Bilanz zum vierten Adventsamstag: Wichtigster Shopping-Tag im heurigen Weihnachtsgeschäft bringt rund 380 Mio. Euro Umsatz

Ohne Feierlaune aber zufrieden zeigt sich der österreichische Handel mit dem Weihnachtsgeschäft in Kalenderwoche 50. In der ersten Woche nach Wiedereröffnung des stationären Non-Food Handels haben sowohl die Umsätze als auch die Kundenfrequenz in den Geschäften Tag für Tag leicht zugelegt und am heutigen letzten Einkaufssamstag vor Weihnachten ihren Höhepunkt erreicht. Zumal die Umsätze insbesondere am Nachmittag ab 13:00 Uhr noch deutlich zugelegt haben.

FFP2-Pflicht & Demo-Verbot in Wiener City sorgen für sicheres Weihnachtsshoppen.

Rainer Will Handelsverband

„Unsere Händler verzeichnen heute sowohl in den Einkaufsstraßen als auch in den Fachmarkt- und Shoppingzentren sehr gute Kundenfrequenzen. Wie erwartet ist der Samstag im 6-Tage-Vergleich mit Abstand am umsatzstärksten, am Ende des Tages werden wir die Schwelle von 380 Millionen Euro knacken“, berichtet Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will.

„Positiv hervorzuheben ist, dass sich die Hygiene- und Sicherheitskonzepte des heimischen Handels erneut bewährt haben. Alle Weihnachtsshopper halten sich an die FFP2-Maskenpflicht. Die Vollauslastung der Geschäfte kann damit geordnet und sicher abgewickelt werden. In der Wiener Innenstadt profitierten die Geschäfte auch von dem vom Handelsverband durchgesetzten Demo-Verbot bis 18:00 Uhr, wenngleich sich einzelne Demos in andere Bezirke verlagerten“, so Will.

Leider wurden bereits um 16:00 Uhr erste Absperrungen von Demonstrant:innen durchbrochen. Dieses verantwortungslose Handeln und der mangelnde Respekt für das Grundrecht auf Erwerbsfreiheit gerade in schwierigen Zeiten der Pandemie sind bedauerlich. Immerhin wird jeder fünfte Arbeitsplatz in Österreich vom Handel bereitgestellt. Die Polizei ist entsprechend gefordert, um einen geordneten Ablauf weiterhin sicherzustellen.

Branchenvergleich: Lebensmittel, Spielzeug, Bekleidung, Elektronik, Kosmetik und Bücher legen zu.
„Im Branchenvergleich verzeichnete diese Woche insbesondere der Handel mit Lebensmitteln, Spielzeug, Bekleidung, Kosmetik, Elektronik und Büchern eine hohe Nachfrage. Auch viele Möbelhäuser waren heute rappelvoll. Allerdings gilt dies nur für Geschäfte abseits von Tourismusgebieten, wo weiterhin viele Gäste aus dem Ausland ausbleiben. In den Wiener Einkaufszentren wiederum drückt die verkürzte Aufenthaltsdauer der Kunden aufgrund der fehlenden Gastronomie die Umsätze etwas nach unten“, ergänzt Handelsverband-Präsident Stephan Mayer-Heinisch.

„Allein durch den bundesweiten Lockdown für Ungeimpfte, die Verlängerung des harten Lockdowns in Oberösterreich bis 16. Dezember und die fehlende Gastronomie in Wien bis 20. Dezember entgeht dem stationären Non-Food-Handel in dieser Woche fast 450 Millionen Euro. Dafür könnte der morgige goldene Sonntag rund 120 Millionen Euro in die Kassen der Händler spülen“, bestätigt Rainer Will.

Letztes Adventwochenende: Handel hofft dank Last-Minute-Shopper auf 0,5 Mrd. Euro Umsatz.
„Insgesamt wird der heimische Handel am vierten Adventwochenende mit dem ersten verkaufsoffenen Sonntag seit der Fußball-Europameisterschaft 2008 rund 500 Millionen Euro erwirtschaften. Das entspricht mehr als 8 Prozent der gesamten Dezember-Umsätze im österreichischen Handel. Allerdings kann ein Super-Einkaufswochenende bei weitem nicht die Umsatzverluste von 20 Lockdown-Tagen kompensieren“, so Mayer-Heinisch.

„Es darf künftig nicht mehr die Frage sein, ob der Handel offenbleibt, sondern nur wie!“
Mit Blick auf die rasante Ausbreitung der hochinfektiöses Omikron-Variante wird der stationäre Handel in Österreich alle Hebel in Bewegung setzen, um auch nach Weihnachten weiterhin ein sicheres Einkaufen sowie die Versorgungssicherheit der Bevölkerung zu garantieren.

„Es darf künftig nicht mehr die Frage sein, ob der Handel offenbleibt, sondern nur wie er offenbleibt. Hierfür gilt es, auf möglichst praxistaugliche, gelindere Maßnahmen zu setzen. Als Ultima Ratio, um einen geöffneten Non-Food-Handel nachhaltig zu garantieren, wäre auch eine erneute Verkürzung der Öffnungszeiten bis 19:00 Uhr oder eine Wiedereinführung der 10m2-Regelung pro Kunde in den Geschäften möglich. Entscheidend ist aber ein rascher bundesweiter Ausbau der PCR-Testkapazitäten sowie eine Anpassung der Quarantänevorgaben für 3-fach-geimpfte Beschäftigte mit Omikron-Kontakt“, appelliert Branchensprecher Rainer Will an die Bundesregierung.

Eine entsprechende Ausnahmeregelung für „Geboosterte“ wurde inzwischen auch von der österreichischen Ärztekammer empfohlen, denn eine 14-tägige Quarantäne ohne Freitest-Möglichkeit würde die heimische Wirtschaft lahmlegen.

Rückfragen & Kontakt:
Handelsverband
Mag. Gerald Kuehberger, MA
Pressesprecher
Tel.: +43 (1) 406 22 36 – 77
gerald.kuehberger@handelsverband.at
www.handelsverband.at

Julia Gerber, MA
Communications Managerin
Tel.: +43 (1) 406 22 36 – 80
julia.gerber@handelsverband.at
www.handelsverband.at

Quelle: APA/OTS Wirtschaft

Translate »
error: