RHI Magnesita: Radenthein wird zum zentralen Ausbildungs-Hub für die Fachkräfte der Zukunft

Digitalisierte Arbeitswelt erfordert moderne Ausbildung.

Der Weltmarktführer für Feuerfestprodukte und -lösungen läutet die Zukunft der Industrieausbildung ein: Ab Herbst 2020 bietet RHI Magnesita am Unternehmensstandort Radenthein in Kärnten drei Neuerungen in der Lehrlingsausbildung an: Zum Ersten wird Radenthein zum zentralen Ausbildungs-Hub im deutschsprachigen Raum. Zum Zweiten führt der Kärntner Standort den neuen Lehrberuf „Prozesstechnik“ ein. Und zum Dritten beteiligt sich das Werk am Kärntner Pilotprojekt „Lehre und Studium“. Alle drei Initiativen sollen das Unternehmen und das Werk Radenthein zukunftsfit machen und Fachkräfte für die digitalisierte Arbeitswelt vorbereiten. „Die Digitalisierung bringt enorme Chancen für die Industrie mit sich. Mit neuen Technologien entstehen neue Berufsfelder. Wir übernehmen die Verantwortung, die Fachkräfte dafür auch auszubilden“, erklärt Stefan Borgas, CEO RHI Magnesita. „Warum wir damit in Radenthein beginnen, hat einen einfachen Grund: Hier wird Innovation gelebt. Radenthein ist ein Vorzeigewerk mit internationaler Strahlkraft.“

Zentraler Ausbildungs-Hub.
„Ab Herbst 2020 bilden wir in Radenthein über unseren eigenen Bedarf hinaus Lehrlinge aus“, verkündet Heimo Wagner, Werksleiter in Radenthein, am Dienstagnachmittag bei einem Pressegespräch. Derzeit lernen rund 30 Lehrlinge im Kärntner Betrieb, in Zukunft soll es dauerhaft mehr Ausbildungsplätze geben. Der Grund: RHI Magnesita in Radenthein soll zukünftige Lehrlinge für den gesamten deutschsprachigen Raum ausbilden, vor allem in Lehrberufen, die auf Digitalisierung spezialisiert sind. „Das Werk in Radenthein ist in der Automatisierung bereits weit fortgeschritten. Hier verfügen wir über die nötige Infrastruktur und das Wissen, den Umgang mit neuen Technologien lehren zu können“, so Wagner.

Die Lehrlingsausbildung in den anderen Werken bleibt dennoch aufrecht. Alle österreichischen und deutschen Standorte sollen dann aber auf die in Radenthein ausgebildeten AbsolventInnen zurückgreifen können. „Wir vernetzen uns aber auch mit anderen Industriebetrieben in der Region. Die Lehrlingsausbildung wird auch für KMU offen sein, um eine professionelle Grundausbildung zu ermöglichen“, versichert Radentheins Bürgermeister Michael Maier. Auch Radentheins Betriebsratsvorsitzender Martin Kowatsch unterstützt die Ausbildungsinitiative: „Bildung darf kein Privileg sein. In Radenthein legen wir darauf Wert, ein breites Ausbildungsangebot zu ermöglichen.“

Borgas ergänzt: „Unser Angebot ist bestimmt auch für interessierte Junge aus dem Ausland attraktiv.“ Der CEO beschreibt das neue Ausbildungskonzept: „Wir haben die Vision, dass junge, digitalisierungsaffine Frauen und Männer nach Radenthein kommen, um sich hier von uns ausbilden zu lassen. Wir ermöglichen ihnen damit eine weitere Karriere im gesamten deutschsprachigen Raum.“

Lehrlingsheim in Radenthein.
Um die zusätzlichen neuen Lehrlinge vor Ort gut versorgen zu können, kooperiert RHI Magnesita mit der Gemeinde. Radentheins Bürgermeister Michael Maier sichert zu, eine Unterkunft für die neuen Lehrlinge in der Region so zu adaptieren und zu modernisieren, dass sie den Ansprüchen von jungen Lehrlingen gerecht wird. „Es freut mich sehr, dass RHI Magnesita in Radenthein in die Zukunft kommender Generationen investiert. Um sicher zu stellen, dass die Jungen gut versorgt sind, ermöglicht die Gemeinde die Unterbringung. Das hat auch eine integrative Wirkung. Die internationalen Talente sollen sich in Radenthein wohl fühlen.“

Neuer Lehrberuf Prozesstechnik.
Die stetige Digitalisierung der Industrie erfordert auch die entsprechende Ausbildung der Fachkräfte. Während der Ausbildung zum Prozesstechniker bzw. zur Prozesstechnikerin lernen Jugendliche, Produktionsprozesse anhand von Daten optimal zu steuern und arbeiten dabei an modernen Industrieanlagen. Als Teil der Ausbildung lesen und erstellen sie technische Unterlagen, legen selbstständig Produktionsabläufe fest, teilen computergesteuerte Maschinen ein und programmieren Anlagen. Im Radentheiner Werk wird dieser neue Lehrberuf ab Herbst angeboten. „Als einer der größten Ausbildungsbetriebe Kärntens ist es für uns selbstverständlich, immer am Puls der Zeit zu sein und junge Menschen auf den Arbeitsmarkt der Zukunft vorzubereiten“, erklärt Heimo Wagner, Werksleiter in Radenthein.

Kärtner Pilotprojekt „Studium & Lehre“.
Außerdem ab Herbst 2020 im Programm: das Pilotprojekt „Studium & Lehre“. Jugendliche mit Matura können hierbei eine viereinhalbjährige Ausbildung absolvieren, die gleich mit drei Abschlüssen verbunden ist: Ein Bachelor of Science in „System Engineering“, ein Lehrabschluss in „Elektrotechnik: Anlagen- und Betriebstechnik“ und einer für den neu eingeführten Lehrberuf „Prozesstechnik“.
Das Pilotprojekt, das neben den beteiligten Betrieben wie RHI Magnesita auch von der FH Kärnten, der Bildungsdirektion Kärnten, der Fachberufsschule Villach 2, der Wirtschaftskammer und der Industriellenvereinigung getragen wird, ist österreichweit einzigartig: Im ersten Durchlauf bekommen ab Oktober 2020 insgesamt zwölf MaturantInnen, davon drei in Radenthein, die Möglichkeit, in viereinhalb Jahren sowohl einen Bachelor- als auch zwei Lehrabschlüsse zu erhalten.
Die StudienanfängerInnen steigen in das zweite Lehrjahr der betrieblichen Ausbildung ein. Die Unterrichtsgegenstände an der Berufsschule werden deutlich gekürzt und das Hauptaugenmerk wird auf die technischen Inhalte gelegt. Die praktische Ausbildung findet gleichzeitig im Betrieb statt. Zwei Tage pro Woche verbringen die StudentInnen an der Fachhochschule Kärnten.

„Dieses neue Konzept orientiert sich an den Bedürfnissen von Industriebetrieben und ermöglicht den Absolventinnen und Absolventen, neue Prozesse und Entwicklungen mitzugestalten und sich zu Führungskräften zu entwickeln“, erklärt Reinhard Zammernig, Ausbildungsleiter bei RHI Magnesita in Radenthein. InteressentInnen können sich bereits für einen Platz bei RHI Magnesita bewerben: https://t1p.de/a69o

RHI Magnesita als Technologie-Leader.
Dass RHI Magnesita seinen Anspruch, der Technologie-Leader der Feuerfestbranche zu sein, ernst nimmt, zeigt nicht nur die Initiative zur Ausbildung in Radenthein. Das Unternehmen hat erst vor wenigen Wochen in Wien einen Digital Hub für 4.0-Projekte gegründet. Dort werden modernste Technologien marktreif gemacht, die den Kunden von RHI Magnesita dabei helfen, die Hitze in ihren Produktionswerken zu managen.

Nähere Infos

Fotos vom Pressegespräch zur freien Verwendung auf https://flic.kr/s/aHsmLLw1s8


Über RHI Magnesita:
RHI Magnesita ist der Weltmarktführer bei hochwertigen Feuerfestprodukten, -systemen und -serviceleistungen, die für industrielle Hochtemperaturprozesse über 1.200 °C unverzichtbar sind. Sie kommen unter anderem in der Stahl-, Zement-, Nichteisenmetalle- und Glasindustrie zum Einsatz. Durch die vertikal integrierte Wertschöpfungskette vom Rohstoff bis zum Feuerfestprodukt und den leistungsorientierten Gesamtlösungen bedient RHI Magnesita Kunden in nahezu allen Ländern weltweit. Mit über 14.000 Mitarbeitern in 35 Produktionswerken sowie mehr als 70 Vertriebsstandorten weist das Unternehmen eine hohe geografische Vielfalt auf. RHI Magnesita nützt seine globale Führungsposition bei Umsatz, Größe, Produktportfolio und breiter geografischer Präsenz weltweit aus, um gezielt Länder und Regionen zu erschließen, die von wachsenden Märkten und guten Konjunkturaussichten profitieren. Die Aktie des Unternehmens notiert mit einem Premium-Listing an der Londoner Börse (Symbol: RHIM) und gehört dem FTSE 250 Index an. Weitere Informationen finden Sie unter: www.rhimagnesita.com

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Vice Spokesperson
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Quelle: APA/OTS Wirtschaft

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