DB Schenker Österreich trotzt der Corona-Krise

DB Schenker ist ein international tätiger integrierter Logistikdienstleister mit über 75.800 Mitarbeitenden an 2.000 Standorten. Die Schenker & Co AG in Wien fungiert als Cluster Office für Südosteuropa. In den 14 Ländern der Region sind derzeit rund 7.000 Mitarbeitende an 80 Standorten beschäftigt. Die Österreich-Organisation erläutert in einem schriftlichen Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung den aktuellen Geschäftsverlauf und die Herausforderungen für das Unternehmen.

Wie hat sich die nationale Stückgutlogistik in den letzten Tagen entwickelt?
Wir transportieren aktuell sehr viele Sendungen. Der Grund dafür liegt darin, dass viele Unternehmen Güter vorproduziert haben beziehungsweise die Produktionen teilweise noch weiterlaufen und die Lagerhallen gut gefüllt sind. Im Landverkehr konnten wir bei den Komplettladungen sowie auch bei Stückgutsendungen in den letzten Tagen mehr Transportvolumen verzeichnen als erwartet.

Wie wichtig ist den Kunden in der momentanen Situation die Kontaktlose Zustellung von Stückgutsendungen?
Die kontaktlose Zustellstellung ist in der derzeitigen Situation von enormer Wichtigkeit für unsere Kunden sowie auch für unsere Mitarbeitenden. Wir haben bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die unsere Kunden, Fahrer und Umschlagsmitarbeiter schützen. So ist neben empfohlenen und verordneten Hygiene- und Abstandsregelungen auch keine direkte Unterschrift bei der Übernahme mehr nötig. Bei den Lkw-Wechselbrücken wird die Ladung abgeladen und erst zu einem späteren Zeitpunkt von den Mitarbeitern übernommen.

Wie stellt sich die Situation in der Luft und Seefrachtspedition dar?
Wir arbeiten intensiv an der Bereitstellung von Luftfrachtkapazitäten, um unseren Kunden tragfähige Lösungen anzubieten. So haben wir im Import & Export nach/von China und aus/in die USA eigene Charter-Flüge eingesetzt, die trotz des Einreiseembargos einen flexiblen Service für Luftfrachtsendungen aus und in die USA (Chicago & Atlanta) anbieten. Ebenso werden für Luftfrachtsendungen nach und von China (Shanghai) ausreichend Kapazitäten vorgehalten.

In der Seefracht haben wir zusätzliche LCL-Services in die USA eingesetzt und nach China bieten unsere bestehenden Verbindungen genügend Kapazitäten und schnelle Laufzeiten. Die Schließung des privaten und öffentlichen Sektors in ganz Europa hat begonnen, sich auf die Produktivität der Häfen auszuwirken. Es wurden jedoch bis jetzt noch keine direkten Auswirkungen auf den Hafenbetrieb gemeldet.

Wie stuft man bei DB Schenker die Geschäftsentwicklung im weiteren Jahresverlauf ein?
Das ist aufgrund der derzeitigen Situation schwierig zu sagen. Die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie sind noch nicht absehbar, weder in Europa, noch in den USA und auch nicht in Asien, obwohl dort bereits eine Erholung der Produktion stattfindet.

Was sind für DB Schenker in der momentanen Situation die größten Herausforderungen – Grenzaufenthalte, vollausgelastete Lager etc.?
Mehrere europäische Länder haben landesweite Reisebeschränkungen verhängt, die jedoch zum Großteil nicht den Gütertransport betreffen. Für Ausnahmen stehen wir in engem Kontakt mit den lokalen Behörden und arbeiten an Lösungen, um die Güterströme so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Grenzbeschränkungen und Gesundheitskontrollen führen zu längeren Wartezeiten, dass kann zu Verzögerungen in den Lieferzeiten führen. Dadurch müssen partiell auch mehr Lkw und Fahrer eingesetzt werden, um Laufzeitverluste zumindest zum Teil zu kompensieren.

DB Schenker ist aktuell mit allen Standorten (Europa & dem Rest der Welt) sowie in allen Bereichen im Luft-, See- und Landverkehr zur 100 Prozent operativ tätig.
www.dbschenker.com/at

Die ÖVZ bedankt sich bei DB Schenker Österreich für die Beantwortung der Fragen.
Redaktion: Joachim Horvath
www.oevz.com

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