Verdoppelung der Lagerlogistik in Trieben/Steiermark
Aufgrund des starken Absatzwachstums der letzten Jahre benötigte der führende österreichische Baubeschläge-Hersteller MACO dringend zusätzliche Logistikkapazitäten und verdoppelt daher aktuell das Fertigwarenlager und die Kommissionierung am Produktions- und Lagerstandort Trieben/Steiermark. Erneut setzt MACO dabei auf die bewährte Systemqualität von Witron
„MACO hat als Baubeschläge-Hersteller im österreichischen Markt eine sehr starke Position und ist als innovatives und flexibles Unternehmen bekannt. Mit einer effizienten Lagerlogistik können wir uns von Wettbewerbern differenzieren.“ Harald Löker, Leiter Investition und Einkauf bei MACO.
Im MACO Logistikzentrum Trieben wird an sämtlichen Kommissionierplätzen nach dem Prinzip „Ware zu Mann“ gearbeitet. An jeder Arbeitsstation stehen zwei fördertechnisch angebundene und weitere vier Bereitstellflächen für Auftragspaletten zur Verfügung, die der Kommissionierer bei Bedarf einem oder mehreren Kunden zusätzlich zuweisen kann.
Gemeinsam mit Witron verdoppelt MACO die Lager- und Kommissionier-kapazitäten des Logistikzentrums im steirischen Trieben – der umfangreiche Ausbau wurde aufgrund des starken Absatzwachstums notwendig.
Nach der Realisierung der zweiten Baustufe sind acht Kommissionierstationen für Normalartikel und zwei Kommissionierstationen speziell für die Kommissionierung von bis zu 2,5 Meter langen Schließsystemen an das Hochregallager angebunden.
Bei MACO können die Kommissionierer gleichzeitig bis zu sechs Bereitstellplätze für Auftragspaletten nutzen – beispielsweise um mehrere Kundenaufträge parallel zu bearbeiten oder Ware mit spezifischen Verpackungen oder Versandvorgaben auf separate Paletten zu picken.
„Seit September 2003, also nach Auftragserteilung der ersten Baustufe für unser Zentrallager Trieben, verzeichnen wir ein jährliches Stückzahlenwachstum im zweistelligen Prozentbereich“, fasst Harald Löker, Leiter Investition und Einkauf bei MACO, die anhaltend positive Absatzentwicklung der letzten Jahre zusammen. „In Westeuropa ist nach Jahren der Stagnation ein klarer Aufwärtstrend erkennbar und auch das nachhaltige Wachstum der Märkte in Osteuropa hält weiterhin an“, so Löker.
Minimale Fehlerquote und hohe Lieferqualität
Der auch für MACO unerwartet hohe Nachfrageanstieg macht es notwendig, das Logistikzentrum Trieben bereits zwei Jahre nach dessen Produktivnahme massiv auszubauen. „Die Verdoppelung unseres Logistikzentrums bis zum Frühsommer 2007 ist Teil unseres zweistufigen Expansionsplans, den wir gemeinsam mit Witron umsetzen – jetzt allerdings etwas früher, als erwartet.“, erklärt Gesamtprojektleiter Löker. „Mit der zweiten Baustufe verzweifachen wir die Kapazität unseres aktuell knapp 2.000 Quadratmeter großen Zentrallagers in Trieben auf 14 Regalgassen und integrieren zusätzliche Funktionalitäten in unsere Lagerverwaltungs- und Materialflusssysteme.“
Die Entscheidung für eine automatisierte Lager- und Kommissionierlösung lag für MACO klar auf der Hand: „Die geringe Fehlerquote automatisierter Lager- und Kommissionierprozesse gegenüber manuellen Abläufen ist unstrittig. Zudem ist ein Lager wichtig für die Lieferqualität und damit auch ein bedeutendes Differenzierungsmerkmal. Unsere Kunden erwarten beste Qualität, die wir nun auch mit Hilfe eines automatisierten Logistikzentrums erfüllen“, so Löker.
Lager- und Kommissionierkapazität verdoppelt
Nach der aktuellen Kapazitätsverdopplung durch Witron als Generalunternehmer wird MACO im Logistikzentrum Trieben auf knapp 26.000 Palettenstellplätzen in erster Linie so genannte Normalartikel sowie auf weiteren 4.500 Stellplätzen Langgutware lagern. In insgesamt 14 Lagergassen, davon zehn für Normalgut und vier für Langgut, bewegen sich automatische Paletten-Regalbediengeräte und versorgen über Verbindungs-fördertechnik acht Kommissionierstationen aus dem 27 Meter hohen Hochregallager. Zwei Pickplätze werden speziell für die Kommissionierung von bis zu 2,5 Meter langen Schließsystemen ausgestattet. An sämtlichen Pickplätzen wird nach dem Prinzip „Ware zum Mann“ gearbeitet. Fertig kommissionierte Auftragsware, die ebenfalls auf Europaletten bzw. Langgutpaletten kommissioniert wird, wird im räumlich unmittelbar angeschlossenen Versandbereich prioritätengesteuert zur Verladung bereitgestellt. Verbunden mit der Erweiterung ist auch ein erheblicher Umbau des bestehenden Lagers, der bei laufendem Betrieb erfolgen wird – für die Inbetriebnahme eine zusätzliche Herausforderung, da hierfür nur ein kurzes Zeitfenster zur Verfügung stehen wird. Die Fertigstellung aller Aus- und Umbaumaßnahmen ist für Juni 2007 terminiert.
