VNL-Logistik-Forum bringt neuen Spirit in die Logistik – emissionsfrei, digital und resilient
Das Logistik-Forum Wien 2025 des VNL (Verein Netzwerk Logistik) bestätigte gestern eindrucksvoll seine Bedeutung als Leitveranstaltung der Branche: Bereits Wochen vor dem Termin war die Veranstaltung restlos ausverkauft.
Über 130 Entscheidungsträger:innen, Expert:innen und Innovator:innen aus Wirtschaft, Politik und Forschung trafen sich bei bester Stimmung in der Unternehmenszentrale der Österreichischen Post am Rochusplatz in Wien und nutzten die Plattform, um die drängendsten Herausforderungen der Logistik zu diskutieren – von geopolitischen Risiken bis hin zu emissionsfreien Lieferketten. Zum Abschluss gab noch WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr eine globale Übersicht auf die Welt im Umbruch und ihre Auswirkungen auf die Logistik.

Ein besonderes Highlight war der Auftritt von Bundesminister Peter Hanke. Sein Grußwort und Gespräch mit Vertreter:innen der Branche unterstrichen die politische Relevanz von Mobilität, Innovation und Infrastruktur für die künftige Wettbewerbsfähigkeit Österreichs: „Die Logistik ist das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie verbindet Menschen, Märkte und Ideen – und sie ist entscheidend dafür, dass Österreich auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt. Damit wir in Europa und international eine führende Rolle einnehmen können, braucht es Weitblick und Lösungskompetenz. Genau diesen Geist spürt man hier beim Logistik-Forum Wien − das stimmt mich zuversichtlich. Als Mobilitäts- und Innovationsminister ist es mir ein Anliegen, diesen Weg mit einer Logistikstandortstrategie für Österreich aktiv zu unterstützen und die Rahmenbedingungen so zu gestalten, dass die Branche nachhaltig und zukunftsfit bleibt.“

VNL-Obmann Franz Staberhofer betonte in seiner Begrüßung: „Der VNL wächst so stark wie nie zuvor – plus 25 Prozent seit 2024, über 5.500 Fach- und Führungskräfte zählen bereits zu unserem Netzwerk. Diese Dynamik beweist, wie groß die Bedeutung der Logistik geworden ist. Ab 2026 holen wir zudem den Europäischen Logistikpreis nach Wien – ein Signal, dass Österreichs Logistik auch international sichtbar und anerkannt ist.“
Peter Umundum (Vorstand Paket & Logistik, Österreichische Post AG) strich hervor: „Das Logistik-Forum Wien zeigt eindrucksvoll, wie stark unsere Branche durch Vernetzung, Innovation und Praxisorientierung geworden ist. Gerade in Zeiten globaler Umbrüche ist Logistik mehr denn je ein Schlüssel für nachhaltiges Wachstum und wirtschaftliche Resilienz. Auch als Österreichische Post gehen wir mit gutem Beispiel voran und setzen nicht nur auf CO2-freie Lösungen und zunehmend digitale Prozesse, sondern bringen uns auch aktiv in den Dialog ein, um die Zukunft der Logistik gemeinsam zu gestalten.“

Gabriel Felbermayr (Direktor, WIFO) gab einen Einblick in die Umbrüche in der Welt und wie diese die Logistik beeinflussen: „Der internationale Freihandel steht an einem Scheideweg. Die protektionistische Zollpolitik der Trump-Regierung hat vor Augen geführt, wie fragil die globalen Regeln sind und welche Verwerfungen sie auslösen können. Für Europa bedeutet das: Wir müssen unsere eigene handelspolitische Handlungsfähigkeit stärken, um Wohlstand und Stabilität langfristig zu sichern. Europa braucht starke Cluster, gemeinsame Investitionen und den entschlossenen Kampf um Talente – sonst droht der Rückfall in Abhängigkeiten.“
Andrea Faast (Leitung Standortpolitik, Infrastruktur, Wirtschaftskammer Wien) initiierte das Projekt „Zero Emission Transport Vienna“: „Es ist ein Herzensprojekt, das aus Gesprächen mit Unternehmer:innen hervorgegangen ist. Das große Interesse an einer Teilnahme und der ausgesprochen offene Austausch über Erfahrungen mit Elektro-Fahrzeugen zeigen dies deutlich. Hier wird spürbar, dass es gelungen ist, auf einer über viele Jahre gewachsenen Vertrauensbasis eine Gesprächsebene zu schaffen, auf der sich alle Beteiligten gerne einbringen.“

Peter Stelzer (CEO, ivii GmbH) präsentierte seine Zukunftsperspektive und erläuterte die Auswirkungen der Künstlichen Intelligenz auf die Logistik: „Simplify or die – Komplexität ist heute eine der größten Wachstumsbremsen. Nur mit intuitiver Technologie und KI lassen sich der Fachkräftemangel abfedern, fehleranfällige Prozesse entlasten und blinde Flecken in Unternehmen sichtbar machen. Wer jetzt nicht vereinfacht, verliert – nicht an der Technik, sondern an sich selbst.“
VNL: Das Wirtschaftsnetzwerk für Logistik
Der VNL (Verein Netzwerk Logistik) ist mit über 5.500 Mitgliedern das größte Wirtschaftsnetzwerk im Bereich Logistik in Österreich. Im Zentrum steht, die aktuellen und zukünftigen Anforderungen an die Logistik mit den korrespondierenden Lösungen aus Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Technologietransferstellen, Technologiezentren und privaten Logistikgesellschaften zusammenzubringen. Diese aktive Vernetzung stärkt die Logistikkompetenz der Unternehmen als auch ihrer Mitarbeiter:innen und trägt wesentlich zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft sowie Versorgungssicherheit bei.
Der VNL organisiert jährlich über 60 Logistik-Veranstaltungen, nimmt laufend an nationalen und internationalen Forschungsprojekten teil, tritt regelmäßig beratend im institutionellen Bereich auf und ist Gründungsmitglied des Supply Chain Intelligence Institute Austria (ASCII). Darüber hinaus unterstützt der VNL als Gründungsmitglied die Dachmarke „AUSTRIAN LOGISTICS“, eine Initiative des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), welche die exzellenten weltweit erbrachten Leistungen österreichischer Logistik hervorhebt. Der VNL vertritt außerdem die Interessen der heimischen Logistik in der European Logistics Association (ELA).
Kontakt:
Ing. Bernd Winter, MSc
Pressesprecher & Netzwerkmanager VNL
Wiedner Hauptstraße 24/12a, 1040 Wien
Tel.: +43-664-8144364
bernd.winter@vnl.at I www.vnl.at



