verfügt an fünf Standorten über 22.300 Quadratmeter Lagerfläche. Zur S-Group gehört auch die im Jahr 1987 gegründete SIS Internationale Speditions-GmbH. SIS organisiert weltweite Transporte mit allen Verkehrsträgern und ist spezialisiert auf komplexe Transporte in den mittleren Osten sowie die Papierlogistik. Von Neunkirchen im Siegerland steuert die S-Group ihr Netzwerk aus eigenen Unternehmen, Beteiligungsgesellschaften und Kooperationspartnern.

Weitere Infos unter www.s-group.com

Hintergrund: TIS GmbH:
Die TIS GmbH mit Sitz in Bocholt ist ein Premiumanbieter für anspruchsvolle mobile Auftragsbearbeitung und Telematik. TIS steht für „Technische Informationssysteme“ und ist ein stark expandierendes Technologieunternehmen mit über 80 Mitarbeitenden und einer eigenen Abteilung für Hardwareentwicklung. Das Unternehmen entwickelt seit 1985 intelligente Produkte für das mobile Auftragsmanagement. Basierend auf Industrie-PDAs, Smartphones und Tablets hat TIS flexible Telematik-Lösungen für die Logistikbranche realisiert.

Einsatzschwerpunkte sind Sammelgut- und Ladungsverkehre mit Einbindung der Lagerlogistik und Handel sowie diverse mobile Sonderprojekten wie Gas- und Flüssigkeitstransporte, Entsorgung und die Pfandlogistik. TIS betreut mehr als 250 Kunden mit mehr als 60.000 mobilen Einheiten. Weitere Infos unter www.tis-gmbh.de.

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