Dynamische und flexible Lagerlogistik
„Mit der Logistik reagieren wir auch auf die signifikante Veränderung unserer Kundenstruktur“, ergänzt Harald Löker. „Großverarbeiter beliefern wir mit unseren Beschlagelementen just-in-time.“ Das automatische Lager- und Kommissioniersystem garantiert dabei nicht nur ausgesprochen schnelle und flexible Reaktionsmöglichkeiten auf Kundenwünsche, sondern darüber hinaus die Sicherstellung der Lieferfähigkeit an den Kunden – ein nicht zu unterschätzender Vorteil in der wettbewerbsintensiven Baubranche. Eine weitere Besonderheit der Branche liegt in der außerordentlich hohen Saisonalität. Marktschwankungen von bis zu 50 Prozent zwischen den absatzstarken Sommer- und den eher absatzschwächeren Wintermonaten sind hier keine Seltenheit. Trotzdem benötigt der Kunde seine Ware immer in der entsprechenden Qualität und Stückzahl zu einem Zeitpunkt, zu dem diese Ware zur internen Weiterverarbeitung und anschließend zum Verkauf an den Endkunden bereitliegen muss – dies ist nur mit einer flexiblen Vorproduktion und -finanzierung in Kombination mit der jetzt erweiterten, variablen Lagerstruktur möglich. „Die Flexibilität, die Kunden von uns verlangen, muss auch die Logistik leisten können“, so Löker. „Die Witron-Anlage gibt uns die Sicherheit, individuell auf die Anforderungen reagieren zu können, die der Markt uns vorgibt.“
Autor: Thomas Wöhrle, freier Fachjournalist, Karlsruhe.
MAYER & CO Beschläge GmbH (MACO)
Die in Salzburg (A) beheimatete MAYER & CO B
eschläge GmbH (MACO) zählt europaweit zu den führenden Produzenten von Beschlagelementen und bietet ein umfassendes Programm an komplet
ten Schließsystemen. In Österreich erreicht das Unternehmen einen Marktanteil von über 50 Prozent. Rund drei Viertel der an den beiden österreichischen Produktionsstandorten Salzburg und Trieben in hoher Fertigungstiefe hergestellten Bauelemente sind für den Export bestimmt – Tendenz weiter steigend. Das Logistikzentrum im steirischen Trieben mit zurzeit rund 780 Mitarbeitern dient als zentrale Verteilstelle und logistische Drehscheibe für den größten Teil der MACO-Produktpalette. Von hier aus werden sowohl die Fertigwarenlager der Vertriebsniederlassungen in Deutschland, Italien, Großbritannien, Niederlande, Polen und China versorgt als auch die großen Vertriebspartner und verarbeitenden Betriebe weltweit direkt bedient. Das Fertigungsprogramm umfasst im wesentlichen Dreh- und Drehkippbeschläge, englische Kantenverschlüsse und Griffe.
Witron Logistik + Informatik GmbH
Die Witron Logistik + Informatik GmbH mit Sitz in Parkstein, Bayern, zählt zu den international führenden Planern und Realisierern automatisierter Logistiklösungen für den Mittelstand, Industrie- und Handelsunternehmen. 35 Jahre Know-how in der Automatisierung von Lager-, Kommissionier- und Distributionszentren belegen die Kompetenz des Unternehmens, das etwa 720 Mitarbeiter beschäftigt und im Geschäftsjahr 2004 einen Jahresumsatz von rund 200 Millionen Euro erwirtschaftete. Als Generalunternehmer übernimmt Witron die funktionale Verantwortung für alle Projektphasen, beginnend bei der Logistikplanung über die Realisierung und den Anlagenhochlauf bis hin zum Customer Support nach Projektabschluss. Weitere Niederlassungen des Unternehmens befinden sich in den USA, den Niederlanden und in Großbritannien.
Foto: WITRON & P. Sodamin, MACO
WITRON Logistik + Informatik GmbH Markus Wenning Neustädter Str. 21, D-92711 Parkstein Tel.: +49-(0)9602 600-0 marketing@witron.de
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