Wirtschaftsdrehscheibe Hafen Wien tritt schlanker und gestärkt in Aktion

So kann es aus der Sicht der Hafen Wien Gruppe noch lange weitergehen. Die Stadt Wien wächst – und damit verbunden die Nachfrage der Bevölkerung nach Dingen des täglichen Bedarfs.

Auch als Wirtschaftsstandort entwickeln sich die Bundeshauptstadt und die Ostregion positiv. Dementsprechend steigt der Bedarf an qualitativ hochwertigen Transport- und Logistikdienstleistungen. Vor allem für die Anbieter von umweltfreundlichen Servicekonzepten stehen die Zeichen gut. Einer der ganz wesentlichen Akteure auf diesem Gebiet ist die Hafen Wien Gruppe, deren Management am 3. Juli gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Wien Holding, Kurt Gollowitzer, die Bilanz für das Jahr 2018 präsentiert hat.

In den Kurzberichten im Anschluss an diesen Artikel werden die Details dazu ausführlich beleuchtet. Was darin nur unzureichend zum Ausdruck kommt, ist das kontinuierliche Wachstum der Hafen Wien Gruppe seit 2015. Das liegt in verschiedenen Ursachen begründet. Dazu zählen die in den letzten zehn Jahren getätigten Investitionen von mehr als 200 Mio. Euro in den Bereichen Umschlag, Straßen- und Schieneninfrastruktur, Containerterminal, Landgewinnung, Hochwasserschutz sowie Immobilienprojekte (Stichwort: HQ7). Jede einzelne Maßnahme leistet einen Beitrag zur Leistungssteigerung der trimodalen Logistikdrehscheibe im Herzen der Stadt Wien.

Die Innovationsplattform „thinkport Vienna“ und moderne Digitalisierungsstrategien kreieren Lösungen zur Bewältigung der transport- und lagerlogistischen Herausforderungen in urbanen Ballungsräumen. Wie gut ein Logistikstandort am Markt positioniert ist, zeigt sich in schwierigeren Zeiten. Diesbezüglich befindet sich der Hafen Wien offenbar auf einem guten Niveau. Trotz der langen Trockenphase in der zweiten Jahreshälfte und der dadurch bedingt kritischen Pegelstände auf der Donau verringerte sich der wasserseitige Güterumschlag in den drei Wiener Häfen Freudenau, Albern und Lobau in 2018 lediglich um 7,8 Prozent auf 968.400 Tonnen. Da hat es andere Standorte im In- und Ausland viel schlimmer erwischt. Besser noch: In der Freudenau ist die wasserseitig umgeschlagene Menge von rund 50.000 Tonnen im Jahr 2017 auf 53.700 Tonnen gestiegen. Insgesamt wurden in der Berichtsperiode 1.073 Schiffe abgefertigt, um 13 Einheiten mehr als 2017.

Das trimodale Containerterminal und –depot WienCont reagiert auf die Verlagerung der Blockzüge der Rail Cargo Group in das neue ÖBB Güterzentrum Wien Süd in Inzersdorf mit einem Marktauftritt als Komplettanbieter, der die gesamte Wertschöpfungskette der Kunden abdeckt. Dafür wurde eine Mehrheitsbeteiligung an der Firma Fehringer Technical Service Consulting GmbH erworben und die Lkw-Abfertigung beschleunigt. Das Ergebnis ist eine deutliche Steigerung des Geschäftsvolumens im Bereich Containerhandel und Containerreparatur. Hier spielt auch die Erweiterung der Lagerlogistik um 4.400 m² hinein. Konkret handelt es sich dabei um eine Lagerhalle für die Containerstauung von Bauteilen sowie Komponenten für ein Krankenhausprojekt auf der Karibik-Insel Trinidad und zur Betreuung eines Straßenbahn-Großauftrages der Firma Siemens in Saudi Arabien.

So kommt es, dass sich bei der Hafen Wien Gruppe sämtliche relevanten Kennzahlen verbessern. Der wasserseitige Umschlag verzeichnete in den ersten fünf Monaten 2019 ein Plus von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Im Segment Containerstauung ist das Auftragsvolumen um 40 Prozent gestiegen, die Lagerauslastung beträgt derzeit 81 Prozent. Bei der WienCont steht für den Zeitraum von Jänner bis Mai 2019 ein 14%iges Sendungsplus zu Buche. Und die Perspektiven für das Gesamtjahr sind angesichts des neuen Zugsystems auf der Achse zwischen Wien und Rotterdam sowie der Pläne für weitere Regelverkehre auf den Routen Wien – Ludwigshafen und Wien – Duisburg (für nicht kranbare Trailer) vielversprechend. Auch der wasserseitige Güterumschlag sollte mittel- bis langfristig weiteren Auftrieb erfahren. Darauf deuten zwei Indizien hin. Im Hafen Albern hat die Firma Bio Pinczker bereits den zweiten Speicher erworben.

Die Anlage wird gerade um einen Millionenbetrag renoviert und auf den neusten Stand der Technik gebracht. Gleichzeitig verstärkt die Firma Baubeton GmbH ihr Engagement im Hafen Wien. Dafür verdoppelt das auf die Herstellung von Standard- und hochwertigen Spezialbetonen befasste Unternehmen die bisher genutzte Fläche. Damit einher geht die Schaffung einer weiteren Verladeanlage für die Binnenschifffahrt und die Errichtung einer Anschlussbahn, womit die Wiener Betriebsstätte erstmals eine direkte Anbindung an den Verkehrsträger Schiene erhält.

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