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Jöbstl-Gruppe war eine der letzten steirischen Eichen in der Spedition

5. August 2019 09:52

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Ihre Reihen lichten sich, doch ein paar mittelständische Speditions- und Logistikunternehmen gibt es noch in Österreich. Sie behaupten sich mehr oder weniger erfolgreich am Markt. Ihre Eigentümer sind mit einer Mischung aus Begeisterung, hoher Einsatzbereitschaft und kaufmännischer Vernunft bei der Sache. Sie eint die Erkenntnis, dass auch ein inhabergeführter Speditions-, Transport- und Logistikdienstleister heute mehr können muss als Waren aller Art von der Ladestelle A zum Empfänger B zu bringen. Wer das in den letzten Jahren nicht wahrhaben wollte oder einfach negiert hat, den gibt es heute nicht mehr.

Mit 250 Mitarbeitenden an 11 Standorten in Österreich, Deutschland, Ungarn, Slowenien und Bulgarien und rund 70 Mio. Euro Jahresumsatz war die in Wundschuh bei Graz ansässige Jöbstl-Gruppe das Musterbeispiel eines mittelständischen Dienstleisters. Das Unternehmen mit einer mehr als 90-jährigen Tradition ist als Frachtführer groß geworden. Diese klassischen Transportdienste bilden heute aber nur mehr ein Mittel zum Zweck. Sie sind eingebettet in die Servicepakete in den Bereichen Spedition und Logistik, wo das Haus Jöbstl angefangen von Paket- und Stückgutsendungen über Lkw-Teil- und Komplettladungen bis zu industriellen Projektladungen so ziemlich alles bewegt was man sich vorstellen kann.

„So ein Unternehmen kann man nicht nur über Kennzahlen führen. Vielmehr steht und fällt unser Erfolg mit der Befähigung und den entsprechend gut geschulten Mitarbeitenden zur Darstellung von hohen Leistungs- und Qualitätsstandards im Tagesgeschäft“, reflektierte Christoph Jöbstl im Februar im Gespräch mit der Österreichischen Verkehrszeitung. Dabei bekräftigte der Geschäftsführer der Jöbstl Holding GmbH die Bedeutung der Zusammenarbeit mit dem ILN-Netz in Österreich einerseits sowie mit dem CargoLine-Verbund im Bereich der europaweiten Sammelgutverkehre andererseits. Ohne diese und andere Partnerfirmen, ergänzt um die eigenen Häuser in den Nachbarländern, könnte das Unternehmen keine europaweite Flächendeckung für kleinteilige Sendungen gewährleisten. Man müsste es dann entweder sein lassen oder Kooperationen mit den internationalen Konzernspeditionen eingehen, was wahrscheinlich der Anfang vom Ende wäre.

Doch daran verschwenden die Inhaber Christoph Jöbstl und sein Bruder Mag. (FH) Kurt Jürgen Jöbstl keinen Gedanken. Das Duo teilt sich die Geschäftsführung der Jöbstl Holding, die ihre vielfältigen Dienstleistungen in den Bereichen Transport, Spedition und Logistik mit einer klaren Struktur und fachkundigen Mitarbeitenden erbringt. Darin sieht Christoph Jöbstl den vielleicht größten Unterschied zu den Konzernspeditionen gegeben, bei denen man nach seiner damaligen Einschätzung der Sachlage in bestimmten Abteilungen nur mehr Systemverwalter antrifft. Das fügt sich offenbar gut in deren Netzwerke ein, steht aber in krassem Widerspruch zur Strategie eines eigentümergeführten Mittelständlers.

Es ist noch gar nicht so lange her, da unternahm die Jöbstl-Gruppe selbst einmal den Versuch sich ausschließlich über Kennzahlen zu definieren. Das habe so nicht funktioniert, resümiert Christoph Jöbstl. Daher achtete man zuletzt wieder verstärkt auf stabile Kundenbeziehungen, ohne dabei den Faktor der Profitabilität aus den Augen zu verlieren. Dazu gehört der Anspruch, sich von den teilweise immer dreister formulierten Ausschreibungsunterlagen und dem extremen Preisdruck von spezialisierten Einkaufsagenturen ausdrücklich zu distanzieren. Derartige Akteure versuchen teilweise die CMR-Deckungen auszuhebeln, was unzulässig ist und die Speditionen versicherungstechnisch schlechter stellen würde.

In Österreich sieht Christoph Jöbstl die Firmengruppe mit den eigenen Häusern in den Bundesländern Steiermark, Kärnten und Oberösterreich beziehungsweise mit der engen Kooperation mit der SLM Spedition & Logistik GmbH in Wiener Neudorf für den Großraum Wien und weiteren Partnerschaften (Stichwort ILN-Netz) gut aufgestellt. Jedoch ortet er hier nach wie vor ein beträchtliches Einsparungspotenzial im Bereich der Lkw-Nahverkehre, im Fachjargon „Rollfuhr“ genannt. Hier bewirkte der vor ein paar Jahren vollzogene Neuansatz in der Ostregion die Einsparung von sechs Flächenverkehrsfahrzeugen. Einen ähnlichen Modellansatz würde die Jöbstl-Gruppe gerne auch in Oberösterreich und in der Steiermark realisieren, wo bisher alle diesbezüglich geführten Gespräche ergebnislos verlaufen sind.

Ein derartiges Vorgehen wäre aus der Sicht des steirischen Unternehmens auch deshalb sinnvoll, weil die Rekrutierung und Anstellung von gut geschulten Lkw-Fahrern, Sachbearbeitern und Disponenten heutzutage eine große Herausforderung darstellt. „Vielleicht betreibt unsere Branche zu wenig Imagepflege“, bemerkt Christoph Jöbstl dazu. Umgekehrt betrübt es ihn ein wenig, dass vielen jungen Menschen in den Schulen nicht der Unterschied zwischen den klassischen Transportdienstleistern einerseits sowie den Speditionen und Logistikspezialisten andererseits vermittelt wird. So gestalte es sich wirklich schwierig, geeigneten Nachwuchs für einen interessante und vielseitige Ausbildung in den einzelnen Unternehmen zu finden.

Kaum besser ergeht es der Jöbstl-Gruppe beim Versuch der Bündelung der steirischen Lagerlogistikaktivitäten an einem zentralen Standort nahe dem Cargo Center Graz. Für Christoph Jöbstl bewegen sich die Grundstückspreise hier mittlerweile auf einem Niveau, „das unsere Möglichkeiten übersteigt“. Daher belässt man es vorläufig bei den vier Betriebsstätten mit 40.000 m² Lagerfläche, auch wenn das nicht der Weisheit letzter Schluss ist. Somit besitzt die Etablierung eines eigenen Standortes in Zagreb als Drehscheibe für die Region Westbalkan derzeit die besten Chancen, wenngleich dazu noch eine konkrete Entscheidung aussteht.

JOACHIM HORVATH

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