Gemini läuft erfolgreich und wird weiter verbessert
Ein Jahr nach dem Start ziehen die Betreiber des Gemini-Netzwerks, die Hamburger Containerreederei Hapag-Lloyd und der dänische Transport- und Logistikkonzern Maersk, eine positive Bilanz über die geleistete Arbeit der Allianz: Die Fahrplanzuverlässigkeit liege stabil bei 90 Prozent und die Servicequalität habe sich weiter erhöht, teilen die beiden Unternehmen mit.
Heuer werden Hapag-Lloyd und Maersk gezielte Optimierungen am Gemini-Netzwerk vornehmen. Das Setup startet im April und strebt auf der Route Fernost – Nordeuropa eine stärkere Abdeckung und schnellere Verbindungen an:
- NE2 wird einen Direktanlauf in Antwerpen hinzufügen und damit die Hinterlandanbindung erweitern sowie den Zugang zu wichtigen Frachtströmen in den Benelux-Staaten und Europa verbessern.
- NE3 führt eine Ostsee-Rotation mit Anläufen in Aarhus und Göteborg ein und erweitert damit die Marktabdeckung in der Ostseeregion deutlich. Southampton wird letzter europäischer Anlaufhafen in Richtung Asien und stärkt damit britische Exportverkehre. In Asien läuft der Dienst künftig Yantian statt Ningbo an und bietet damit zusätzliche Optionen für Kunden mit Fokus auf die Pearl-River-Delta-Region.
- NE4 kehrt zu seiner bisherigen Rotation ohne Ostsee-Schleife zurück und etabliert damit eine der schnellsten, direkten Verbindungen zwischen Ningbo und Deutschland.
Im Mittelmeerraum zielen die Netzwerkanpassungen auf Wettbewerbsfähigkeit und operative Stärke ab:
- SE1 ergänzt Algeciras sowohl west- als auch eastbound und bietet damit branchenführende Transitzeiten für Spanien und angrenzende Märkte. Durch eine gestraffte Rotation verbessern sich zudem die Verbindungen in die Adria deutlich.
- SE3 wird auf 20.000-TEU-Schiffe umgestellt. Eine vereinfachte Rotation soll die Zuverlässigkeit des Dienstes verbessern, wobei Istanbul und Izmit künftig über spezielle Shuttle-Verbindungen bedient werden. Der Dienst wird Port Said und den neuen Terminal von Hapag-Lloyd in Damietta anlaufen, was die Zuverlässigkeit des Fahrplans weiter erhöht.
Außerdem führt Hapag-Lloyd den Online-„Service Explorer“ ein, der eine interaktive, datenbasierte Übersicht über das globale Netzwerk bietet. Das Tool ist für alle Dienste verfügbar und erhöht die Transparenz hinsichtlich Routenführungen, Verbindungen und Transitzeiten.
www.hapag-lloyd.com, www.maersk.com
Quelle: OEVZ



