Immer mehr Logistikbetriebe am Flughafen Wien

Der Flughafen Wien (VIE) verzeichnete weiterhin massive Passagiereinbrüche und zählte mit 10,4 Mio. Fluggästen im Jahr 2021 immer noch um 67,1 Prozent weniger Reisende im Vergleich zum Vorkrisenniveau (2019). Gesunken sind im Vergleich zu 2019 sowohl das Passagieraufkommen im Transferverkehr (-65,0%) als auch die Anzahl der Lokalpassagiere.

Die Anzahl der Starts und Landungen ging um 58,2 Prozent zurück. Das Frachtaufkommen verzeichnete im Jahr 2021 im Vergleich zu 2019 ein Minus von 7,9 Prozent. Jedoch bedeuteten die 261.299 Tonnen ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2020, gab der VIE-Vorstand gestern bei einem Pressegespräch bekannt.

Das Pharma Handling Center mit drei getrennten Kühlbereichen auf 1.650 m² Fläche hat sich erfolgreich am Markt positioniert. Hier erwartet der Flughafen Wien aufgrund umfassender Handlingvereinbarungen mit Lufthansa Cargo (inklusive Transitfracht) und Turkish Cargo ein starkes Mengenwachstum im Jahr 2022.

Ein weiterer Lichtblick am Flughafen Wien bleibt die wachsende AirportCity, wo sich immer mehr Logistikbetriebe ansiedeln. Die Deutsche Logistik Holding DLH startet mit einem Logistikpark auf 45.000 m², DHL Air errichtet hier ihr Headquarter und Helios Real Estate realisiert 2022 ein 70.000 m² großes Logistikzentrum auf 21 Hektar.

Trotz Krise laufen die Klimaschutzinvestitionen auf Hochtouren. So entsteht um 20 Mio. Euro auf 24 Hektar Österreichs größte Photovoltaik-Anlage und wird die Fernwärme-Lieferung in Zukunft CO2-neutral erfolgen. Damit kommt der Standort seinem Ziel, ein „Green Airport“ zu werden, einen großen Schritt näher.

„Der Flughafen Wien muss durch die Corona-Krise von 2021 bis 2023 insgesamt einen Umsatzverlust von 1,3 Mrd. Euro verdauen, 2022 sollte aber nun den wirtschaftlichen Turnaround bringen. Basis dafür sind ein massives Sparprogramm, staatliche Unterstützung, vor allem die Corona-Kurzarbeit, die voraussichtlich mit März 2022 endet, und ein unglaublicher Einsatz aller Mitarbeiternden, wodurch die Krise bisher ohne betriebsbedingte Kündigungen gemeistert wurde“, berichtete Dr. Günther Ofner, Vorstand der Flughafen Wien AG.

www.viennaairport.com

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